Das BAMF baut die Erstorientierungskurse (EOK) für Asylbewerber bis 2029 um rund 60 Prozent aus. Die EOK vermitteln Orientierung und erste Deutschkenntnisse im Wesentlichen für jene, die im Asylverfahren sind und dadurch wegen der Einschränkung der Teilnahme an Integrationskursen, keine Chance auf einen I-Kurs haben. Die Erstorientierungskurse für Schutzsuchende werden ab November 2026 deutlich ausgebaut.
"Der Ausbau der EOK vollzieht sich zeitlich parallel zur Reform der bundesweiten Integrationskurse. Letztere werden laut BAMF-Präsident Sommer entsprechend dem Aufenthaltsgesetz wieder auf den Personenkreis der sich rechtmäßig und auf Dauer in Deutschland aufhältigen Ausländer konzentriert. Dadurch werde zugleich der Notwendigkeit einer sparsamen Haushaltsführung Rechnung getragen. Aber niemand bleibe ohne Sprachangebot. Denn dafür stehen die EOK zur Verfügung. Für die Nachvollziehbarkeit und die Akzeptanz der Integrationsförderung in der Bevölkerung sei die Unterscheidung der jeweiligen Angebote von großer Bedeutung, so Sommer."
Bezüglich der Vergütung steht in den Förderrichtlinien 2022-25 (Seite 935) Folgendes: "Personalausgaben für Lehrkräfte bis zu entsprechend TVöD E10 bzw. Honorare. Die Anzahl der geförderten Stellen ergibt sich aus dem Bedarf am jeweiligen Standort und der geplanten Kursanzahl. Je Vollzeit kurs (25 UE/Woche) einschließlich Vor- und Nachbereitung sowie ggf. Nachhilfe für Teilnehmende kann maximal eine Vollzeitstelle angesetzt werden."
(as)