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Aktuell


Lehrkräfte im Bereich Alphabetisierung/Grundbildung für eine Onlinestudie gesucht

Screenshot Webseite des DIE
Screenshot Webseite des DIE

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) sucht für eine Online-Interventionsstudie im Projekt KANSAS aktuell bundesweit Teilnehmer*innen. Es gibt dafür eine Aufwandsentschädigung von 105 €!

 

Was ist KANSAS?

 

KANSAS ist eine kompetenzadaptive, nutzerorientierte Suchmaschine für authentische Sprachlerntexte. Sie soll (angehende) Lehrkräfte bei der Recherche und Auswahl von Sprachlerntexten unterstützen und so die Unterrichtsvorbereitung einfacher machen. KANSAS wird im Rahmen der AlphaDekade durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 

Worum geht es in der Studie?

 

In dieser Studie möchten wir herausfinden, wie gut KANSAS Lehrkräfte dabei unterstützen kann, passende und qualitative Sprachlerntexte zu finden und ob KANSAS somit hilfreich für die Unterrichtsvorbereitung ist. Dafür bitten wir Sie im Laufe der Studie, zwei Unterrichtsentwürfe mit KANSAS zu erstellen.

 

Einige Eckdaten für die Teilnahme:

 

•            Zielgruppe: Lehrkräfte aus dem Bereich Erwachsenen-Alphabetisierung und Grundbildung und DaZ

•            Für die Teilnahme gibt es eine Aufwandsentschädigung von 105€

•            Dauer: ca. 3 Stunden

•            Zeitraum: Januar bis März 2021

 

Wie wird die Studie durchgeführt?

 

Studienleitung und Teilnehmende bleiben während der gesamten Studie über eine Online-Kommunikationsplattform (Zoom) in Kontakt. Die Studienleitung leitet Sie Schritt für Schritt durch die Studie und ist durchgängig für Rückfragen ansprechbar.

 

Technische Voraussetzungen:

 

•            Google Chrome als Browser (kann vorab installiert werden)

•            Computer mit Lautsprecher und Mikrofon

•            Microsoft Office Word

•            Stabiler Internetzugang

 

Interesse?

Dann melden Sie sich unter dem Betreff „KANSAS“ per E-Mail bei Dr. Mareike Kholin: kholin@die-bonn.de.

(die)

Aktivitäten der Leipziger Kolleg*innen

Die "Initiative Leipziger Lehrkräfte gegen Prekarität in der Erwachsenen- und Weiterbildung" gehört zu den aktivsten Gruppen des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte.

 

Die Leipziger Kolleg*innen waren im letzten Jahr sehr rührig und haben jetzt zu Ihren Aktivitäten einen schönen und  interessanten JAHRESRÜCKBLICK 2020 zusammengestellt. Die Gruppe blickt stolz auf das letzte Jahr zurück sowie mit Zuversicht und frohem Mut auf 2021! 

(as)

SOZIALE ABSICHERUNG: Protest vor dem Roten Rathaus, am Mittwoch 13.01., 10-12 Uhr

 

Vor der Sitzung vom  21. Januar des Bildungsausschusses  im Berliner Abgeordnetenhaus, der sich erneut mit dem Thema VHS beschäftigen wird, führen die Vertretung der Berliner VHS-Dozent*innen und ver.di zwei Protestaktionen durch. Die erste findet am Mittwoch 13.01., 10-12 Uhr vor dem Roten Rathaus statt. In "Neues Deutschland" befasst sich der Beitrag "Akademische Tagelöhnerei" mit diesem Thema.

 

Angesichts der Schwere der Corona-Pandemie ist es nicht möglich, eine Demo zu veranstalten, sondern wir werden eine Mahnwache von wenigen Kolleg*innen mit Masken und Abstand durchführen. Eine breitere Teilnahme ist nicht möglich.

