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Aktuell


ZQ BSK: ein zehnter Erfahrungsbericht

Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay
Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay

Heute veröffentlichen wir unten einen zehnten Bericht zur ZQ BSK. Wir, das Bündnis, bitten Euch um Erfahrungsberichte über Eure BSK-Zusatzqualifizierungen. Schickt uns bitte den Text in anonymisierter Form zu, und schreibt bitte gleich, ob Ihr mit einer Veröffentlichung einverstanden seid.  Wir werden dann eine Auswahl ans BAMF und BMAS schicken.

 

Ich unterrichte seit 25 Jahren DaZ/DaF. Früher habe ich an Fortbildungen beim Sprachverband und beim Goethe Institut teilgenommen, wobei ich vor allem bei den Fortbildungen vom GI sehr viel gelernt habe. Grundsätzlich finde ich es gut und notwendig, dass Lehrkräfte sich kontinuierlich weiterbilden und die Fortbildungen, bei denen ich am meisten gelernt habe, waren diejenigen, bei denen Kolleg*Innen ihre Unterrichtsideen und -erfahrungen geteilt haben. Meine Erfahrungen mit der DaZ Zusatzqualifizierung möchte ich hier teilen:

 

Bevor wir zu der ZQ verpflichtet wurden, hat keine Bedarfserhebung stattgefunden. Einige von den teilnehmenden Lehrkräften unterrichten schon seit vielen Jahren in berufs- oder ausbildungsbegleitenden Deutschkursen und haben offensichtlich mehr Erfahrung in diesem Bereich als die Lehrkäfte, die in der ZQ unterrichten. Unser Vorwissen wurde in keiner Weise berücksichtigt. Uns wurde nicht die Möglichkeit gegeben, unseren eigenen Bedarf zu ermitteln und uns einzelne Module auszusuchen, so dass einige Inhalte für  LK wie mich seit 25 Jahren in jeder Fortbildung wiederholt werden. Gleichzeitig hat man uns in der ZQ darauf hingewiesen, wie demotivierend es für unsere TN ist, wenn sie ständig die gleichen Themen wiederholen müssen. Hier stellt sich die Frage, warum in der ZQ keine Binnendifferenzierung stattfindet.

 

Es gab noch keine Lehrwerke für die Berufssprachkurse. Die Materialien, mit denen wir in der ZQ gearbeitet haben, waren zum größten Teil schon einige Jahre alt, teilweise arbeiten wir in den DeuföV-Kursen schon längst damit. Die theoretischen Materialien, mit denen wir gearbeitet, waren auch auch nicht neu und wurden zum Teil schon in der letzten Zusatzqualifikation verwendet.

 

 

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Einladung zum bundesweiten Gesprächsforum

Liebe KollegInnen,

wir möchten uns bei euch und für eure Mitarbeit, euer Mitlesen, euer Interesse an unserer Arbeit und Beteiligung im vergangenen Jahr bedanken. Wir denken, dass es einige Themen (Corona, neu gewählte Bundesregierung) gibt, über die wir uns einmal wieder in einem Gespräch austauschen sollten.

Auch für Viele von uns gestalten sich die pandemiebedingten Konstellationen unserer Verdienstmöglichkeiten nicht immer einfach, erscheinen gar als Beschwerlichkeiten. Und dies, wo wir uns schon in Prä-Pandemiezeiten die Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen zum Ziel gesetzt hatten!

Deshalb möchten wir euch hiermit herzlich zu einem Zoom-Gesprächsforum am Samstag, dem 20. November von 10 bis 13 Uhr einladen!

Wir denken dabei an einen offenen Austausch und würden uns freuen, euch begrüßen zu dürfen. Den Zugangslink erhaltet ihr nach Anmeldung unter info@dafdaz-lehrkraefte.de bis zum 14.11.2021.

