Rechtswidrige Arbeitsverhältnisse beim Instituto Cervantes

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat in zwei von der GEW unterstützten Statusfeststellungsverfahren entschieden, dass die betreffenden Beschäftigten des Instituto Cervantes in Hamburg als Scheinselbständige arbeiten. Diese Praxis ist rechtswidrig. Die Betroffenen arbeiten als freiberufliche Sprachlehrkräfte auf Honorarbasis. Eingesetzt werden sie aber wie die festangestellten Lehrkräfte. Auf diese Weise umgeht das Instituto Cervantes die Sozialversicherungspflicht – zum Nachteil der Beschäftigten, die sich selbst kranken- und pflegeversichern und um ihre Altersvorsorge kümmern müssen, schreibt die GEW-Hamburg.

Das ist eine gute Nachricht, aber die nächste offene Frage ist, ob diese Kolleg*innen eine Stelle oder, wie am Goethe Institut, einen schlechteren Honorarvertrag erhalten.  Siehe auch: https://www.taz.de/Honorarkraefte-bei-Weiterbildungstraegern/!5524653/

Seminar für Honorarlehrkräfte über Steuern und Sozialversicherung in Berlin

 

In einem Seminar bei der GEW Berlin wird über die Grundlagen der Gewinnermittlung (Einkommensteuer), die Rentenversicherungspflicht und die Krankenversicherung für selbstständige Lehrer*innen informiert. Es findet am Samstag, 20. Oktober 2018, um 10:00 – 16:00 Uhr, in der Ahornstrasse 5,  10787 Berlin-Schöneberg statt. Der Referent ist Erwin Denzler, der bei der GEW Berlin ähnliche, gefragte Veranstaltungen gehalten hat: Jetzt wird das Seminar wieder angeboten. Mehr dazu: https://www.gew-berlin.de/539_21270.php   Die Veranstaltung ist gratis für GEW-Mitglieder; für Nichtmitglieder kostet sie 25 Euro. Eine Anmeldung ist erforderlich.

 

Brandenburgs Honorarlehrkräfte sollen erheblich mehr verdienen

Die Märkische Allgemeine Zeitung informiert in ihrem Beitrag "Mehr Geld für die Volkshochschullehrer" über den Beschluss des Landes Brandenburg, die Erwachsenenbildung besser zu fördern, um eine angemessene Bezahlung der freiberuflichen Lehrkräfte zu ermöglichen. Eine Unterrichtsstunde in der Weiterbildung wird zurzeit mit rund 22 € gefördert. Künftig soll die Förderung je Unterrichtsstunde auf rund 32 € angehoben werden. Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) argumentiert mit der  gesellschaftlichen Bedeutung der Erwachsenenbildung: „Voraussetzung für attraktive und qualitativ hochwertige Weiterbildungskurse sind gut qualifizierte und motivierte Honorarkräfte“. Gudrun Spaan vom Kursleiterrat der VHS-Potsdam lobt den Kabinettsbeschluss und sieht ihn "auch als Ergebnis unserer Gespräche mit dem Landtag" und hofft, "dass das Geld auch bei den Lehrkräften ankommt“. Allerdings reiche ein höheres Honorar alleine nicht aus. VHS-Dozenten sollten fest angestellt sein. Notwendig seien Dauerstellen für Daueraufgaben. „Wir sind gut ausgebildete Spitzenkräfte und haben den Status von Tagelöhnern“, kritisiert Spaan. Über die Lage an der VHS Potsdam, wo künftig alle Lehrkräfte 35 € erhalten sollen, berichten ausführlich die Potsdamer Neuesten Nachrichten.

