2020: Neue Regelungen für Selbstständige

Wie jedes Jahr gibt es auch 2020 neue Regelungen. Der VGSD (Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland) berichtet darüber auf seiner Webseite. Einige Regelungen betreffen auch selbstständige Dozent*innen.

Sehr wichtig ist die Erhöhung der Kleinunternehmergrenze von 17500 € auf 22000 €. Wer weniger umsetzt, braucht keine Umsatzsteuer zu zahlen. Es sind nämlich nicht alle Kurse davon befreit. Es gibt aber einen Haken: "Umsatztsteuerrechliche Kleinunternehmer können im Gegenzug die von ihnen auf Einkäufe bezahlte Umsatzsteuer (Vorsteuer) nicht geltend machen. Wenn also hohe mit Umsatzsteuer belastete Ausgaben anfallen, lohnt sich die Regelung nicht, entsprechend kann man auch formlos gegenüber dem Finanzamt auf sie verzichten."

Es gibt neue Rechengrößen in der KV und PV.  Die Mindestbemessungsgröße beträgt 1.061,67 Euro. "Diese ist für freiwillig (gesetzlich) versicherte Selbstständige von großer Bedeutung, weil sie auf diese mindestens Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge entrichten müssen – auch wenn sie tatsächlich weniger verdienen." Die Pflegeversicherung kostet jetzt 3,05 % bzw. 3,3 % für Kinderlose.

Für Dozent*innen, die viel geschäftlich unterwegs sind, ist die Erhöhung der Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen wichtig. "Bei einer eintägigen Abwesenheit von mindestens 8 Stunden sowie am Anreise- und Abreisetag bei einer mehrtägigen Reise (keine Mindestabwesenheitsdauer erforderlich) beträgt der Pauschbetrag künftig 14 (statt bisher 12) Euro. Für Tage mit einer Abwesenheit von 24 Stunden gilt im Rahmen mehrtägiger Reisen künftig ein Pauschbetrag von 28 (statt bisher 24) Euro."

 (as)