 

Austausch-Inhalte:

- Lage durch Corona

- ZQ-BSK

- Berichte aus den Lokalgruppen

- Situation nach der Bundestagswahl

- Faktorisierung des Unterrichts für Festangestellte

- Agenda für das nächste Jahr

 

Seid aus dem SprecherInnenteam gegrüßt!

Lioba Geier, Clarissa Haziri-Hagner,  Claudia Liehr-Molwitz, Hedwig Schulte, Artur Sieg und Monika Strauß-Rolke 

Liste der zugelassenen Lehrwerke für die BSK veröffentlicht

Das BAMF hat vor einigen Tagen auf seiner Webseite die Liste der zugelassenen Lehrwerke für die Berufssprachkurse veröffentlicht.

"Hinweis: Der Einsatz von Lehrwerken von der Liste der zugelassenen Lehrwerke ist bis auf weiteres nicht obligatorisch. Die Kursträger können Lehrwerke im eigenen Ermessen einsetzen."

WeltlehrerInnentag in Stuttgart: Kritik an prekärer Situation der DaFZ-Lehrkräfte

Die Stuttgarter Zeitung berichtet in einem Beitrag über die Aktion „Fair statt prekär“ mit der Dozierende und GEW-Vertreterinnen zum „Weltlehrer*innentag“ auf die prekäre Situation der Lehrkräfte für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache aufmerksam gemacht haben.

Die freiberuflichen Lehrer*innen zahlen selbst volle Beiträge zu Renten- und Krankenversicherung, haben kein Einkommen bei Urlaub, Unfall oder Krankheit, nach allen Abzügen bleiben ihnen je nach Kursart 1500 € netto. 

"Mit den Volkshochschuldozentinnen Raffaella Marini und Diana Bax sowie Clarissa Haziri-Hagner, Sprecherin des GEW-Landesarbeitskreis für DaZ- und DaF-Lehrkräfte, machte Wille zum „Weltlehrer*innentag“ auf die unterschiedlichen Lagen der Lehrkräfte im Land aufmerksam, insbesondere auf die prekäre Beschäftigungssituation der Lehrkräfte für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Das Motto der symbolischen Aktion: „Fair statt prekär“. „Die Integrationskurse sind fast vollständig auf Honorarbasis organisiert“, so Haziri-Hagner. Die Dozierenden hangelten sich – wie das Beispiel Hannah Hoffnungslos – ohne Kündigungsschutz von Vertrag zu Vertrag." Clarissa Haziri-Hagner ist auch eine der Sprecherinnen des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte.

In der Pressemitteilung des GEW-Landesverbandes Baden-Württemberg, der die Aktion organisiert hat, steht geschrieben, dass die Sprachvermittlung und -förderung eine Daueraufgabe sei und bleibe und Dauerstellen benötige.

  (as) 

ZQ BSK: ein neunter Erfahrungsbericht

Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay
Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay

Heute veröffentlichen wir unten einen neunten Bericht zur ZQ BSK. Wir, das Bündnis, bitten Euch um Erfahrungsberichte über Eure BSK-Zusatzqualifizierungen. Schickt uns bitte den Text in anonymisierter Form zu, und schreibt bitte gleich, ob Ihr mit einer Veröffentlichung einverstanden seid.  Wir werden dann eine Auswahl ans BAMF und BMAS schicken.

 

In unserer ZQ BSK waren wir 16 Personen, von denen 15 bis zum Schluss durchgehalten haben. Alle Module waren inhaltlich sehr dünn angelegt, es war spürbar, dass es einen Leitfaden vom BAMF mit den entsprechenden Folien und extrem engen Vorgaben gab, und der musste nun „nachunterrichtet“ werden. Was leider nur in einigen Fällen als gelungen zu bezeichnen ist. Vorbereitend zu lesen hatten wir insgesamt 1500 Seiten und dazu die Beschreibung der einzelnen Referenzstufen. Kein*e Dozent*in konnte uns die jeweilige Portfolioaufgabe hinreichend erklären, wir bekamen dazu 2 oder 3 Sprechstunden zur Verfügung gestellt. Jedes Modul ließ uns ratlos zurück.

