Aktuell


Was bedeutet der neue Lockdown für uns?

Die GEW Bayern informiert in Zusammenhang mit dem neuen Lockdown bzw. Fast-Lockdown über verschiedene Hilfsmöglichkeiten, die die vom Verdienstausfall betroffenen Lehrkräfte in Anspruch nehmen können, falls auch die Einrichtungen der Erwachsenenbildung geschlossen werden, was zurzeit bzw. ab dem 2. November allerdings nicht geplant ist. Auf der Webseite und in Infoblättern befasst sich die GEW ausführlich mit den neuen Regelungen für ALG II, mit SodEG, mit dem bayerischen Rettungsschirm usw.

Sehr interessant für die Honorarlehrkräfte ist auch der Artikel "Regierung will Firmen Umsatzausfälle ersetzen" aus der Süddeutschen Zeitung. "Geplant ist, kleineren Unternehmen 75 Prozent der Umsatzeinbußen zu ersetzen. Größere sollen 70 Prozent bekommen. Berechnungsbasis dafür sind die Umsätze von November 2019." Geplant sei zudem, von Januar 2021 an ein Überbrückungsgeld III einzurichten. Wie das genau aussehen solle, ob es etwa einen Unternehmerlohn für Soloselbständige geben könnte, sei offen.

(as)

 

Neues zur Lebenshaltungskostenpauschale bzw. zum Unternehmerlohn

Der VGSD (Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland) berichtet ausführlich in einem Beitrag über die neueste Entwicklung in Sachen Lebenshaltungskostenpauschale, die jetzt oft Unternehmerlohn genannt wird. Laut des VGSD, dessen Vorsitzender, Andreas Lutz, persönlich an den Verhandlungen mit Bundesminister Altmaier beteiligt war, neigt das Wirtschaftsministerium immer mehr zur Einführung eines Unternehmerlohns.

In seiner Pressekonferenz sagte Peter Altmaier: "Es geht auch um die Frage, wie man den Soloselbstständigen und Unternehmern, die ja ihre Mitarbeiter zwar in Kurzarbeit schicken können, aber selbst nicht von diesen Regelungen erfasst werden , wie man ihnen besser als bisher helfen kann, das ist das Stichwort Unternehmerlohn. Da müssen wir in der Koalition eine Einigung finden. Daran arbeiten wir und es hat dazu eine sehr offene, aber auch sehr konstruktive Aussprache heute gegeben.“

Auch Cicero schreibt in seinem Beitrag "Kurzarbeitergeld für Selbstständige", dass die Regierung einen Unternehmerlohn plane.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat bereits im Frühjahr Bundesminister Scholz und Altmaier angeschrieben und eine Lebenshaltungskostenpauschale für Selbstständige gefordert. Die hannoversche Gruppe des Bündnisses hat Mitte Oktober für diese vor dem Landtag in Hannover demonstriert. Bis jetzt gibt es eine solche Pauschale nur in Baden-Württemberg (1180 €), Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In Bayern nur für Künstler.

(as)

Hat mein Träger SodEG für mich beantragt?

Hat der Träger SodEG auch für Lehrkräfte beantragt? Das kann man jetzt herausbekommen, und zwar über eine Datenschutzanfrage, ob unsere Daten als Lehrkraft zwischen März 2019 und März 2020 im Antrag genannt wurden. Man erfährt damit nur ob dies der Fall war, NICHT ob und wieviel Geld man bekommen muss. Die GEW Bayern bietet dazu eine Aktion an, bundesweit und auch für Nicht-Mitglieder, aber nur bis 3.11.2020. Details lassen sich dem Infoblatt der GEW entnehmen, das sich auch hier unten befindet.

(ed)

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VHS Lüneburg: Zweiter Warnstreiktag

Screenshot Facebook-Seite, ver.di Niedersachsen-Bremen
Screenshot Facebook-Seite, ver.di Niedersachsen-Bremen

Die Landeszeitung berichtete in ihrem Beitrag "Wir müssen nochmal Druck machen" (und in einem kurzem Film) über den zweiten Warnstreiktag des öffentlichen Dienstes am 21.10 in Lüneburg. Die festangestellten VHS-Lehrkräfte haben sich erneut an der von ver.di organisierten Protestaktion beteiligt.  Auch diesmal haben sich wieder freiberufliche VHS-Lehrkräfte solidarisiert.

In dem Artikel der Landeszeitung wird ausführlich auf die VHS eingegangen. Die VHS-Mitarbeiter*innen würden derzeit nicht nach Tarif bezahlt, möchten aber dies erreichen. Laut Angela Schulz aus dem Integrationsbereich der VHS Lüneburg sind 80 % der Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert. "Vor 14 Jahren war die VHS an die Tarife des öffentlichen Dienstes angelehnt, das wurde dann nach und nach stillschweigend unter den Teppich gekehrt. Das führte dazu, das es bei uns immens unterschiedliche Arbeitsverträge und -bedingungen gibt. Das muss endlich ein Ende haben." Schließlich sei die VHS neben Schule, Ausbildung und Studium die vierte Säule der Bildung. "Wir sind wichtig für das gesellschaftliche Leben und wollen auch so behandelt werden." 