(as)

Fair oder prekär? Meist prekär

Das Heft von Juli-August-2018 der Zeitschrift der GEW "E&W" (Erziehung und Wissenschaft), über das wir schon berichtet haben, trägt den Titel "Stiefkind Weiterbildung": https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/ew-7-82018-stiefkind-weiterbildung/

Besonders interessant für die Honorarlehrkräfte ist der Artikel von Oliver Brüchert, Koordinator Tarif- und Beamtenpolitik beim GEW-Hauptvorstand, über die Vergütung und die Arbeitsbedingungen: https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/fair-oder-prekaer-meist-prekaer/#top

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Honorarlehrkräfte in Niedersachsen: Wertvolle Arbeit, aber sehr schlecht bezahlt

Die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet in ihrem Beitrag "Zehntausende Pädagogen arbeiten in Niedersachsen auf Honorarbasis" über die Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen. Laut der Landesregierung arbeiten in Niedersachsen über 20 000 Honorarlehrkräfte.  „Sie leisten wertvolle Arbeit, werden dafür aber größtenteils sehr schlecht bezahlt“, sagte die Grünen-Fraktionschefin Anja Piel. Wie die Grünen fordert auch die GEW die Politik auf, den Pädagogen endlich eine Festanstellung zu ermöglichen. „Die Honorarlehrkräfte nehmen oft öffentliche Aufgaben wahr, die eigentlich nur fest angestellte Mitarbeiter erledigen können“, sagte Rüdiger Heitefaut, Geschäftsführer der niedersächsischen GEW.

(as)

Das Geld der Anderen, Teil II: Festangestellte Sprachlehrende an Universitäten

Die Sommerausgabe der GEW-Mitgliederzeitschrift (E&W 7-8/2018) widmet sich dem Thema Weiterbildung. Der Artikel "Fair oder prekär?" nennt einige interessante Zahlen:

 

Arbeitsbedingungen für festangestellte Sprachlehrende an Universitäten

("Lehrkräfte für besondere Aufgaben")

Eingruppierung in TV-L EG13 (Berufseinsteiger*innen: 3.672 Euro brutto, nach 15 Jahren Berufserfahrung: 5.379 Euro brutto)

Lehrdeputat in Vollzeit: 12 - 18 UE je nach Bundesland

 

An Fachhochschulen kann die Lehrverpflichtung bis zu 24 UE betragen, die Eingruppierung erfolgt in manchen Bundesländern in die EG11 des TV-L.

 

Freiberufliche Lehrkräfte erhalten im Vergleich dazu eine wesentlich geringere Vergütung bei geringerer Sicherheit und mehr Unterrichtsstunden - egal ob an Volkshochschulen, Universitäten oder Musikschulen. Auf diese Ungleichheiten machen lokale Initiativgruppen am 05.10.2018 (Weltlehrertag) durch Straßenaktionen aufmerksam.

 

→ Aus dem Blog-Archiv: Das Geld der Anderen, Teil I: Honorare in der IT-Branche

26.09.2018, Düsseldorf: Veranstaltung zum Thema Urlaubsentgelt

"Urlaubsentgelt für Arbeitnehmerähnliche: Ein Erfahrungsaustausch"

Eine Veranstaltung der GEW Düsseldorf

 

Nur wenige Freiberufler*innen in der Bildung wissen, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen einen gesetzlichen Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub/Urlaubsentgelt haben. Die GEW Düsseldorf nimmt den Deutschen Weiterbildungstag zum Anlass, mit dieser Veranstaltung einen Rahmen zu bieten, in dem sich Betroffene und Interessierte zum Thema austauschen können.


Mittwoch, 26.9.2018, 18:00 – 20:00 Uhr
Gewerkschaftshaus, Friedrich-Ebert-Str. 34-38, 40210 Düsseldorf

Anmeldung bis 19.9.2018 gern per Mail an die Geschäftsstelle der GEW Düsseldorf

 

Weiterführende Links: Infoheft Urlaubsentgelt

Gute Nachricht aus Münster: Westfälische Schule für Musik

An der Westfälischen Schule für Musik in Münster werden die Arbeitsbedingungen verbessert. Gegenwärtig werden die Musikkurse etwa jeweils zur Hälfte von den 67 Angestellten und von 116 Honorarlehrkräften geleitet. Die Stadtverwaltung will dieses Verhältnis so geändert, dass 80 Prozent der Stunden von Angestellten unterrichtet werden. Dafür werden 16 neue feste Stellen geschaffen – 2019 und 2020 jeweils acht. Darüber hinaus wird das Honorar der Freien von 25 auf 30 Euro pro Unterrichtseinheit angehoben.

