Unterrichten Lehrer mit Migrationshintergrund besser Deutsch?

Das Bildungsmagazin "News4Teachers" berichtet in einem Beitrag über die Ergebnisse einer Studie des RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung aus Essen.

Das Fazit lautet: Die Lesefertigkeiten der Schüler, die von Lehrer*innen mit Migrationshintergrund unterrichtet werden,  entwickeln sich in der Regel besser als die der Schüler mit anderen Lehrkräften.

"Für die Studie nutzten die Forscher Daten der Sekundarstufe I (Klasse 5-9) des Nationalen Bildungspanels (NEPS). Anhand des Längsschnitts analysierten sie, ob der Leistungszuwachs der Schulkinder in Schuljahren größer war, in denen der Deutschunterricht von einer Lehrkraft mit Migrationshintergrund gegeben wurde im Vergleich zu Schuljahren, in denen der Deutschlehrer keinen Migrationshintergrund hatte.

Verglichen mit anderen Einflussfaktoren auf die Lesefertigkeit zeigte sich der Effekt des Einsatzes von Lehrkräften mit Migrationshintergrund beachtlich, so die Wissenschaftler: Er sei etwa doppelt so groß wie der Geschlechtereffekt – also der durchschnittliche Vorsprung von Mädchen gegenüber Jungen. Auch sei der Effekt deutlich größer als der Unterschied in der Lesefertigkeit zwischen Schulkindern mit und ohne Migrationshintergrund."

(as)