Laut Schulz haben die Gesellschafter der VHS, Landkreis und Stadt, am Montag einen ersten Schritt gemacht, indem sie Vorgespräche darüber angeboten haben, ob Tarifverträge an der VHS überhaupt sinnvoll sind. Das Gespräch würde aber erst Ende Januar stattfinden, und die Geschäftsführung der VHS habe das Angebot nicht unterschrieben. Schulz sagte: "Wir wollen alle an einen Tisch und bestimmt kein Vorgespräch über mögliche Verhandlungen. Wir wollen Verhandlungen und das noch in diesem Jahr." Notfalls seien noch einige Streiktage in diesem Jahr übrig. Zum Bericht über der ersten Streiktag

(as)

"Hamburger Appell" zur Lage in der Weiterbildung und den BAMF-Kursen

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte ruft alle Kolleg*innen dazu auf, den von der GEW Hamburg veröffentlichten "Hamburger Appell" zu unterzeichnen und zu verbreiten. 

 

"Hamburger Appell" zur Lage in der Weiterbildung

 

Staatlich verantwortete Weiterbildung vor dem Abgrund - die Politik muss dringend handeln! 

                                                                    

Unser Ziel: Nachhaltige Verbesserung der Lage der Lehrenden und der Träger der staatlich verantworteten Weiterbildung, insbesondere der BAMF-finanzierten Sprach- und Integrationskurse für Geflüchtete

Aktuelle Situation: gesellschafts- und bildungs­politisch skandalöse Beschäftigungsbedingungen für die fast 20.000 Lehrenden in den Sprach- und Integrationskursen:

Bedingungen der Lehrenden:

Prekär Honorar-Beschäftigte erhalten 35 € pro Unterrichtsstunde (netto ca. 17 €), zahlen ihre gesamten Sozialversicherungsbeiträge selbst, haben kein Einkommen im Krankheitsfall, tragen das volle unternehmerisches Risiko – oder

Prekär Angestellte haben meist nur befristete Verträge, arbeiten häufig 40 oder mehr Unterrichtsstunden pro Woche bei Vollzeit, haben keine bezahlte Vor- und Nachbereitungszeit für den Unterricht, d.h. reale Arbeitszeiten von bis zu 60 Zeitstunden pro Woche, treiben Raubbau an ihrer Gesundheit / Bruttogehalt: oft nicht über 3000 €

Die aktuelle Corona-geprägte Situation hat die Lage sowohl der Lehrenden als auch der Weiterbildungs­betriebe noch einmal drastisch verschärft. Viele Betriebe haben ihre Rücklagen aufgezehrt. Viele  Lehrende sind überschuldet, in Existenznot geraten und müssen sich beruflich umorientieren.

Integration kann aber nur dann gut gelingen, wenn die Weiterbildungsträger in die Lage versetzt werden, menschenwürdige Arbeitsbedingungen anzubieten und in zukunftsfähige Ausstattung zu investieren. Die Pandemiepauschale ist hierfür viel zu niedrig und nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Wenn sich an der Finanzierung der Weiterbildung in den nächsten Monaten nichts ändert, wird ein erheblicher Teil der Träger die Pandemiezeit nicht überleben.

Die politischen Entscheidungsträger sind daher aufgefordert, massiv in eine bessere Finanzierung der Sprach- und Arbeitsintegrationskurse zu investieren. Hierzu gehören auch eine deutliche Verbesserung der Bezüge der Lehrenden und eine verbindliche Obergrenze der wöchentlich zu leistenden Unterrichtsstunden als Voraussetzung für gute Qualität von Weiterbildung.

 

Wir fordern deshalb von der großen Koalition auf Bundesebene noch für diese Legislatur:

Eine gesetzliche Verbesserung der Bedingungen in der staatlich verantworteten Weiterbildung mit:

1. Bundestariftreuegesetz (nur noch Träger mit Tarifverträgen bekommen Mittel aus der öffentlichen Hand)

- Eingruppierung entsprechend TVöD /Wettbewerb der Träger erfolgt über Qualität, nicht über den Preis

2. Deutlich längerfristige Finanzierungsstrukturen für die Träger

- unbefristete Festanstellungen der Lehrenden für Regelaufgaben

3. max. 25 UE (Unterrichtseinheiten zu 45 min) pro Woche bei Vollzeitstelle

4. 58 € Honorar pro UE bei allen bundesweiten Berufssprach- und Integrationskurse; 39,44 € Honorar für alle übrigen Weiterbildungsangebote