Im Gegensatz dazu wird an an den Berliner Musikschulen derzeit angestellt, um nur ein Verhältnis von 20% Angestellten gegenüber 80% Honorarlehrkräften zu erreichen. Im Vergleich zu Münster hat das Land Berlin noch einen langen Weg vor sich.

(lg)

Übersicht: Scheinselbstständigkeit

Indizien für Scheinselbstständigkeit liegen in vielen Einrichtungen der Weiterbildung vor. In diesem Beitrag beobachten wir aktuelle Gerichtsurteile und Beispiele.

 

Das neuste Urteil:

"LSG Bayern: Tätigkeit eines Rundgangleiters in Dokumentationszentrum ist sozialversicherungspflichtig", Beck Aktuell, 11.07.2018

Die Rundgangleiter*innen durchlaufen vor der Übernahme von Aufträgen eine halbjährige Schulung inklusive Abschlussprüfung bei dem Dokumentationszentrum und erhalten Skripte für die Rundgänge. Zudem fehlt das unternehmerische Risiko.

 

Weitere Urteile und Beispiele im Beitrag.

Letzte Aktualisierung: 19.07.2018

(hb)

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Aktions-Idee: Klassenzimmer der Weiterbildung auf der Straße

Am 05.10. ist Weltlehrertag. Mit welchen Aktionen könnte man an diesem Tag auf die Situation von Honorarlehrkräften aufmerksam machen? Wir sammeln hier Beispiele und Ideen. Weitere Beiträge können bei redaktion@dafdaz-lehrkraefte.de eingereicht werden.

 

Eine Straßenaktion muss nicht immer gleich den Gipfel der Kreativität erklimmen: Auch anhand einfacher Infowände können Gespräche entstehen.

Der Clou: Wenn ihr Schultafeln, Pinnwände und Whiteboards verwendet, die nach "Klassenzimmer" aussehen, habt ihr die Passanten bereits visuell auf das Thema eingestimmt. Je nach Transportmöglichkeiten ließe sich das ganze natürlich mit kleineren oder größeren Gegenständen weiterspinnen (Kreiden, Abakus, ABC, Tische/Stühle).

Die Materialien für die Pinnwände zu erstellen kann je nach Anspruch aufwändig sein. Dafür können diese Infowände aber auch zu zahlreichen weiteren Gelegenheiten wiederverwendet werden.

 

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Weiterbildung in Österreich

Auf Einladung der Fachgruppe Erwachsenenbildung bei der GEW Berlin fand am 3.7.2018 ein interessantes Gespräch über die Weiterbildung in Österreich statt. Die Referentin, Birgit Aschemann, arbeitet u.a. im Auftrag des BMBF (Bundesministeriums Bildung und Forschung) und der österreichischen Weiterbildungsakademie, die auch nationale Zertifizierungsstelle ist. Sie hat dargestellt, wie in Österreich wie in Deutschland die Erwachsenenbildner*innen zwar das professionelle Rückgrat der Weiterbildung sind, aber sozial gesehen stehen sie meist selbst nur auf mehreren tönernen Füssen. Aber der Blick nach Österreich hat auch einen Unterschied gezeigt: Honorarlehrkräfte arbeiten in Österreich im Rahmen eines kollektiven Tarifvertrags. Dies bedeutet, dass die österreichischen Dozent*innen heute mehr Arbeitssicherheit haben als vor 2012, u.a. haben sie Anspruch auf das Arbeitslosengeld.

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Neue Honorarsätze für die Lehrbeauftragten an den Berliner Hochhschulen

Anfang Juli 2018 hat die Berliner Senatsverwaltung eine neue Richtlinie für die Vergütung der Lehraufträge veröffentlicht. Die 2017 abgeschlossenen Hochschulverträge, die die Finanzierung der Hochschulen durch den Senat für fünf Jahre regeln, sehen eine Erhöhung  der Honorare der Lehrbeauftragten vor, die jetzt mit der Richtlinie umsetzt werden: ab dem Wintersemester 2018/2019 steigt die Untergrenze des Honorars auf 35,00 Euro, ab dem Wintersemester 2019/2020 werden sie 37,50 Euro, und dann geht die Steigerung um 2,35% pro Jahr weiter (ab dem Wintersemester 2020/2021 38,38 Euro, ab dem Wintersemester 2021/2022 39,28 Euro und ab dem Wintersemester 2022/2023 40,21 Euro).