 

Wir bitten aber alle Kolleg*innen und Interessierte, die Information über diese Aktion über die eigenen Verteiler, Kanäle und Bekanntenkreise zu verbreiten. Die Vertretung der Berliner VHS-Dozent*innen und ver.di engagieren sich, damit unsere Aktionen ein großes Presseecho haben werden. 

 

Macht mit, ihr könnt dazu beitragen.

 

Zur persönlichen Situation der VHS-Kolllg*innen bei Krankheit und Reha könnt ihr hier eine Auswahl aus den Briefen, die im Dezember 2020 VHS-Dozent*innen an Abgeordnete und Senator*innen geschrieben und der Vertretung der Berliner VHS-Dozent*innen mitgeteilt haben. Bezüglich der sozialen Absicherung bei Krankheit sieht die politische Situation forgendermaßen aus: Im Berliner Regierungsprogramm von SPD, Linken und Grünen 2017 haben wir einen verbalen Erfolg erzielt. Dort heißt es unter anderem: „Für arbeitnehmerähnliche Beschäftigte will die Koalition eine tarifvertragliche Regelung abschließen.“ Dazu kam es bisher nicht.

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Uni Marburg: digitale ZQ Alphabetisierung

Flyer Uni Marburg
Flyer Uni Marburg

 

Das BAMF hat die Durchführung der Zusatzqualifizierung  Alphabetisierung mit digitalen Anteilen von bis zu 100% bis Ende März 2021 genehmigt. Die Uni  Marburg  möchte dementsprechend im Februar und März eine komplett digitale Zusatzqualifizierung Alphabetisierung durchführen.

Ausführliche Informationen hierzu befinden sich auf der Webseite des Fachbereichs und im unten befindlichen Flyer.

"Wenn man in Alphabetisierungskursen unterrichten möchte, braucht man andere Herangehensweisen als in herkömmlichen Deutschkursen. Es wird nicht nur die Sprache vermittelt, sondern auch das Lesen und Schreiben. Zum Schriftspracherwerb müssen verschiedene Teilkompetenzen aufgebaut werden, dazu gehören das phonologische Bewusstsein, eine gute Lautwahrnehmung, motorische Fertigkeiten und vieles mehr. Die Lehrkraft muss unter anderem über unterschiedliche methodische Vermittlungsangebote verfügen, um die unterschiedlichen Lerntypen der Teilnehmer ansprechen zu können. In diesem Zertifikatskurs werden Sie auf diese besondere Arbeit und die Bedürfnisse dieser speziellen Zielgruppe vorbereitet."

(as)

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BAMF-Statistik: Schlechtere Prüfungsergebnisse

Vor einigen Tagen hat das BAMF den Bericht zur bundesweiten Integrationskursgeschäftsstatistik für das Jahr 2020 veröffentlicht. Auf Seite 13 geht es um Prüfungsergebnisse von 2012 bis erstes Halbjahr 2020.

Der Statistik lässt sich entnehmen, dass die B1-Erfolgsquote im ersten Halbjahr 2020 um 3 % gesunken ist. Natürlich ist dies auf die Corona-Krise zurückzuführen, denn im Lockdown hatten die meisten Teilnehmenden monate- oder wochenlang keinen Unterricht. Einige konnten zwar an Online-Tutorien und am Unterricht im virtuellen Klassenraum teilnehmen, aber diese Unterrichtsformen sind meistens kein vollwertiger Ersatz für den Präsenzunterricht. Einige Medien, wie z.B. der MDR und die Deutsche Welle, befassen sich mit den schlechteren Prüfungsergebnissen.

Bereits vor einigen Jahren haben die Medien ausführlich über die 2016-2018 drastisch gesunkenen Erfolgsquoten berichtet. Einige Artikel waren leider sehr undifferenziert. In Zusammenhang mit einem besonders unfairen Beitrag, den Die Welt veröffentlicht hatte, hat das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte einen Offenen Brief an die Redaktion dieser Zeitung gesandt.