 

Was haben wir inhaltlich mitgenommen: Wie recherchiere ich Berufe im Netz, welche Art von Text kann ich für einen bestimmten Beruf didaktisieren, wie konzipiere ich ein Rollenspiel, wie prüfe ich einen Text auf B2 Tauglichkeit, Digitale Kompetenz, hier wurden unzählige Apps vorgestellt, fast alle in der Vollversion kostenpflichtig und datenschutzrechtlich – naja… Wir haben die alten Prüfungen „kennengelernt“- zum Thema testen, prüfen, evaluieren – nichts Neues, wir haben ein Szenario erstellt und einen Teil davon vorgestellt und am Ende eine Lehrwerksanalyse zum Thema critical incidents – im Prinzip auch nichts Neues.

 

Alle Module und Aufgaben sind darauf ausgelegt, uns selbst zu reflektieren – für mich persönlich kann ich meinen Erfolg als Dozentin dran messen, wie die Stimmung in meinen Kursen ist und wie viele Leute am Ende die Prüfung schaffen (auf den Punkt gebracht). Sinnvoll wäre es doch gewesen, diese ganze Zeit für „Fremdreflexionen“ zu nutzen, mal reflektiert zu werden. Selbst in der Abschlussreflektion wurde noch weiter selbstreflektiert, und es wurde nicht einmal die Frage gestellt, vermutlich aus gutem Grund, „was werden Sie in Zukunft in Ihrem B2 Kurs anders machen?“ oder „was haben Sie für den Unterricht an Erkenntnissen hinzugewonnen?“

 

Die Portfolioaufgaben, die wir nur durch zahlloses Fragen und mit Hilfe unserer „Kurskollegen“ irgendwie verstehen konnten, waren natürlich für alle das zentrale Thema, weil das ja neben der körperlichen Anwesenheit dann das Kriterium fürs Bestehen ist.

 

Unsere Gruppe war sich ziemlich einig, diese ZQ ist eine Lebenszeitvergeudung, die niemanden von uns inhaltlich bereichert hat. Gut war, dass wir eine wirklich tolle Gruppe waren, wir haben untereinander viel kommuniziert, und wir werden sicher in Verbindung bleiben. Das ist halt tatsächlich daraus entstanden, dass wir echte „Leidensgefährten“ waren. Von der Praxis für die Praxis.

 

Mein Fazit: „gut gewollt und inhaltlich extrem schwach umgesetzt!“ und ich habe sehr sehr großen Respekt vor jedem, der sich in seiner Freizeit diese Fortbildung antut und jede Kritik an dieser Fortbildung folgt dem Eisbergmodell. 

Fünf Jahre Berufssprachkurse

"Spracherwerb ist eine der tragenden Säulen der Integrationsarbeit" heißt es in der Pressemitteilung des BAMF zum fünften Jahrestag der Berufssprachkurse. Unten befindet sich zu diesem in der Tat wichtigen Jubiläum ein Kommentar des SprecherInnenteams des Bündnisses DaF/DaF-Lehrkräfte.

 

Den Migrantinnen und Migranten auch Kurse auf B2 und C1 anzubieten, war eine sehr gute Idee, denn die Integrationskurse gehen nur bis B1, was zu wenig ist, um einen guten Job zu finden oder eine Ausbildung zu machen. Unser Bündnis hat dies von Anfang an gefordert.

 

Zuerst hatten die Berufssprachkurse zu wenige Stunden, dann hat das BAMF auf die schlechten Bestehensquoten der abschließenden Prüfungen reagiert und das Stundenvolumen erhöht. Die Prüfungsergebnisse sind weiterhin nicht gut, aber leider veröffentlicht das BAMF hierzu keine Statistik mit den Ergebnissen. 