"Stiefkind Weiterbildung": Themenschwerpunkt in der GEW-Mitgliederzeitschrift Juli/August 2018

Foto: privat
Foto: privat

Die E&W, Mitgliederzeitschrift der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, hat sich als Thema für die Sommerausgabe die Weiterbildung vorgenommen. Die Ausgabe steht auch als PDF und in Form von Online-Artikeln zur Verfügung:

"Stiefkind Weiterbildung", E&W 07-08 / 2018

 

Empfehlungen:

(hb)

Sehen, was die Menschen mitbringen: Kursträger relativieren Kritik an den Abschlussquoten im Integrationskurs

pixabay.com
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In den letzten Monaten gab es einige kritische, jedoch statistisch teils zweifelhafte Medienberichte über die als zu gering gesehenen Abschlussquoten des Integrationskurses (BamS zum Alphabetisierungskurs I FAZ). Einige Sprachkursreinrichtungen sahen dies als Anlass, ihre Perspektive auf den Integrationskurs zu schildern. Sie setzen die Ergebnisse ins Verhältnis zu den gebotenen Rahmenbedingungen und zu den verschiedenen Lebenshintergründen der Kursteilnehmenden. Ihre Botschaft: Man muss differenzieren. Nebenbei bieten diese Berichte einen eindrücklichen Einblick in den Unterrichtsalltag der Integrationskurse.

Auch das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hatte bereits Anfang des Jahres einen Einblick in den Alphabetisierungskurs aus Sicht der Lehrkräfte zusammengestellt.

(hb)

"Die Welt" startet Generalangriff auf Integrationskurse

Die Welt kritisiert in ihrem Beitrag "Warum die Integrationskurse zum Scheitern verurteilt sind" massiv Integrationskurse, Lehrkräfte, Träger und BAMF. Im Artikel wird aber kaum auf die I-Kurse eingegangen. Stattdessen werden ganz andere und teilweise nicht mehr existierende Kurse beschrieben. Als Kronzeugen kommen zwei Lehrkräfte zu Wort, die weder vom Fach noch in den Integrationskursen tätig sind. Das Bündnis wehrt sich in einem Offenen Brief gegen die an der Sache vorbeigehenden und die Lehrkräfte teilweise diffamierenden Vorwürfe und bittet um eine Richtigstellung der falsch dargestellten Sachverhalte.                                                                                                                                                                                          

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Das Geld der Anderen, Teil I: Honorare in der IT-Branche

Es soll tatsächlich Kolleg*innen geben, die glauben und verbreiten, 35 € pro Unterrichtseinheit seien doch jetzt ein gutes Honorar. Für diese Kolleg*innen ist hier eine Lektüreempfehlung:

 

Stundenhonorare in der IT-Branche

nach der Studie "Freelancermap", zitiert im Handelsblatt vom 05.07.2018

  • Graphik, Content, Medien: 65,85 € / Stunde
  • Entwickler*innen: 75 € / Stunde
  • Projektmitarbeiter*innen: 71 € / Stunde
  • Berater*innen: 95 € / Stunde
  • Manager*innen: 98 € / Stunde
  • Projektleiter*innen: 100 € / Stunde
  • SAP-Spezialist*innen: 105,01 € / Stunde

Danke an Selbstständige in ver.di für den interessanten Link!

 

→ Aus dem Blog-Archiv: Das Geld der Anderen, Teil II: Festangestellte Sprachlehrende an Universitäten

 

Profil: Köln

Die Honorarlehrkräfte Köln gehören zu den Gruppen, die am Weltlehrertag am 05.10.2018 eine Straßenaktion organisieren. Hier stellen sie sich vor.