5. Träger werden befähigt, Weiterbildung der Lehrenden und kollegialen Austausch zu finanzieren

6. Innovations-Anschubfinanzierung für nachhaltige digitale Ergänzung der Lehre 

7. Durchführung einer Integrationskonferenz Weiterbildung mit den zuständigen Ministerien, der Wissenschaft, Vertretern der Träger, der Verbände und der Beschäftigten. Ziel: Zukunftspakt Weiterbildung 2020-25

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Leipziger Lehrkräfte beteiligen sich am Warnstreik des ÖD

Bericht unserer Leipziger Kolleg*innen:

"Die Leipziger Initiative Lehrkräfte gegen Prekarität hat sich am gestrigen Freitag, dem 16. Oktober, mit einem Redeauftritt und ihrem Transparent an einer Kundgebung der Gewerkschaft ver.di im Rahmen eines ganztägigen Warnstreiks des öffentlichen Dienstes beteiligt.

Uns war dieser Auftritt sehr wichtig, weil wir klarmachen wollten, dass der öffentliche Dienst (ÖD) mehr Mitarbeiter hat als die Beschäftigten, für die im Augenblick bundesweit Tarifverhandlungen laufen. Gleichzeitig prägen Vorurteile über den ÖD die Wahrnehmung der Kolleginnen und Kollegen: Dass sie wunderbar abgesichert seien und für wenig Arbeit viel Geld kassieren würden. Tatsächlich trifft diese Wahrnehmung höchstens noch auf die die obersten Ränge der Leitungsebenen im ÖD zu, während überall dort, wo täglich viel Arbeit erledigt werden muss, eine jahrzehntelange Sparpolitik zu Personalnot und Arbeitsverdichtung geführt hat. Exemplarisch kann man das bei der Größe der Kindergruppen in den Kitas oder bei dem Mangel an Pfleger*innen in den Krankenhäusern sehen. Uns ist es gelungen, zu verdeutlichen, dass es dieselbe Sparpolitik ist, die hier greift und der auch wir unsere äußerst prekären Arbeitsbedingungen und unser niedriges Einkommen zu verdanken haben. 

Für uns zeigt die Erfahrung, dass es lohnt, innerhalb der Gewerkschaften aktiv zu sein und ihre Strukturen zu nutzen. Wir sind auf die verantwortlichen Organisatoren des Streiks zugegangen und haben von uns aus angeboten, vor den Kolleg*innen aufzutreten, ihnen unsere Unterstützung zu erklären und auf unsere Situation hinzuweisen. Damit haben wir erreicht, dass Kämpfe, die normalerweise von der Öffentlichkeit als nebeneinander stattfinden und unverbunden wahrgenommen werden, als Angelegenheiten einer Gewerkschaft und eines öffentlichen Dienstes erscheinen. Auch die Presse hat in diesem Sinn berichtet und unserem Auftritt auf der Kundgebung gebührend Platz eingeräumt.

Wir möchten alle anderen Initiativen von Lehrkräften ausdrücklich ermuntern, unserem Beispiel zu folgen und mit zusammen mit ver.di oder der GEW aktiv die Kolleginnen und Kollegen des ÖD zu unterstützen."

 

Über den Streik berichtete auch die Leipziger Volkszeitung. In ihrem Beitrag wird auch auf die Rede unseres DaFZ-Kollegen eingegangen: "Einen von vielen anderen wunden Punkten berührt eine gute Stunde später Karl Kirsch vor dem Treffpunkt am Völkerschlachtdenkmal. Der an der Volkshochschule Arbeitende gehört zur Initiative „Lehrkräfte gegen Prekarität“, die als Freiberufler weder einen Tarifvertrag noch – überwiegend – Zugang zur Arbeitslosenversicherung haben und deren Lohn nicht über 1500 Euro netto liegt. „Dass wir outgesourced wurden, ist das Ergebnis der Einspar-Ideologie“, konstatiert er und appelliert eindringlich an die Warnstreikenden: „Von eurem Kampf hängt es ab, wie künftig die Arbeitsbedingungen aussehen.“ Er erntet Applaus und Trillerpfeifenpfiffe."

Wir veröffentlich hier unten Karls Rede, auch damit sie anderen Gruppen als Vorlage dienen kann.

(kk/as)

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Streik an der VHS Lüneburg

Die VHS Lüneburg wurde am 15. Oktober bestreikt. Auch die angestellten Deutschlehrkräfte haben sich beteiligt. Die freiberuflichen Kolleginnen und Kollegen haben sich solidarisch erklärt. Zu der von ver.di organisierten Protestaktion gibt es einen kurzen  Film. Ab Minute 12 ist auch eine festangestellte DaFZ-Kollegin zu hören. Sie hat u.a. auf die große Diskrepanz zwischen den VHS-Lehrkräften und den Lehrer*innen im Schuldienst bezüglich des Stundenpensums und des Einkommens hingewiesen.

Die VHS wurde bestreikt, weil die Geschäftsführung der VHS REGION Lüneburg (BuK)  Tarifverhandlungen, zu denen sie bereits im Sommer 2020 von der Gewerkschaft ver.di aufgefordert worden war, ablehnt.