 

Warum sind die Ergebnisse nicht gut? Ein Grundproblem ist nach unserer Ansicht, dass die Teilnehmenden oft nicht wirklich das geforderte B1-Niveau haben. Das liegt vor allem daran, dass die Integrationskurse zu wenige Stunden haben, was nicht nur die Lehrkräfte so sehen, sondern auch der Bundesrat.

Der zweite Grund ist das niedrige Niveau der vor einigen Jahren neu eingeführten Prüfung DTZ. Dort kann man mit einem sehr schwachen Brief (unter A2) die Prüfung schaffen, wenn z.B. die mündlichen Leistungen sehr gut sind. Man wollte wohl bessere Statistiken haben und hat die alte Prüfung, die wirklich auf B1-Niveau war, durch eine leichtere ersetzt.

Ein ganz anderer Grund für die schlechten Prüfungsergebnisse bei der B2-Prüfung ist die Tatsache, dass das B2-Niveau sehr schwer zu erreichen ist. Der Sprung von B1 auf B2 ist nun einmal ein sehr großer, der auch oft nur zu erreichen ist, wenn sich die Teilnehmenden auch im privaten Umfeld in Kontakt mit der deutschen Sprache befinden. 

Angesichts dieser Grundprobleme ist es praktisch unmöglich, die in den Konzepten und Katalogen des BAMF enthaltenen 60 Groblernziele und 344 Feinlernziele zu erreichen. Dies wäre sogar unter optimalen Bedingungen sehr schwer. Es wäre besser gewesen, wenn an der Entwicklung der Konzepte auch bzw. mehr in den BSK aktive Lehrkräfte beteiligt gewesen wären. 

 

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ZQ BSK: ein achter Erfahrungsbericht

Liebe Kolleg*innen, wir, das Bündnis, bitten Euch um Erfahrungsberichte über Eure BSK-Zusatzqualifizierungen. Schickt uns bitte den Text in anonymisierter Form zu, und schreibt bitte gleich, ob Ihr mit einer Veröffentlichung einverstanden seid. Heute veröffentlichen wir unten einen achten Bericht.

 

"Ich hatte bisher vor allem Integrationskurse unterrichtet und war froh darüber, dass eine Fortbildung für Berufssprachkurse eingerichtet wurde. Tatsächlich hatte ich davor schon überlegt, einige (freiwillige) Fortbildungen dazu zu besuchen. Beste Voraussetzungen also. Dieser Frohmut verging mir aber schnell, als ich die Themenliste der ZQ las. Ich kann mich den meisten der bisherigen Berichte anschließen: Die BSK-ZQ ist inhaltlich total überfrachtet und in sozialer Hinsicht (Verdienstausfall) eine Zumutung. Mir hat aber ein Aspekt bei den bisherigen Berichten gefehlt: Das Portfolio. Auf rund 20 Seiten sollen dort Dozent*innen eine Selbstreflexion verfassen.

 

Grundsätzlich meine ich, dass es allen gut täte, sich zu reflektieren und Lehrkräften ganz besonders: Schließlich sind wir alle mehr oder weniger eingefahren in unserer Unterrichtsgestaltung. Seit dieser ZQ spüre ich aber eine gewisse Aggression in mir aufkeimen, sobald ich den Begriff „Selbstreflexion“ höre. Für mich besteht Selbstreflexion darin, einen kritischen Blick auf sich selbst zu richten und den eigenen Trott zu durchbrechen. Das verlangt einen solidarisch-kritischen Austausch in freier Atmosphäre, Muße und eine selbstbestimmte Wahl von Zeitpunkt und Themen.

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Forschungsinstitut bietet Sprachkursen Exkursionen in Gastronomiebetriebe

Bild von Werner Moser auf Pixabay
Bild von Werner Moser auf Pixabay

Im Land Brandenburg berät das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung  im Projekt BEA Betriebe zur Beschäftigung von Personen mit Migrationshintergrund.