In dem Brief hat das Bündnis die Gründe für die schlechteren Prüfungsergebnisse genannt. Das waren vor allem eine andere Zusammensetzung der Kurse und die schlechten Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte. In seinen Gesprächen mit dem BAMF und den beiden zuständigen Bundesministerien hat das Bündnis oft und deutlich viele Punkte genannt, die zu mehr Qualität in den BAMF-Kursen führen würden: bessere Einkommens- und Arbeitsverhältnisse der Lehrkräfte, kleinere Gruppen, mehr Unterrichtsstunden, bessere Einstufung, keine zentrale Zuweisung, höhere Qualifikationsstandards für die Lehrkräfte, kostenlose Fortbildungsangebote usw. 

(as)

Neues zu SodEG

Der BVIB (Berufsverband für Integrations- und Berufssprachkurse e.V) befasst sich in einem sehr interessanten Beitrag mit dem neuesten BAMF-Trägerrundschreiben zu SodEG ab 01.01.21 und den vom BAMF aktualisierten  FAQs zu SodEG.

 

Laut BVIB erschweren die neuen Rahmenbedingungen einen Bezug der Zuschüsse sowohl für Träger als auch für Lehrkräfte deutlich. In einem ersten Austauschtreffen unter BVIB-Trägern sei deutlich geworden, dass niemand der anwesenden Träger SodEG in der aktuellen Form ab 01.01.21 werde beantragen können und damit in Folge auch nicht für die Lehrkräfte.

(as)

Podcast "Auf Integrationskurs": ein Projekt zweier Leipziger Dozentinnen

Bild von vanleuven0 auf Pixabay
Bild von vanleuven0 auf Pixabay

In Leipzig gibt es ein neues Projekt: den Podcast "Auf Integrationskurs". Gestern hat der Deutschlandfunk in seiner Sendung "Campus & Karriere" darüber berichtet.

 

Zwei Leipziger Kolleginnen, Johanna Bender und Isabelle Wiedemeier, haben in den letzten Monaten einen Podcast auf die Beine gestellt: Gespräche mit ehemaligen Teilnehmer*innen unserer Kurse über ihr Ankommen und ihre Integration in Deutschland, Gründe für ihre Migration, Schönes, Lustiges, Diskriminierung, Verlust... und nicht zuletzt auch über die Integrationskurse und was man daran verbessern könnte. Die ersten sechs Folge sind jetzt online - mit eigener Website und natürlich bei Spotify, I-Podcasts und Amazon.

(as)

Politische Termine des Bündnisses

1. Am 16. Dezember nahmen drei VertreterInnen des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte an einer Videokonferenz mit Leonie Gebers (Staatssekretärin im BMAS), Kerstin Tack (Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales) und Dr. Gunilla Fincke (Leiterin des Referats für Grundsatzfragen der Migrations- und Integrationspolitik im BMAS, zuständig für Berufssprachkurse) teil. Das Bündnis wurde von Dr. Claudia Liehr-Molwitz (Hamburg), Monika Strauß-Rolke (Bonn) und Artur Sieg (Hannover) vertreten.

 

Das fast eineinhalbstündige Gespräch war sehr freundlich, offen und produktiv. Zuerst wurde über die prekäre Lage der Lehrkräfte in der gesamten Erwachsenenbildung gesprochen, wobei auch der Hamburger Appell zur Sprache kam. Dann wurde die Lage der Lehrkräfte im Bereich der Integrations- und Berufssprachkurse thematisiert. Besonders intensiv wurde über Verträge mit 40-50 UE pro Woche und die damit zusammenhängende Faktorisierung des Unterrichts diskutiert.