Die Forderungen der ver.di lassen sich ihrem unten befindlichen Flyer entnehmen.  "Wir fordern Abschluss eines Tarifvertrages, der mindestens dem Entgeltniveau des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes der Kommunen (TVöD-VKA) entspricht und  Angleichung der allgemeinen Arbeitsbedingungen an die des öffentlichen Dienstes der Kommunen (tarifvertragliche Anwendung der manteltarifvertraglichen Regelungen des TVöD-VKA in der jeweils gültigen, diesen ändernden und ergänzenden Fassungen) mit folgenden Kernpunkten: Jahressonderzahlung, Zuschläge, Urlaubsregelungen, Betriebliche Altersvorsorge."

(as)

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Aktionswoche der Leipziger Kolleg*innen

Die Kolleg*innen der Leipziger Gruppe "Lehrkräfte gegen Prekarität" berichten auf ihrer Facebook-Seite über ihre Aktionswoche: 

"Wir sind von Schule zu Schule, von Integrationskursträger zu Integrationskursträger gegangen und haben dort mit Kollegen und Kolleginnen gesprochen. (...)

Für die Woche ab dem 5. Oktober, der Anlass gebende internationale Tag des Lehrers und der Lehrerin, hatten wir uns vier Schulen vorgenommen, Inlingua, Zuhause, Berlitz und die Volkshochschule. (...)

Die ersten Erfahrungen mit der Aktionsform waren gut. Und waren nicht so gut. Letzteres, weil uns schnell deutlich geworden ist, wie mühselig es ist, tatsächlich an die Kolleginnen und Kollegen heranzukommen. Geduld und Spucke ist gefragt. Man wartet lange vor Türen oder Aufzügen, fragt alle Herauskommenden oder Hineingehenden, ob sie Lehrkräfte seien … Es liegt auf der Hand, dass es mit einem Einsatz nicht getan sein wird. Das ist ein Dauerprojekt. Und schon am Mittwoch, beim zweiten Einsatz, sind wir, Privateigentum!, Privateigentum!, vom Gelände des Trägers auf die Straße verwiesen worden.

Ausgesprochen positiv waren die Reaktionen bei all denen, mit denen wir ins Gespräch gekommen sind. Der Eindruck ist, es tut den Kolleginnen und Kollegen sichtlich gut, dass wir als Kollegen und Gewerkschafter*innen zu ihnen gekommen sind, um nachzufragen, wie es ihnen geht, um Unterstützung und Perspektiven anzubieten. Das ermutigt uns sehr, weiter zu machen. Wir brauchen dazu allerdings viel Hilfe von Leuten, die mitmachen, und freuen uns über alle, die uns dabei unterstützen möchten."

(as) 

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Neuigkeiten aus der VHS–Flensburg

In der zweiten Augusthälfte sind die Integrationskurse auch an der VHS-Flensburg wieder angelaufen. 

Die Dozentin*innen fühlten sich durch die Leitung unter Druck gesetzt, indem gefordert wurde, nach dem Modell 5 zu unterrichten, d.h. mit nur einer Lehrkraft und die Teilnehmenden auf zwei Unterrichtsräume verteilt. Tatsächlich wurden einige wenige Module, die im März unterbrochen wurden, so zu Ende gebracht. Bei anderen Modulen blieben viele Teilnehmende weg, so dass letztendlich nach Modul 1 (mit einer Lehrkraft und einem Raum) unterrichtet wird.

 

Selbst Integrationskurse auf Niveau A1.1 hätten nach Modul 5 beginnen sollen, wogegen sich die Dozent*innen wehrten. Auch hier hat die geringe Zahl der Teilnehmenden dazu geführt, dass nun in einem Raum unterrichtet werden kann. 

 

Insgesamt empfanden die Kursleitenden der VHS–Flensburg die Situation, die Kurse nach Modell 5 wieder aufzunehmen, ohne dass ihre berechtigten Bedenken berücksichtigt wurden, als sehr unbefriedigend. Auch die Frage, was das für folgende Module bedeuten würde, blieb unbeantwortet. 

 

Für den Moment erübrigt sich deren gestellte Forderung (kein Modul 5) durch die geringen Zahlen der Teilnehmenden. Inzwischen laufen, wenn auch zögerlich, wieder die Einstufungstests.     
(lg)

Warum ich das Handtuch hinschmeiße. Bericht einer Kollegin

Das Sprecherteam des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte bedankt sich herzlich bei den Kolleg*innen für die bisher zugeschickten Berichte über ihre Erfahrungen mit dem 5. Modell. Wie geplant hat das Bündnis einige Berichte u.a. dem BAMF, BMI, BMAS und der Bewertungskommission für Integrationskurse zugeschickt und die Zuständigen u.a. dazu aufgefordert, das 5. Modell zu stoppen. Hier veröffentlichen wir den erschütterndsten Bericht.

