Videokonferenzen sind extrem ermüdend

Bild von Tumisu auf Pixabay
Bild von Tumisu auf Pixabay

Das Handelsblatt befasst sich in seinem Beitrag "Zoom-Fatigue" mit der Frage, warum uns Videokonferenzen auslaugen.

Es geht zwar nicht direkt um Unterricht, trotzdem dürfte der Artikel für alle Kolleg*innen, die Online-Unterricht, in welcher Form auch immer, machen, von großem Interesse sein.

Woran liegt es also, dass die Videokonferenzen so anstrengend sind? "Dieses Problem – beobachtet, aber nicht angeschaut zu werden – ist systemimmanent und einer der Gründe, warum uns Videocalls so müde machen. Die Interaktion ist ungewohnt unnatürlich. Wir Menschen sind es gewohnt, in Konversationen auch nonverbale Hinweise unterbewusst wahrzunehmen, damit wir die Situation besser einschätzen können. In einem Interview mit der britischen BBC sagte der Verhaltensforscher und Professor an der Wirtschaftshochschule Insead, Gianpiero Petriglieri: „Videochats bedeuten, dass es uns schwerer fällt, nonverbale Hinweise wie Mimik, Stimmlage oder Körpersprache zu lesen. Darauf stärker achten zu müssen verbraucht eine Menge Energie.“ Gleichzeitig können wir nicht kurz unaufmerksam sein, weil wir immer die Sorge haben müssen, dass uns jemand dabei beobachtet."

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat bereits am 1. April in seinen beiden Telefonkonferenzen mit dem BMI, BMAS und BAMF den Verantwortlichen eine ausführliche Stellungnahme zum Online-Unterricht in BAMF-Kursen vorgelegt. Dort wird u.a. folgendes erklärt: "Der Online-Unterricht ist in Bezug auf Motivation, Konzentration und sogar Physis (Augen, Rücken) sehr anstrengend. (...) Mehr als 2-3 UE täglich sind nicht sinnvoll."

(as)