 

2. Auch am 16. Dezember nahm Clarissa Haziri-Hagner, eine der Sprecherinnen des Bündnisses, per Videokonferenz an einem von der Bundestagsfraktion der CDU/CSU veranstalteten Fachgespräch zum Thema "Rentenversicherungspflicht für Selbstständige" teil. Gastgeber war Peter Weiß, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Der Hintergrund: Arbeitsminister Heil will noch innerhalb dieser Legislaturperiode einen Gesetzesentwurf zur Altersvorsorgepflicht für Selbstständige vorlegen. Dabei sind eine Reform zum Statusfeststellungsverfahren und Erleichterungen zu den GKV-Beiträgen vorgesehen. An dem Fachgespräch beteiligten sich viele Verbände und Organisationen von Selbstständigen.

(as)

VGSD: "Hamburger Appell fordert faire Honorare und Arbeitsbedingungen für selbstständige Dozent/innen"

Screenshot Webseite des VGSG
Screenshot Webseite des VGSG

Der VGSD (Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland) befasst sich in seinem Beitrag "Hamburger Appell fordert faire Honorare und Arbeitsbedingungen für selbstständige Dozent/innen" ausführlich mit der Lage von selbstständigen und festangestellten Dozent*innen in der Erwachsenenbildung, besonders im Bereich DaF/DaZ. Der Anlass für den Artikel ist der Hamburger Appell der GEW Hamburg.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte ruft alle Kolleg*innen dazu auf, den Appell zu unterzeichnen und zu verbreiten.

(as)

GEW: Mehr Sicherheit in Corona-Zeiten für Selbstständige

Die GEW NRW fordert in Ihrem Papier "Corona-Konzepte auch für die Erwachsenenbildung/Weiterbildung" ein nachhaltiges und kurzfristig wirksames Corona-Konzept für die Erwachsenenbildung, denn  wegen der Pandemie sind Existenzen vieler soloselbstständiger Lehrkräfte bedroht. Hier die wichtigsten Punkte: 

Für selbstständige fordert die GEW NRW  während einer Schließungsphase Leistungen analog dem Kurzarbeitergeld sowie die Honorarfortzahlung in einer angeordneten Quarantäne. 

Für bedürftige Lernende sollen Leihgeräten und WLAN (z.B. in Form mobiler Router/Sticks) zur Verfügungen gestellt werden. Für Dozent*innen sollen  kostenlose Schulungen für Onlineveranstaltungen angeboten werden.

Bezüglich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes fordert die GEW kostenlose Masken und Luftfilter. "Benötigt werden aus Sicht der GEW NRW einheitliche Regelungen zum Infektionsschutz für alle Bildungseinrichtungen, explizit inklusive der Weiterbildungseinrichtungen, gemäß RKI-Empfehlungen vom 12.10.2020 für den Infektionsschutz an Schulen. Zudem fordert die GEW NRW kostenlose und regelmäßige Corona-Tests für Lehrende in der Weiter-bildung. Es sollte eine Einbeziehung von Integrationskursen in veränderte Teststrategien stattfinden, die im Moment für Schulen angedacht werden: Antigen-Schnelltests bei Verdachtsfällen auf eine Infektion, dadurch würden längere Ausfallzeiten für Lernende verhindert. • Die Verwendung der BAMF-Pandemie-Zulage soll von den Einrichtungen offengelegt werden."

(as)

41 € bereits für alle ab dem 01.01.2021 neu beginnenden Kurse

Das BAMF informiert in seinem heutigen Trägerrundschreiben und seiner Pressemitteilung, dass bereits zum 01.01.2021 der Kostenerstattungssatz auf 4,40 € (Integrationskurse) bzw. 4,64 € (Berufssprachkurse) pro Teilnehmenden und Unterrichtseinheit (UE) erhöht wird. Die untere Honorargrenze für freiberuflich tätige Lehrkräfte wird auf 41 € je UE angehoben. "Sie gilt in Kursen mit Kursbeginn ab 01.01.2021. Spätestens ab dem 01.02.2021 ist diese verbindlich zu zahlen." "Die Anhebung des Kostenerstattungssatzes erfolgt unabhängig vom aktuellen Pandemiegeschehen und gilt für alle neu beginnenden Kurse bzw. Kursabschnitte sowie in allen Kursarten und unabhängig von der Kursform (Präsenz, hybrid oder im "virtuellen Klassenzimmer")."