 

"Erfahrungen mit Unterrichts-Modell 5 (BAMF):  Warum ich das Handtuch hinschmeiße und meine DaZ-Tätigkeit ab sofort beende

 

Ich unterrichte die BAMF-Integrationskurse mit Alphabetisierung seit Aug. 2015 durchgehend beim Kursträger, von dem ich gleich berichte. Als der Kursträger mir im August mitgeteilt hat, dass ich meinen Alpha-Kurs, der in wenigen Monaten die B1 Prüfung schreibt, nach dem neuen Modell 5 von BAMF unterrichten soll, hatte ich schon ein schlechtes Gefühl im Bauch gehabt, denn mir war sehr bewusst, dass der Standort, an dem ich unterrichte, technisch gesehen überhaupt nicht dafür ausgerichtet ist.  Mir war von vornherein klar, was das bedeuten würde:  mein Unterricht in 2 getrennten Räumen ohne technische Verbindung zwischen den beiden Räumen - und damit Lernenden – durchführen, hin- und her pendeln im bestimmten Rhythmus zwischen beiden Gruppen.  Ich habe den Mund gehalten, habe es 2 Tage lang versucht...und nach der erlebten Verzweiflung der Lernenden (Alpha-Kurs TN) habe ich mich schriftlich per e-mail an den Kursträger gemeldet.  In meiner e-mail habe ich den Mitarbeiterinnen kurz und knapp mitgeteilt, dass der Unterricht für ALLE Beteiligten rundherum OHNE technische Verbindung zwischen den Räumen absolut unzumutbar sei, dass die TN so in der Form nicht lernen können und ich als solches den Unterricht auch nicht so durchführen kann.  Das habe ich am Freitag, 21.08.2020 per e-mail geschrieben. 

 

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Wer verhindert die Lebenshaltungskostenpauschale für Selbstständige?

Das Handelsblatt befasst sich in seinem Beitrag "Corona-Hilfen für  Selbstständige: Bloß nicht zum Jobcenter" mit der Frage, wer eigentlich bei der Lebenshaltungskostenpauschale für Soloselbstständige bremst. Laut der Zeitung ist das die SPD. Neben der staatlichen Grundsicherung ein neues Auffangsystem für Soloselbstständige aufzubauen, halte sie für falsch.

In dem Artikel geht es auch um ein Papier der  Bundesagentur für Arbeit (BA), mit dem die Jobcenter in einer neuen Weisung informiert werden, was in der Coronakrise beim erleichterten Zugang zur Grundsicherung zu beachten ist. "Besonders wichtig für Betroffene sind die Zeilen zur „Altersvorsorge selbstständig tätiger Leistungsberechtigter“. Hier legt die Arbeitsagentur dar, welchen Teil ihrer Ersparnisse Selbstständige, die Hartz IV beantragen, behalten dürfen, weil sie der Absicherung im Alter dienen."

In Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfallen und Thüringen gibt es bereits eine Lebenshaltungskostenpauschale. Die Wirtschaftsminister der Länder haben bereits vor Monaten die Bunderegierung dazu aufgerufen, eine  Lebenshaltungskostenpauschale für Soloselbstständige einzuführen. Die Bundesregierung lehnt es bis heute ab. Auch das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat sich für diese Lebenshaltungskostenpauschale eingesetzt. Es wurden Bundesminister Scholz und Altmaier sowie einige Landesregierungen angeschrieben. Vor einigen Wochen gab es diesbezüglich eine Protestaktion in Hannover.

(as)

Deutsches Institut für Erwachsenenbildung sucht Lehrkräfte für ein Projekt

Bild von Andreas Breitling auf Pixabay
Bild von Andreas Breitling auf Pixabay

"Für eine Online-Evaluation im Projekt KANSAS sucht das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung aktuell 40 Lehrkräfte aus dem Bereich Alphabetisierung/Grundbildung.

Die Studie erfolgt vollständig anonymisiert. Der Zugangsschlüssel zu dieser Umfrage wird getrennt von den Studiendaten und Antworten in einer separaten Datenbank aufbewahrt. Es gibt keinen Weg, den Zugangsschlüssel mit Ihren Daten/Umfrageergebnissen zusammenzuführen.

Die Teilnehmer*innen erhalten nach Abschluss einen Amazon-Gutschein per Mail über 70€. Einige Eckdaten für die Teilnahme:

•  Zielgruppe: Lehrkräfte aus dem Bereich Erwachsenen-Alphabetisierung /Grundbildung

•  70€-Amazon-Gutschein für jede*n Teilnehmer*in im Anschluss an die (vollständig abgeschlossene) Studie

•  Dauer: ca. 120 Minuten am Stück

 

KANSAS ist eine kompetenzadaptive, nutzerorientierte Suchmaschine für authentische Sprachlerntexte. Sie soll (angehende) Lehrkräfte bei der Recherche und Auswahl von Sprachlerntexten unterstützen und so die Unterrichtsvorbereitung einfacher machen. KANSAS wird im Rahmen der AlphaDekade durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

In dieser Evaluation möchten wir herausfinden, wie gut KANSAS Lehrkräfte dabei unterstützen kann, passende und qualitative Sprachlerntexte zu finden und ob KANSAS somit hilfreich für die Unterrichtsvorbereitung ist. Dafür bitten wir Sie im Laufe der Studie, einen Unterrichtsentwurf mit KANSAS zu erstellen.