 

Honorarlehrkräfte Köln: Dozent*innen der VHS, der Rheinischen Musikschule und der Freien Träger
E-Mail: honorarlehrkraefte-koeln@gmx.de
Kontakt zu Gewerkschaften: GEW und ver.di


Was wir machen: Wir organisieren regelmäßig Stammtische zum kollegialen Austausch und Aktiventreffen zur Aktionsplanung. Z.B. Protestaktionen vor der VHS, vor dem Rathaus, am 1. Mai, im Zuge einer NRW-weiten Demo zum BAMF und am Weltlehrertag 2017. Wir haben gemeinsam erfolgreich und mit wenig Aufwand die Auszahlung von Urlaubsentgelt an der VHS beantragt. Die Kölner Ratspolitiker wurden stetig durch Gespräche in den Schulausschüssen und bei einer Podiumsdiskussion über die prekären Arbeitsverhältnisse informiert und mit unseren Forderungen konfrontiert. Ende 2016 beschloss der Stadtrat die Erhöhung der VHS-Honorare auf 35 Euro für alle DaF-Kurse und alle weiteren Arbeitnehmerähnlichen. Wir beteiligten uns mit Aktionen am Welttag der Lehrenden 2017 (Glücksrad) und am 01. Mai 2018 (s. Foto).

Tarifvertrag für studentische Beschäftigte in Berlin

Die Berliner studentischen Beschäftigten haben für einen neuen Tarifvertrag hart gekämpft. Der Tarifkonflikt hat anderthalb Jahr gedauert: Es gab zahlreiche Streiktage, neulich vier durchgehenden Streikwochen; hinzu kommen neun Verhandlungsrunden. Aber am 26.6. ist ein vorläufiges Verhandlungsergebnis erreicht worden. In der kommenden Woche stimmen die Gewerkschaftsmitglieder darüber ab.

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Aktions-Idee: Wie weich sitzen Sie?

Am 05.10. ist Weltlehrertag. Mit welchen Aktionen könnte man an diesem Tag auf die Situation von Honorarlehrkräften aufmerksam machen? Wir sammeln hier Beispiele und Ideen. Weitere Beiträge können bei redaktion@dafdaz-lehrkraefte.de eingereicht werden.

 

Stuttgart, 18.11.2016: "Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!"

 

Die Aktion macht auf das unterschiedliche Einkommen von Lehrer*innen aufmerksam, indem sie "Vier Klassen" symbolisch darstellt: 1. Klasse Beamte, 2. Klasse angestellt, 3. Klasse befristet angestellt, 4. Klasse auf Honorarbasis.

Passend zu den vier "Klassen" stehen vier Sitzgelegenheiten von sehr unterschiedlichen Komfort bereit, vom gepolsterten Sessel bis zur umgedrehten Sprudelkiste. Passant*innen können Lose in der "Lehrerlotterie" ziehen, auf dem Stuhl der gezogenen Klasse Platz nehmen und sich über ihr zukünftiges Gehalt aufklären lassen.

 

Ihr braucht: Kontakt zu Lehrer*innen der verschiedenen Vertragsformen, vier Sitzgelegenheiten und entsprechende Transportmöglichkeiten (!), Banner/Plakat, Lose, überdachten Ort als Plan B bei Regen, ca. 10 Personen.

 

Mehr Info: Zum Bericht und Video (Anmerkung: Die Aktion ging von der Personengruppe Arbeitnehmer*innen in der GEW aus. Da der Kontakt zu den Honorarlehrkräften erst in letzter Minute entstand, trat die "4. Klasse" zwar auf der Straße, nicht aber auf den Plakaten in Erscheinung.)

 

Kontakt nach Stuttgart: siehe Vernetzungskarte


Bericht vom Regionalen Vernetzungstreffen der Honorarlehrkräfte in Baden-Württemberg

Am 23.06.2018 fand in Stuttgart ein regionales politisches Vernetzungstreffen statt. Es richtete sich an Honorarlehrkräfte in Baden-Württemberg, die bereits für bessere Arbeitsbedingungen aktiv sind oder aktiv werden möchten. Anwesend waren Lehrkräfte aus sieben verschiedenen Organisationen/Gremien/Initiativen. Auf dem Treffen wurde auch die Idee besprochen, eine Aktion am Weltlehrertag 2018 zu organisieren. Ob und welche Aktion organisiert wird, ist den jeweiligen Gruppen überlassen und bleibt noch abzuwarten.
Zum Bericht

 

Ein Folgetreffen ist geplant. Dieser und weitere Termine in Baden-Württemberg werden unter www.dafdaz-stuttgart.jimdo.com  veröffentlicht.