Aktuell melden Gastronomiebetriebe bei der Beratung viele freie Stellen im Servicebereich und in der Küche. Diese Betriebe haben bereits viele gute Erfahrung in der Beschäftigung von Personen mit geringen Deutschkenntnissen und sind interkulturell offen.

Das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung  bietet Lehrenden und ihren Sprachkursen Exkursionen in diese Betriebe, um einen Einblick in die berufliche Praxis in der Gastronomie zu bekommen (empfohlen in BAMF-Kursen ab B1).

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Dr. Meuren, valentina.meuren@f-bb.de oder unter Tel.: +49 (331) 740032-12, Mobil: +49 (151) 67752984.

(f-bb)

Anfrage zur App „Ein Tag Deutsch in der Pflege“.

Unterrichten Sie Deutsch für Pflegekräfte und möchten dem wissenschaftlichen Nachwuchs aus Ihrem Unterrichtsalltag  berichten?

 

Hier ist eine Interview-Anfrage einer Wiener Masterstudentin, Sandra Kaiser, die Lerntheorien und Serious Games am Beispiel der App „Ein Tag Deutsch in der Pflege“ untersucht. Sie sucht Interviews mit Lehrpersonen  bzw. Lernenden, die diese App verwenden. Zu den relevanten Informationen zählen vor allem Ziele, Gründe und Gedanken bei der Entscheidung für die Verwendung der App, die gemachten Erfahrungen, Wünsche und Anregungen.

 

Wenn Sie der Studentin helfen wollen, dann schreiben Sie bitte an a01446061@unet.univie.ac.at

FDP beantwortet Wahlprüfsteine des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte

Vor einigen Wochen hat das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte allen im Bundestag vertretenen Parteien, mit Ausnahme der AfD, seine Wahlprüfsteine zugeschickt.

Alle angeschriebenen Parteien haben uns bereits geantwortet. Wir veröffentlichen die Antworten in der Reihenfolge ihres Eingangs. Unten befinden sich die Antworten der FDP.

 

"Setzt sich Ihre Partei dafür ein, dass es auch im Bereich der Weiterbildung ein Bundestariftreuegesetz gibt, d. h. nur noch Träger mit Tarifverträgen entsprechend TVöD bekommen Mittel aus der öffentlichen Hand?

Die Weiterbildung wird in den nächsten Jahrzehnten der entscheidende Schlüssel für ein selbstbestimmtes Leben sein. Die Finanzierung öffentlich geförderter Bildungsangebote muss so ausgestattet sein, dass den Trägern Investitionen in qualifiziertes Lehrpersonal und neue Lehrformate möglich sind.

 

Setzt sich Ihre Partei für eine Eingruppierung entsprechend TVöD 12 u. 13 für Lehrkräfte im Bereich Deutsch als Fremdsprache ein, sodass der Wettbewerb der Träger über Qualität erfolgt und nicht über den Preis?

Wir Freie Demokraten fordern eine Stärkung des Lehrerberufs. Dazu braucht es attraktive Arbeitsbedingungen, eine hochwertige Aus- und Fortbildung, transparente und anspruchsvolle Aufstiegsmöglichkeiten, immaterielle Wertschätzung sowie eine Bezahlung, die individuelles Engagement belohnt. Die Länder sollten im Beamten- und Besoldungsrecht flächendeckend die Grundlage für einen solchen stärkeren Leistungs- und Engagementbezug bei der Bezahlung von Lehrerinnen und Lehrern schaffen.

Es gibt sehr viele innovative Lehrkräfte. Wir wollen ihr Engagement sichtbar machen. Statt der reinen Dienstjahre soll daher auch das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer belohnt werden. Wir wollen, dass absolvierte Fortbildungen und gute Unterrichtsqualität beim Stufenaufstieg stärker berücksichtigt werden. Und: Exzellente Lehrkräfte sollen Prämien erhalten, etwa für herausragende Leistungen an Brennpunktschulen. 