Interessenten melden sich gerne unter dem Betreff „KANSAS“ per E-Mail bei Dr. Mareike Kholin: kholin@die-bonn.de. Informationen zu KANSAS und den Projektverantwortlichen finden Sie unter www.die-bonn.de/kansas"

(as)

Die GEW schreibt an die Bundespolitik wegen SodEG

Das aktuelle "Infoblatt Weiterbildung" informiert neben der GEW-Pressemitteilung zum Festakt "15 Jahre Integrationskurse" auch über einen Brief, den Ende September der Geschäftsführende Vorstand der GEW an den Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, und an Abgeordnete des Bundestagsausschusses Arbeit und Soziales geschickt hat.

"In dem Brief beschreiben die Vorsitzende Marlis Tepe und Weiterbildungsvorstand Ansgar Klinger die Problemlage, die durch Anwendung des Sozialdienstleister-Einsatzgesetzes (SodEG) für die Honorarlehrkräfte entstehen – die Geltendmachung ihrer Ansprüche auf Erstattung eines Honorausfalls wird in das Belieben der Träger gestellt, sodass die Ansprüche häufig nicht berücksichtigt werden. Die GEW bittet die Politik, das Problem zu lösen und schlägt die Bildung eines eigenen Anspruchs der Lehrkräfte gegenüber dem öffentlichen Kostenträger vor, wobei sie für die genaue Ermittlung konkrete nachvollziehbare und transparente Regelungen vorschlagen. Die Bildungsträger müssten zumindest verpflichtet werden, auch den Leistungsanteil zugunsten der Lehrkräfte zu beantragen und transparent und fair zu verteilen. Auch dieser Fall verdeutlicht, dass das politisch ermöglichte Ausweichen der Arbeitgeber von dem Grunde nach sozialversicherungspflichtiger Arbeit auf Honorarverhältnisse zu weiteren Problemen führt und generell einer systematischen Lösung der Rückführung in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bedarf."

(as)

Vom Fortschritt des Digitalen. Wie aus dem 3. Modell das 5. wurde

Bild von Free-Photos auf Pixabay
Bild von Free-Photos auf Pixabay

Das Sprecherteam des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte bedankt sich herzlich bei den Kolleg*innen für die bisher zugeschickte Berichte über ihre Erfahrungen mit dem 5. Modell und bittet andere Kolleg*innen um weitere Berichte. Das Bündnis möchte die Berichte bzw. eine Auswahl dem BAMF, BMI, BMAS, der Bewertungskommission für Integrationskurse, den für Integration zuständigen Politiker*innen, Gewerkschaften und Medien zuschicken. Natürlich werden die Berichte anonymisiert, sodass weder der Name der Lehrkraft und des Trägers noch die Stadt bekannt werden. 

Das Sprecherteam bittet die Kolleg*innen folgende Punkte in ihrem Bericht zu berücksichtigen: Niveau des Kurses, Mehraufwand für Vor- und Nachbereitung, Unterrichtsqualität und Lernerfolg, eventuelle Assistenz, Reaktion der TN, Folgen für die Gesundheit der Lehrkraft. Wichtig wäre es auch zu schreiben, ob man vom Träger einen Anteil an der Pandemiezulage für die Mehrarbeit bekommt sowie wie der Träger auf eventuelle Einwände der Lehrkräfte und eine eventuelle Bitte um ein höheres Honorar reagiert hat. Die Berichte können an sprecherteam@dafdaz-lehrkraefte.de geschickt werden.

Hier befindet sich in Form einer Glosse der Bericht einer Kollegin aus Süddeutschland:

 

Vom Fortschritt des Digitalen

 

Juhuu, der Digitalpakt ist von der Regierung 2018 bekundet und vom Bundesrat 2019 beschlossen, innerhalb des gleichen Jahres, in dem die Volkshochschule ihre 100-Jahr-Feier beging. Bildung für alle – mit digitalem Whiteboard, VR-Brille und schnellem WLAN!

 

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Uni Marburg: ZQ Alphabetisierung mit digitalen Anteilen

Flyer Uni Marburg
Flyer Uni Marburg

Das BAMF hat die Frist für die Durchführung der Zusatzqualifizierung  Alphabetisierung mit digitalen Anteilen nochmal bis Ende des Jahres  verlängert. Die Uni  Marburg  möchte  also gern im  November 2020  eine   weitere  

Zusatzqualifizierung Alphabetisierung mit Online-Modulen durchführen.

