Köln: Demo von VHS-Dozierenden

Der Dozierendenrat der Kölner VHS ruft zu einer Demonstration für die VHS an diesem Freitag, dem 29.05. um 15 Uhr auf dem Neumarkt auf. In dem Aufruf steht u.a. geschrieben: 
 "Seit vielen Wochen ist ein Großteil der Räume in der VHS zur Unterstützung des Corona-Krisenmanagements durch Mitarbeiter des Gesundheitsamtes belegt. (…) Jetzt aber müssen und wollen wir wieder arbeiten. Seit vielen Wochen befinden wir uns auch durch den Verdienstausfall in einer zunehmend bedrückenden Situation. (…) Für die Stärkung von sozialem Zusammenhalt und Integration als Ausdruck einer lebendigen und kritischen Zivilgesellschaft in Köln muss die VHS in allen Fachbereichen schnellstmöglich wieder geöffnet werden. 
Mehrere Hundert Dozierende sind auf die Räume der VHS und deren Verfügbarkeit seitens der Fachbereichsleitungen angewiesen, dies betrifft alle Standorte der Kölner VHS. Erschwerend kommt nun hinzu, dass sich viele öffentliche Schulen trotz der langjährigen Kooperation nicht in der Lage sehen, ihre Räume weiterhin für die VHS zur Verfügung zu stellen. (…) Das Angebot der VHS bricht perspektivisch zusammen – die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter viele Migranten, scheinen nicht wichtig zu sein. Das umfassende (sprachliche) Qualifizierungsangebot wird dringend benötigt. (…)

 

Wir demonstrieren: 

- für die zügige und umfassende Wiedereröffnung der VHS unter Einbeziehung der Dozierenden

- für ihren Ausbau und die Stärkung vor dem Hintergrund der Corona-Regelungen. Es braucht jetzt nicht weniger, sondern mehr VHS – benötigt wird dabei noch größere kommunale Unterstützung auch in finanzieller Hinsicht für Planungssicherheit der Dozierenden. In den aktuellen Zeiten müssen Kurse auch bei geringer Teilnehmerzahl stattfinden.

- für angemessene Kompensationszahlungen bei mündlich und schriftlich fixierten Verträgen, die coronabedingt nicht erfüllt werden konnten. (…)  

- für die Unterstützung all derer, die nicht die Möglichkeit haben, digitale Angebote wahrzunehmen (Teilnehmende und Dozierende)  

- für mehr Transparenz bei der Überführung des Präsenzunterrichts in digitale Formate und ein stärkeres Einbinden des Lehrkörpers bei dieser Aufgabe.  

- für den Ausbau von Festanstellungen statt der Abwälzung von Risiken auf die Dozierenden. 
 
Lebenslanges Lernen für alle braucht RAUM und BEGEGNUNG. (…) Die Dozierenden und Kursteilnehmer*Innen der VHS fordern die Stadt Köln und an erster Stelle deren Bürgermeisterin Frau Reker auf, ALLES dafür zu tun, dass die Wiedereröffnung JETZT und UMFASSEND geschehen kann. Derzeit ist der politische Willen zum HANDELN nicht hinreichend sichtbar.
Kommt bitte nur zu zweit auf den Platz und haltet während der Kundgebung den Abstand von 1,50m ein. (…)"

(as)

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