 

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ZQ BSK: ein siebter Erfahrungsbericht

Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay
Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay

Heute veröffentlichen wir unten einen siebten Bericht zur ZQ BSK. Wir, das Bündnis, bitten Euch um Erfahrungsberichte über Eure BSK-Zusatzqualifizierungen. Schickt uns bitte den Text in anonymisierter Form zu, und schreibt bitte gleich, ob Ihr mit einer Veröffentlichung einverstanden seid.  Wir werden dann eine Auswahl ans BAMF und BMAS schicken.

 

Schwarze Pädagogik des BAMF – eine Abrechnung

von Wolfgang Koch

 

„Realisierung von Gefühlen, Haltungen und Meinungen“ lautet das übergreifende Handlungsfeld C im Lernzielkatalog des BAMF. Es soll unsere Schutzbefohlenen auf das Leben in der Demokratie vorbereiten. Genau dieses Handlungsfeld nehme ich nun für mich selber in Anspruch, um an dieser Stelle meine Meinung zur Rolle des BAMF in der gerade überstandenen ZQ zu artikulieren. Die empfohlene Anonymität (auf die ich bewusst verzichte) ist allerdings ein Zeichen für die Befürchtung, dass selbst in unserer Demokratie die Äußerung von öffentlicher Kritik negative Folgen haben kann. Darin kommt eine Widersprüchlichkeit zum Ausdruck, welche die ZQ im Kern betrifft, wie zu zeigen sein wird.

 

Die Materialien des BAMF zeugen nach meiner Einschätzung für eine geballte pädagogisch-didaktische Kompetenz. Das gilt weitgehend für die Konzepte der einzelnen BSK-Typen, vor allem aber für den Lernzielkatalog, der schlüssig gestaltet ist und eine schnelle Orientierung ermöglicht. Hilfreich waren in unserer ZQ zudem zahlreiche didaktische Anregungen und methodische Tools. Am wichtigsten waren mir die Inhalte zur Berufsschulpädagogik und zum berufsbezogenen Deutsch, von denen ich als ursprünglicher Gymnasialpädagoge so gut wie gar nichts gewusst hatte. Ich habe den damit verbundenen Auftrag, unsere KTN frühestmöglich für die Integration in den Arbeitsmarkt vorzubereiten, verstanden und verinnerlicht. Wir sind uns im Ziel einig, auch über den Weg dahin, für den die ZQ viel geboten hat. In dieser Hinsicht war und ist die ZQ eine dankenswerte Investition in unsere berufliche Handlungsfähigkeit als BSK-Dozenten.  

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SPD beantwortet Wahlprüfsteine des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte

Vor einigen Wochen hat das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte allen im Bundestag vertretenen Parteien, mit Ausnahme der AfD, seine Wahlprüfsteine zugeschickt.

 

Einige Parteien haben uns bereits geantwortet. Wir veröffentlichen die Antworten in der Reihenfolge ihres Eingangs.

 

Unten befinden sich die Antworten der SPD.

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Die Linke beantwortet Wahlprüfsteine des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte

Vor einigen Wochen hat das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte allen im Bundestag vertretenen Parteien, mit Ausnahme der AfD, seine Wahlprüfsteine zugeschickt.

 

Einige Parteien haben uns bereits geantwortet. Wir veröffentlichen die Antworten in der Reihenfolge ihres Eingangs.

 

Unten befinden sich die Antworten der Linken.

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CDU/CSU beantwortet Wahlprüfsteine des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte

Vor einigen Wochen hat das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte allen im Bundestag vertretenen Parteien, mit Ausnahme der AfD, seine Wahlprüfsteine zugeschickt.

 

Einige Parteien haben uns bereits geantwortet. Wir veröffentlichen die Antworten in der Reihenfolge ihres Eingangs.

 

Unten befinden sich die Antworten der CDU/CSU.