Ausführliche Informationen hierzu befinden sich auf der Webseite des Fachbereichs und im unten befindlichen Flyer.

"Wenn man in Alphabetisierungskursen unterrichten möchte, braucht man andere Herangehensweisen als in herkömmlichen Deutschkursen. Es wird nicht nur die Sprache vermittelt, sondern auch das Lesen und Schreiben. Zum Schriftspracherwerb müssen verschiedene Teilkompetenzen aufgebaut werden, dazu gehören das phonologische Bewusstsein, eine gute Lautwahrnehmung, motorische Fertigkeiten und vieles mehr. Die Lehrkraft muss unter anderem über unterschiedliche methodische Vermittlungsangebote verfügen, um die unterschiedlichen Lerntypen der Teilnehmer ansprechen zu können. In diesem Zertifikatskurs werden Sie auf diese besondere Arbeit und die Bedürfnisse dieser speziellen Zielgruppe vorbereitet."

(as)

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15 Jahre Integrationskurse: 15 Jahre prekäre Arbeit

Heute fand im Bundeskanzleramt der Festakt "15 Jahre Integrationskurse" statt. An dem Festakt nahm auch Dr. Claudia Liehr-Molwitz, eine der Sprecherinnen des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte, teil. Sie konnte die Festgesellschaft über die  prekäre Arbeitssituation der DaF/DaZ-Lehrkräfte informieren sowie die Hauptforderungen des Bündnisses nennen.

Mit dem Jubiläum befasste sich heute ausführlich der Deutschlandfunk. In seiner Sendung "Campus und Karriere" (ab Min. 7:30) wurde über die schon am Dienstag stattgefundene Protestaktion der hannoverschen DaFZ-Lehrkräfte vor dem Niedersächsischen Landtag und über den Kursalltag einer Berliner Integrationskursleiterin berichtet.

 

Bereits am Montag hat das Bündnis folgende Pressemitteilung an die Medien und zur Kenntnisnahme an die für Integration zuständigen Politiker*innen (fast) aller Bundestagsfraktionen verschickt:

 

15 Jahre Integrationskurse: 15 Jahre prekäre Arbeit

 

Integrationskurse jähren sich zum 15. Mal. Aus diesem Anlass werden die Staatsministerin A. Widmann-Mauz und der Staatssekretär im BMI, Dr. Markus Kerber, würdigende Ansprachen halten und Ehrungen von herausragenden Kursteilnehmenden vornehmen. Informiert und diskutiert werden sollen der Stand und die Zukunft des Integrationssystems.

 

Auch das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte, eine bundesweite Vertretung von Lehrkräften für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, ist eingeladen. Das Bündnis steht hinter den Integrationskursen, weist aber auf die großen Missstände im System hin und fordert Verbesserungen.

 

Clarissa Haziri-Hagner aus dem Sprecherteam des Bündnisses erläutert: „Die Lehrkräfte haben nicht viel zu feiern. Es sind aber vor allem sie, die eine erfolgreiche Integration ermöglichen, indem sie die gesellschaftlichen und kulturellen Werte vorleben, die Sprache Schritt für Schritt vermitteln und die Migrant*innen beratend begleiten. Dies geschieht für die Kursleitenden in den Integrationskursen unter prekären bis sittenwidrigen Bedingungen: Honorarstellen mit Honoraren unter dem Mindestlohn in der Weiterbildung, was nur ca. 1500 € netto pro Monat bedeutet, befristete feste Stellen mit bis 60 Stunden pro Woche, keine Honorarfortzahlung bei Krankheit, Vorenthaltung von Rechten (Urlaubsentgelt) usw."

 

Dr. Claudia Liehr-Molwitz aus dem Sprecherteam konkretisiert: „Wir fordern deshalb für Honorarkräfte wenigstens 60 Euro je Unterrichtseinheit und für Angestellte unbefristete Stellen mit Vergütung nach TVöD 12, langfristig 13. Gehalt und Honorar müssen entsprechend der Lohnentwicklung im öffentlichen Dienst dynamisiert und der Unterricht faktorisiert werden!“

 

Clarissa Haziri-Hagner fügt hinzu: „Träger müssen besser finanziert werden, damit sie in der Lage sind, ihre Lehrkräfte besser zu vergüten. Die Daueraufgabe Integration bedarf einer finanziellen wie wertachtenden Dauerstruktur!“ 

Medienberichte über die Protestaktion in Hannover

Der Deutschlandfunk berichtet  in seiner Sendung "Campus und Karriere" (ab Min. 7:30) ausführlich über die Protestaktion des Aktionsbündnisses DaF Hannover, die am Dienstag vor dem Niedersächsischen Landtag in Hannover stattfand. Auch h1, der lokale Sender aus Hannover, hat sich in seiner Nachrichtensendung "0511" (vom 16.09) mit der Aktion der hannoverschen Kolleg*innen befasst. In beiden Sendungen gelang es den interviewten Kolleginnen, die prekäre Lage in der DaFZ-Branche kurz und dennoch sehr überzeugend  zu skizzieren und einige Forderungen vorzustellen. In dem Bericht des Deutschlandfunks kommt auch Björn Thümler, der für die Erwachsenenbildung zuständige Minister für Wissenschaft und Kultur, zu Wort. An der Aktion vor dem Landtag beteiligten sich über 20 Kolleg*innen.

