Lehrkräfte schreiben Politik an

Die Corona-Krise hat die prekäre Lage der Lehrkräfte in der Erwachsenenbildung nicht nur gnadenlos offengelegt, sondern sie so verschärft, dass viele Kolleg*innen in unserer Branche vor dem finanziellen Ruin stehen. Hätten die Politik und auch mehr Lehrkräfte auf unser Bündnis und die GEW oder ver.di gehört,  wäre jetzt die Lage der Lehrkräfte und der ganzen Erwachsenbildung nicht katastrophal.

In dieser Situation wenden sich nicht nur Verbände, Gewerkschaften und unser Bündnis an die Politik mit der Bitte um sofortige Hilfe, sondern auch viele Lehrkräfte, einzeln oder als Gruppe. 

Unser Bündnis hat schon einige Bundes- und Landesministerien, das BAMF, die Gewerkschaften, Medien und einzelne Behörden kontaktiert. Das Bündnis ermuntert aber auch einzelne Lehrkräfte oder besser Gruppen von Lehrkräften, sich an die Politiker*innen vor Ort zu wenden. Es ist nämlich möglich, dass eine Stadt ihre VHS anweist, z.B. die Honorare für alle abgesagten Kurse zu zahlen, als ob alle geplanten Stunden durchgeführt worden wären. Das machen schon einige VHS-en, z.B. in Leverkusen oder Frankfurt am Main.

In den letzten Tagen haben einige Gruppen und Kolleg*innen aus unserem Bündnis ihre Städte angeschrieben, auf ihre Verantwortung hingewiesen und um Hilfe gebeten, auch nach der Corona-Krise. Wir veröffentlich unten die Schreiben der Honorarkräfte Köln, des Bonner Offenen Kreises und einer bayerischen Gruppe als Muster bzw. Vorlage für eventuelle weitere Briefe.

In Leipzig ist vor einigen Tagen eine neue Gruppe entstanden: Lehrkräfte gegen Prekarität. Wir veröffentlichen auch ihren Offenen Brief. Die Gruppe hat einen Auftritt  auf Facebook.

(as)

Download
Dozierendenrat_Brief_Fraktionen (1).pdf
Adobe Acrobat Dokument 133.8 KB
Download
Brief an Stadt Bonn Corona 2020.pdf
Adobe Acrobat Dokument 98.1 KB
Download
Brief an Politiker, Beispiel.docx
Microsoft Word Dokument 13.8 KB
Download
Corona_Offener_Brief_aktuell (1).pdf
Adobe Acrobat Dokument 79.7 KB