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Grüne beantworten Wahlprüfsteine des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte

Vor einigen Wochen hat das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte allen im Bundestag vertretenen Parteien, mit Ausnahme der AfD, seine Wahlprüfsteine zugeschickt.

 

Einige Parteien haben uns bereits geantwortet. Wir veröffentlichen die Antworten in der Reihenfolge ihres Eingangs.

 

Unten befinden sich die Antworten von Bündnis 90/Die Grünen, die uns zuerst geantwortet haben.

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Keine Gesichts-Screenshots mehr in BAMF-Kursen notwendig

Gute Nachrichten vom BAMF: Screenshots mit Gesichtsfotos als Teilnahme-Nachweis in Onlinekursen sind ab 1. Juli 2021 nicht mehr erforderlich. Es besteht jetzt auch die Möglichkeit, Screenshots mit schwarzen Kacheln zu übermitteln. Wichtig ist nach wie vor, dass die Klarnamen in lateinischer Schrift gut lesbar sind. Was bei den Alternativen zu den Gesichts-Screenshots zu beachten ist, wird aus dem  Traegerrundschreiben  vom 24.06.21 Anlage 2 ersichtlich.

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Lehrkräfte dürfen bis 30.06.22 ohne BSK-ZQ in den BSK arbeiten

Im aktuellen BSK-Trägerrundschreiben des BAMF steht folgendes geschrieben:

 

"Um den pandemiebedingten Herausforderungen zu begegnen und Lehrkräften auch im Jahr 2022 einen möglichst reibungslosen Übergang zur regulären Unterrichtstätigkeit gemäß § 18 Abs.5 DeuFöV zu ermöglichen und um die Durchführung aller ab 01.01.2022 geplanten BSK sicherzustellen, verlängert das BAMF hiermit im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung die Möglichkeit für Lehrkräfte, auch ohne eine erweiterte Zulassung nach § 18 Abs. 5 DeuFöV in Berufssprachkursen zu unterrichten, bis zum 30.06.2022."

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hatte bereits vor einigen Monaten das BAMF um eine solche Verlängerung gebeten.

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Uni Bielefeld: Weiterbildendes Studium DaZ

Screenshot, Flyer der Universität Bielefeld
Screenshot, Flyer der Universität Bielefeld

Die Universität Bielefeld bietet ein (kostenloses) Weiterbildendes Studium Deutsch als Zweitsprache (WBSDaZ) an. 

Das WBSDaZ richtet sich an Lehrkräfte, die als „Neulinge“ oder Quereinsteiger*innen oder auch als erfahrene Lehrkräfte Fachkenntnisse aufbauen oder auffrischen möchten, Impulse für ihre didaktische Praxis bekommen und den Erfahrungsaustausch mit anderen Kolleg*innen verschiedener Institutionen nutzen möchten.

Der unten befindliche Flyer bietet einen Überblick das Programm. Ausführlichere Informationen über WBSDaZ und die Kontaktdaten befinden sich unter diesem Link. Die Bewerbungsfrist wird bis Anfang September verlängert.

(as)

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ZQ BSK: ein sechster Erfahrungsbericht

Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay
Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay

Heute veröffentlichen wir unten einen sechsten Bericht zur ZQ BSK. Wir, das Bündnis, bitten Euch um Erfahrungsberichte über Eure BSK-Zusatzqualifizierungen. Schickt uns bitte den Text in anonymisierter Form zu, und schreibt bitte gleich, ob Ihr mit einer Veröffentlichung einverstanden seid.  Wir werden dann eine Auswahl ans BAMF und BMAS schicken.

 

Die Fortbildung war interessant und hat Anregungen gebracht. Die Ansprache war allerdings z. T. herablassend bis selbstvergessen-autoritär. Das Tempo war enorm, sodass ich auch den Eindruck eines Stresstestes hatte, dem manche nicht gewachsen waren. Darauf wurde keine Rücksicht genommen. In den Fragen und Aufgaben des Portfolios wurde stets intensive Selbstkritik gefordert, bei gleichzeitiger Aufforderung, den Teilnehmenden Enthusiasmus nahe zu bringen.