In der Presseeinladung der hannoverschen Gruppe des Aktionsbündnisses Hannover zur der Aktion stand u.a. geschrieben: "Entsprechend dem Motto „Unsere Taschen sind leer“ werden bei dieser Installation Lehrkräfte für Deutsch als Fremdsprache ihre im wahrsten Sinne des Wortes leeren Taschen vor dem Landtag präsentieren.

Kommende Woche findet im Bundeskanzleramt der Festakt „15 Jahre Integrationskurse“ statt. Doch leider haben die Lehrkräfte dieser Kurse nur wenig zu feiern. Die Corona-Krise hat ihre eh schon prekären Arbeitsbedingungen deutlich verschärft. Wer im Auftrag des Bundes Deutsch als Fremdsprache unterrichtet und damit das Fundament für eine gelungene Integration von Migrant*innen legt, wurde während des Lockdowns von der Politik im Stich gelassen. Die meisten Lehrkräfte hatten von heute auf morgen keine Einkünfte mehr und sind in Hartz 4 gerutscht. Das darf nicht sein, wenn man jahrelang im Auftrag des Bundes gesellschaftlich wertvolle Arbeitet geleistet hat.

Daher sieht das Aktionsbündnis DaF Hannover dringenden Handlungsbedarf vonseiten der Politik. Wir fordern eine Lebenshaltungskostenpauschale (wie es sie in anderen Bundesländern bereits gibt), damit auch DaF-Lehrkräfte von Soforthilfe profitieren, und endlich eine grundsätzliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen, um zukünftige Krisen überstehen zu können."

 (as)

Fotos:  

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GEW zum Festakt der Bundesregierung „15 Jahre Integrationskurse"

Die GEW fordert in ihrer Pressemitteilung zum heute im Bundeskanzleramt veranstalteten Festakt „15 Jahre Integrationskurse“ die Bundesregierung dazu auf, gerechte Arbeitsverhältnisse in den von ihr verantworteten Kursen der Integration zu schaffen. „Die Trägerinnen und Träger müssen in die Lage versetzt und verpflichtet werden, feste tariflich geregelte Arbeitsverhältnisse für ihre Lehrkräfte zu schaffen“, sagt Ansgar Klinger, Vorstandsmitglied für Berufliche Bildung und Weiterbildung beim GEW-Hauptvorstand.

"Wer in einem Festakt auf den Stand und die Zukunft des Integrationskurssystems blicken wolle, komme nicht daran vorbei, auf die skandalösen Beschäftigungsverhältnisse im öffentlichen Auftrag zu achten. Nach wie vor würden Honorarverträge unterhalb des Mindestlohnniveaus in der Weiterbildung anstelle einer Festanstellung in der Daueraufgabe Integrationskurs vergeben. Das bedeute kein Urlaubsgeld, keine Absicherung im Krankheitsfall und dass die Beiträge zur Sozialversicherung zu 100 Prozent alleine getragen werden müssten: „Für die Lehrkräfte in den Kursen ist Altersarmut heute schon programmiert“, so Klinger.

„Eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe – die Integration von Zugewanderten – wird von Menschen gestemmt, die ihre eigene Integration ins deutsche Sozialsystem als ungenügend erleben, ein Skandal in öffentlichem Auftrag!“, kritisiert der GEW-Weiterbildungsexperte. Jetzt sei die Zeit, eine der Qualifikation und Verantwortung der Lehrkräfte entsprechende tariflich gesicherte Beschäftigung herzustellen, die GEW sei zu entsprechenden Verhandlungen gesprächs- und vorschlagsbereit."

(as)

Doku über einen Integrationskurs

Im ZDF ist ein Dokumentarfilm über einen Integrationskurs in Berlin zu sehen. Die Doku "Werden Sie Deutscher" begleitet Erwachsene aus 15 verschiedenen Nationen 10 Monate lang bei einem Integrationskurs an einer Berliner VHS. Der Film entstand bereits 2011.

(as)

SAVE THE DATE: 07.11.2020 digitale Bundeskonferenz

Am  07.11.2020  gibt es die  sechste  Bundeskonferenz  des   Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte. Ihr  seid alle herzlich eingeladen! Coronabedingt findet sie als Videokonferenz (auf Zoom) statt. Ihr  seid alle herzlich eingeladen!

 

Genaue Informationen folgen bald. Anmeldungen bitte unter:

 

Claudia Liehr-Molwitz

DaZ-Hamburg@gmx.de