Es gibt noch etwas Neues. Bisher war es so, dass ein Träger, der das Mindesthonorar nicht zahlte, als einzige "Strafe" seine Zulassung jedes Jahr neu beantragen musste. Das scheint sich nun geändert zu haben: "Ein Unterschreiten der Vergütungsgrenze ab dem 01.02.2021 führt zu einer Verkürzung der Zulassungsdauer auf höchstens ein Jahr. Darüber hinaus wird bei fortlaufender Unterschreitung der Vergütungsgrenze die Folgezulassung nicht erteilt." Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat mehrmals das BAMF und die zuständigen Ministerien darum gebeten, dieses Schlupfloch (Folgezulassung bei fortlaufender Unterschreitung) zu schließen, was jetzt endlich passiert.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat mit seinem jahrelangen Engagement und besonders mit seiner Aktivität in den letzten Wochen einen wesentlichen Beitrag zu der Erhöhung des Mindesthonorars geleistet.

(as)

 

FaDaF: Umfrage zur wirtschaftlichen Lage im Arbeitsfeld DaF/DaZ

Bild von Andreas Breitling auf Pixabay
Bild von Andreas Breitling auf Pixabay

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie mit ihren Grenz- und Schulschließungen ist für alle eine große Herausforderung und das nicht nur wegen der Umstellungen, die die damit verbundene Digitalisierung uns abverlangt. Zehn Monate unter Pandemiebedingungen zu arbeiten, hat gebührenfinanzierte Institutionen wie Sprachkursanbieter, vor allem aber auch Kolleginnen und Kollegen in wirtschaftliche Schwierigkeiten gebracht.

Mit der kurzen und anonymen Umfrage (Dauer ca. 1 Minute) möchte der FaDaF für Deutschland wie auch weltweit Daten zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise auf das Berufsfeld DaF/DaZ erheben, d.h. sowohl was gebührenfinanzierte Institutionen als auch was Individuen angeht, die in unserem Fach arbeiten.

Mit den Ergebnissen wollen wir einen Überblick erhalten, wie sehr derzeit Institutionen und Akteure im Bereich Deutschvermittlung Schaden nehmen, erst recht, wenn sie offensichtlich noch einige Monate länger durchhalten müssen und daher eventuell ganz aufgeben. Die Zahlen sollen uns dabei helfen, über unsere Pressearbeit auf die schwierige Lage des Faches aufmerksam zu machen und in den Gremien, in denen der FaDaF vertreten ist, gezielte Unterstützung zu fordern.

(fadaf)

Neues Mindesthonorar: 41 €

Am Freitag (27.11.) wurde das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte von einem Bundestagsabgeordneten informiert, dass die Haushaltsarbeitsgruppen der Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD (auf Antrag der SPD) für die Bereinigungssitzung zum Bundeshaushaltsentwurf 2021 beantragt haben, den Mindestvergütungssatz für Honorarlehrkräfte (in Integrations- und Berufssprachkursen) entsprechend dem Mindestlohn für pädagogisches Personal in der beruflichen Weiterbildung auf 41 € und den Kostenerstattungssatz (Trägerpauschale) auf bis zu 4,90 pro Teilnehmer und Stunde zu erhöhen.

 

Wenn also alles gut läuft, bekommen die Lehrkräfte im Laufe des nächsten Jahres ein neues Mindesthonorar in Höhe von 41 €.  Das Bundesteam des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte war in den letzten Wochen sehr aktiv. Am Anfang standen nur 38 € zur Debatte. Das wäre nicht einmal der Mindestlohn in der Weiterbildung gewesen. Im November hat das Bündnis ca. 80 Abgeordnete aus dem Haushalts- und Innenausschuss des Bundestages angeschrieben. Es gab auch positive Rückmeldungen und Telefongespräche. Natürlich hat das Bündnis nicht nur darauf hingewiesen, dass 38 € unter dem Mindestlohn lägen, sondern auch mehr (60 €) gefordert. Bereits letztes Jahr war  der  ganze Haushaltsausschuss angeschrieben worden.