 

 

In dieser Fortbildung schlägt einem erneut die Ignoranz und Arroganz organsierter institutioneller Machtstrukturen entgegen, mit der man in einer Situation der Vereinzelung und Prekarisierung konfrontiert ist. Zweifelhaft sind die Umstände, in denen die Fortbildung stattfindet, die von den Machern der Fortbildung ohne Not ignoriert werden können: Mein Träger hat sich nicht um die Rekrutierung von Berufssprachkursen bemüht, obwohl das m. E. in der hiesigen Region geboten wäre. Aus meinen IK-Kursen kenne ich einige Teilnehmende, die einen BSK gut gebrauchen könnten. Es gibt aber in der Nähe keinen erreichbaren Kurs, der von einem Träger mit gutem Ruf angeboten wird.

 

Ich selbst habe kaum bzw. allenfalls minimal eine Chance, mit der ZQ vor Ort Geld zu verdienen bzw. muss gegebenenfalls lange Wege in Kauf nehmen. Angesichts rückläufiger Integrationskurse verspricht die Teilnahme an der ZQ BSK eine kleine Aussicht, meinen Lebensunterhalt auch in Zukunft sichern zu können. Die Motivation, eine aufwendige Fortbildung zu machen, liegt in der Berufswelt z. T. auch darin, den nächsten Karriereschritt zu planen. Im krassen Gegensatz dazu ist meine Erfahrung, dass Fortbildungen im Bereich Deutsch als Fremdsprache sich nicht wirklich lohnen. Ich habe eine Reihe von Fortbildungen gemacht, was sich für mich nie wirklich ausgezahlt hat, denn Kurse und Prüfungen werden auf die immer gleiche, undurchsichtige Art und Weise vergeben. Die prekäre Situation mit all ihren verheerenden Schattenseiten – ständige ökonomische Unsicherheit, psychischer Verschleiß, kurz- und langfristige Planungsunsicherheit, Altersarmut – bleibt für uns DozentInnen auch nach der ZQ bestehen.

 

 

Die berufliche Situation, in der sich AkademikerInnen wiederfinden, kann nur als nachhaltige Unverschämtheit adäquat bezeichnet werden. Über die zunehmende Unzufriedenheit der BürgerInnen, Politikverdrossenheit und entsprechende (Protest-)Wahlergebnisse müssen sich die Verantwortlichen im Amt nicht wundern. 

Uni Marburg: digitale ZQ Alphabetisierung

Flyer Uni Marburg
Flyer Uni Marburg

 

Das BAMF hat die Durchführung der Zusatzqualifizierung  Alphabetisierung mit digitalen Anteilen von bis zu 100% bis Ende 2021 genehmigt. Die Uni  Marburg  möchte dementsprechend im September eine komplett digitale Zusatzqualifizierung Alphabetisierung durchführen.

Ausführliche Informationen hierzu befinden sich auf der Webseite des Fachbereichs und im unten befindlichen Flyer.

"Wenn man in Alphabetisierungskursen unterrichten möchte, braucht man andere Herangehensweisen als in herkömmlichen Deutschkursen. Es wird nicht nur die Sprache vermittelt, sondern auch das Lesen und Schreiben. Zum Schriftspracherwerb müssen verschiedene Teilkompetenzen aufgebaut werden, dazu gehören das phonologische Bewusstsein, eine gute Lautwahrnehmung, motorische Fertigkeiten und vieles mehr. Die Lehrkraft muss unter anderem über unterschiedliche methodische Vermittlungsangebote verfügen, um die unterschiedlichen Lerntypen der Teilnehmer ansprechen zu können. In diesem Zertifikatskurs werden Sie auf diese besondere Arbeit und die Bedürfnisse dieser speziellen Zielgruppe vorbereitet."

(as)

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