 

Marlis Tepe, die Vorsitzende der GEW, sagte zu dem Beschluss: „Dass für Honorarkräfte in Integrationskursen die Mindesthonorare von 35 Euro pro Unterrichtseinheit auf 41 Euro angehoben und damit an den Mindestlohn in der beruflichen Weiterbildung angepasst werden, war längst überfällig! Damit wird dem GEW-Vorschlag, dass sich die Honorare als untere Grenze an einem Mindestlohn orientieren müssen, Rechnung getragen. “Künftig müssten Integrationskurslehrkräfte jedoch entsprechend der Qualifikation, die sie mitbringen, entsprechend der Entgeltgruppe 11 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst (TVöD) bezahlt werden.

(as)

Äußerst schwierige Tarifverhandlungen in der Erwachsenenbildung

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay
Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Die GEW berichtete in den letzten Wochen und Monaten mehrfach über Tarifverhandlungen mit einigen Trägern.

 

1. In dem Beitrag "Tarifkommission stimmt „schwierigem“ Verhandlungsergebnis zu" geht es um Verhandlungen mit dem Goethe-Institut. "Die GEW-Tarifkommission hat Anfang Januar 2020 nach schwerer Entscheidung dem in harten Verhandlungen mit dem Goethe-Institut (GI) erzielten Tarifkompromiss zugestimmt. Dieser sieht eine bis Ende 2021 befristete Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung auf 26 Unterrichtseinheiten (UE) sowie eine Streichung der fünf arbeitsfreien Tage bei gleichbleibender Wochenarbeitszeit von 39 Stunden für alle Lehrkräfte vor. Alle in diesen Zeitraum fallenden Tariferhöhungen aus dem TVöD werden indes übernommen, betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen sind bis Ende 2021 tariflich ausgeschlossen." Mehr Einzelheiten lassen sich der Goethe-Info entnehmen.

 

2. In dem GEW-Artikel "Arbeitgeberangebot ist keine Verhandlungsgrundlage!" geht es um Verhandlungen mit dem Internationalen Bund. "Die gemeinsame Tarifkommission von GEW und Verdi hat die Verhandlungen über Tätigkeitsmerkmale beim Internationalen Bund am 9. November 2020 nach drei Verhandlungsterminen

(as)

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Die 6. Konferenz des Bündnisses

In einer Zoom-Konferenz fand diesjährig die 6. Bündniskonferenz am 07. November statt und wurde von 28 Vertreter*innen aus zahlreichen Regionen des Bundesgebiets durchgängig besucht. Dabei wurden die gesteckten Gesprächspunkte gezielt angesprochen, sodass ein pünktlicher Zeitplan eingehalten werden konnte. Ohne technische Pannen verlief das Zusammentreffen in freundlicher Atmosphäre.

 

Ein neues Thema war die Arbeitslosenversicherung für selbstständige Lehrkräfte. Mit dem   Lockdown verloren viele Lehrkräfte ihr Einkommen. Ein Ausweg aus der Notlage wäre Arbeitslosenhilfe 1, ALG 1, gewesen. Das Plenum diskutierte ausführlich, ob der Zugang zur AV für Honorarlehrkräfte (und andere Soloselbstständige) erstrebenswert ist und ob das  Bündnis sich dafür einsetzen will. Sollte eine AV freiwillig oder eine Pflichtversicherung sein? Seit August 2020 fordert der DGB die Öffnung der AV für Soloselbstständige.

(hs)

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Schlussbericht des Berliner Senats über "Mehr soziale Sicherheit für Volkshochschul-Dozent*innen"

Am 4.6..2020 hat das Berliner Abgeordnetenhaus den Antrag  „Mehr soziale Sicherheit für Volkshochschuldozent*innen“ angenommen. Damit wurde der Senat aufgefordert, mit der für die Dozent*innen der Berliner Volkshochschulen zuständigen Gewerkschaft eine Rahmenvereinbarung zur tarifvertragsähnlichen sozialen Absicherung auf Landesebene abzuschließen. Hierbei geht es um die Absicherung der arbeitnehmerähnlichen Dozent*innen. Der Berliner Senat, also die Landesregierung, hat dem Abgeordnetenhaus am 27.10.2020 darüber Bericht erstattet. Diesen Bericht ist enttäuschend und unschlüssig. Um dagegen zu protestieren, werden die VHS-Dozent*innen aufgefordert, an einige Berliner Politiker*innen zu schreiben. Diese Aktion läuft gerade.

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Neues vom BAMF: Zusatzqualifizierung (BSK) und Lehrwerke

Das BAMF hat seine Liste der anerkannten Hochschulabschlüsse und Fortbildungen für eine Direktzulassung als Lehrkraft in Berufssprachkursen ohne standardmäßige Zusatzqualifizierung ZQ BSK aktualisiert.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte  hat sich beim BAMF und BMAS mehrfach und vehement für die Anerkennung von bereits gemachten Qualifizierungen und Fortbildungen eingesetzt.

 

Das BAMF hat auch seine Liste der zugelassenen Lehrwerke in Integrationskursen aktualisiert. Neu sind drei LMS-basierte Lehrwerke (Linie 1, Netzwerk, Netzwerk neu).

(as)

 

GEW veröffentlicht den Bericht „15 Jahre Integrationskurs: Prekäre Arbeitsbedingungen ..."

Anlässlich des fünfzehnjährigen Jubiläums der Integrationskurse  hat die GEW den Bericht „15 Jahre Integrationskurs: Prekäre Arbeitsbedingungen in Sprachkursen für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund“ veröffentlicht.

 

Der Bericht, zu dem auch das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte einen Beitrag geleistet hat, befasst sich mit allen Aspekten der Kurse. Neben Politik und Trägern kommen vor allem die Lehrkräfte zu Wort und ermöglichen einen Einblick in das problematische, oft angstbesetzte Arbeitsklima. 

Der Bericht steht auf der Webseite der GEW zum Downloaden bereit. Bereits vor einigen Tagen hatte die GEW ihren Beschluss  "Beschäftigungsbedingungen  von DaF/DaZ-Lehrkräften in Integrationskursen" aktualisiert. 

(as)

Bericht aus der Vollversammlung der Berliner VHS-Dozent*innen

Dieses Jahr hat die Vollversammlung der Berliner VHS-Dozent*innen online stattgefunden. Das war am Samstag, den 07.11.2020, von 14 bis 17 Uhr. Die meisten Mitglieder der alten und neuen Vertretung - sowie André Pollmann (zuständiger ver.di-Bildungssekretär) und ein Kollege, der das Pay-Tool erstellte - waren in einem Raum bei ver.di, alle anderen Kolleg*innen waren online verbunden. Erfreulicherweise war die Teilnahme rege: zur besten Zeit (um circa 15:30 Uhr) waren 92 Kolleg*innen verbunden. Es gab keine nennenswerten technischen Pannen.

(lg)

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Schon den "Hamburger Appell" unterschrieben?

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte ruft alle Kolleg*innen dazu auf, den von der GEW Hamburg veröffentlichten "Hamburger Appell" zu unterzeichnen und unter Kolleg*innen, Freunden usw. zu verbreiten. Leitet bitte den Appell auch an Eure Träger weiter!

 

"Hamburger Appell" zur Lage in der Weiterbildung

 

Staatlich verantwortete Weiterbildung vor dem Abgrund - die Politik muss dringend handeln! 

                                                                    

Unser Ziel: Nachhaltige Verbesserung der Lage der Lehrenden und der Träger der staatlich verantworteten Weiterbildung, insbesondere der BAMF-finanzierten Sprach- und Integrationskurse für Geflüchtete

Aktuelle Situation: gesellschafts- und bildungs­politisch skandalöse Beschäftigungsbedingungen für die fast 20.000 Lehrenden in den Sprach- und Integrationskursen:

Bedingungen der Lehrenden:

Prekär Honorar-Beschäftigte erhalten 35 € pro Unterrichtsstunde (netto ca. 17 €), zahlen ihre gesamten Sozialversicherungsbeiträge selbst, haben kein Einkommen im Krankheitsfall, tragen das volle unternehmerisches Risiko – oder

Prekär Angestellte haben meist nur befristete Verträge, arbeiten häufig 40 oder mehr Unterrichtsstunden pro Woche bei Vollzeit, haben keine bezahlte Vor- und Nachbereitungszeit für den Unterricht, d.h. reale Arbeitszeiten von bis zu 60 Zeitstunden pro Woche, treiben Raubbau an ihrer Gesundheit / Bruttogehalt: oft nicht über 3000 €

Die aktuelle Corona-geprägte Situation hat die Lage sowohl der Lehrenden als auch der Weiterbildungs­betriebe noch einmal drastisch verschärft. Viele Betriebe haben ihre Rücklagen aufgezehrt. Viele  Lehrende sind überschuldet, in Existenznot geraten und müssen sich beruflich umorientieren.

Integration kann aber nur dann gut gelingen, wenn die Weiterbildungsträger in die Lage versetzt werden, menschenwürdige Arbeitsbedingungen anzubieten und in zukunftsfähige Ausstattung zu investieren. Die Pandemiepauschale ist hierfür viel zu niedrig und nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Wenn sich an der Finanzierung der Weiterbildung in den nächsten Monaten nichts ändert, wird ein erheblicher Teil der Träger die Pandemiezeit nicht überleben.

Die politischen Entscheidungsträger sind daher aufgefordert, massiv in eine bessere Finanzierung der Sprach- und Arbeitsintegrationskurse zu investieren. Hierzu gehören auch eine deutliche Verbesserung der Bezüge der Lehrenden und eine verbindliche Obergrenze der wöchentlich zu leistenden Unterrichtsstunden als Voraussetzung für gute Qualität von Weiterbildung.

 

Wir fordern deshalb von der großen Koalition auf Bundesebene noch für diese Legislatur:

Eine gesetzliche Verbesserung der Bedingungen in der staatlich verantworteten Weiterbildung mit:

1. Bundestariftreuegesetz (nur noch Träger mit Tarifverträgen bekommen Mittel aus der öffentlichen Hand)

- Eingruppierung entsprechend TVöD /Wettbewerb der Träger erfolgt über Qualität, nicht über den Preis

2. Deutlich längerfristige Finanzierungsstrukturen für die Träger

- unbefristete Festanstellungen der Lehrenden für Regelaufgaben

3. max. 25 UE (Unterrichtseinheiten zu 45 min) pro Woche bei Vollzeitstelle

4. 64 € Honorar pro UE bei allen bundesweiten Berufssprach- und Integrationskurse; 39,44 € Honorar für alle übrigen Weiterbildungsangebote

5. Träger werden befähigt, Weiterbildung der Lehrenden und kollegialen Austausch zu finanzieren

6. Innovations-Anschubfinanzierung für nachhaltige digitale Ergänzung der Lehre 

7. Durchführung einer Integrationskonferenz Weiterbildung mit den zuständigen Ministerien, der Wissenschaft, Vertretern der Träger, der Verbände und der Beschäftigten. Ziel: Zukunftspakt Weiterbildung 2020-25

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