Aktuell


Schlussbericht des Berliner Senats über "Mehr soziale Sicherheit für Volkshochschul-Dozent*innen"

Am 4.6..2020 hat das Berliner Abgeordnetenhaus den Antrag  „Mehr soziale Sicherheit für Volkshochschuldozent*innen“ angenommen. Damit wurde der Senat aufgefordert, mit der für die Dozent*innen der Berliner Volkshochschulen zuständigen Gewerkschaft eine Rahmenvereinbarung zur tarifvertragsähnlichen sozialen Absicherung auf Landesebene abzuschließen. Hierbei geht es um die Absicherung der arbeitnehmerähnlichen Dozent*innen. Der Berliner Senat, also die Landesregierung, hat dem Abgeordnetenhaus am 27.10.2020 darüber Bericht erstattet. Diesen Bericht ist enttäuschend und unschlüssig. Um dagegen zu protestieren, werden die VHS-Dozent*innen aufgefordert, an einige Berliner Politiker*innen zu schreiben. Diese Aktion läuft gerade.

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Neues vom BAMF: Zusatzqualifizierung (BSK) und Lehrwerke

Das BAMF hat seine Liste der anerkannten Hochschulabschlüsse und Fortbildungen für eine Direktzulassung als Lehrkraft in Berufssprachkursen ohne standardmäßige Zusatzqualifizierung ZQ BSK aktualisiert.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte  hat sich beim BAMF und BMAS mehrfach und vehement für die Anerkennung von bereits gemachten Qualifizierungen und Fortbildungen eingesetzt.

 

Das BAMF hat auch seine Liste der zugelassenen Lehrwerke in Integrationskursen aktualisiert. Neu sind drei LMS-basierte Lehrwerke (Linie 1, Netzwerk, Netzwerk neu).

(as)

 

GEW veröffentlicht den Bericht „15 Jahre Integrationskurs: Prekäre Arbeitsbedingungen ..."

Anlässlich des fünfzehnjährigen Jubiläums der Integrationskurse  hat die GEW den Bericht „15 Jahre Integrationskurs: Prekäre Arbeitsbedingungen in Sprachkursen für Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund“ veröffentlicht.

 

Der Bericht, zu dem auch das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte einen Beitrag geleistet hat, befasst sich mit allen Aspekten der Kurse. Neben Politik und Trägern kommen vor allem die Lehrkräfte zu Wort und ermöglichen einen Einblick in das problematische, oft angstbesetzte Arbeitsklima. 

Der Bericht steht auf der Webseite der GEW zum Downloaden bereit. Bereits vor einigen Tagen hatte die GEW ihren Beschluss  "Beschäftigungsbedingungen  von DaF/DaZ-Lehrkräften in Integrationskursen" aktualisiert. 

(as)

Bericht aus der Vollversammlung der Berliner VHS-Dozent*innen

Dieses Jahr hat die Vollversammlung der Berliner VHS-Dozent*innen online stattgefunden. Das war am Samstag, den 07.11.2020, von 14 bis 17 Uhr. Die meisten Mitglieder der alten und neuen Vertretung - sowie André Pollmann (zuständiger ver.di-Bildungssekretär) und ein Kollege, der das Pay-Tool erstellte - waren in einem Raum bei ver.di, alle anderen Kolleg*innen waren online verbunden. Erfreulicherweise war die Teilnahme rege: zur besten Zeit (um circa 15:30 Uhr) waren 92 Kolleg*innen verbunden. Es gab keine nennenswerten technischen Pannen.

(lg)

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Lehrkräfte im Bereich Alphabetisierung/Grundbildung für eine Studie gesucht

Screenshot Webseite des DIE
Screenshot Webseite des DIE

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) sucht für eine Interventionsstudie im Projekt KANSAS aktuell Teilnehmer*innen aus der Region Mittel- und Niederrhein.

Was ist KANSAS?

KANSAS ist eine kompetenzadaptive, nutzerorientierte Suchmaschine für authentische Sprachlerntexte. Sie soll (angehende) Lehrkräfte bei der Recherche und Auswahl von Sprachlerntexten unterstützen und so die Unterrichtsvorbereitung einfacher machen. KANSAS wird im Rahmen der AlphaDekade durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 Worum geht es in der Studie?

In dieser Studie möchten wir herausfinden, wie gut KANSAS Lehrkräfte dabei unterstützen kann, passende und qualitative Sprachlerntexte zu finden und ob KANSAS somit hilfreich für die Unterrichtsvorbereitung ist. Dafür bitten wir Sie im Laufe der Studie, zwei Unterrichtsentwürfe zu erstellen, davon einen mithilfe von KANSAS.

 

Einige Eckdaten für die Teilnahme:

 

·         Zielgruppe: Lehrkräfte aus dem Bereich Erwachsenen-Alphabetisierung und Grundbildung und DaZ

·         Für die Teilnahme gibt es eine Aufwandsentschädigung von 35€ pro Stunde

·         Dauer: ca. 2-3 Stunden

·         Zeitraum: November bis Mitte Dezember 2020

 

Wo wird die Studie durchgeführt?

Die Studie wird in den Räumen des DIE stattfinden. Falls sich mehrere Lehrkräfte derselben Einrichtung zur Teilnahme entschließen, können wir die Studie auch geeigneten Räumlichkeiten vor Ort durchführen. Die technische Ausstattung wird in dem Fall von uns mitgebracht.

Die geltenden Corona-Sicherheitsbestimmungen werden durch ein Hygienekonzept umgesetzt:

-           Durchgängiges Tragen von Alltagsmasken durch Studienleitung und Teilnehmende

-           Desinfektion der verwendeten Laptops und Stifte vor und nach der Teilnahme

-           Hygieneabstand von mindestens 1,5 Metern

-           Belüftbarer Raum

-           Bei Durchführung im DIE: Bestimmungen zur Anmeldung von externen Besuchern (Auskunftsbogen, Abholen und Bringen an die Pforte)

 

Interesse?

Dann melden Sie sich unter dem Betreff „KANSAS“ per E-Mail bei Dr. Mareike Kholin: kholin@die-bonn.de

Schon den "Hamburger Appell" unterschrieben?

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte ruft alle Kolleg*innen dazu auf, den von der GEW Hamburg veröffentlichten "Hamburger Appell" zu unterzeichnen und unter Kolleg*innen, Freunden usw. zu verbreiten. Leitet bitte den Appell auch an Eure Träger weiter!

 

"Hamburger Appell" zur Lage in der Weiterbildung

 

Staatlich verantwortete Weiterbildung vor dem Abgrund - die Politik muss dringend handeln! 

                                                                    

Unser Ziel: Nachhaltige Verbesserung der Lage der Lehrenden und der Träger der staatlich verantworteten Weiterbildung, insbesondere der BAMF-finanzierten Sprach- und Integrationskurse für Geflüchtete

Aktuelle Situation: gesellschafts- und bildungs­politisch skandalöse Beschäftigungsbedingungen für die fast 20.000 Lehrenden in den Sprach- und Integrationskursen:

Bedingungen der Lehrenden:

Prekär Honorar-Beschäftigte erhalten 35 € pro Unterrichtsstunde (netto ca. 17 €), zahlen ihre gesamten Sozialversicherungsbeiträge selbst, haben kein Einkommen im Krankheitsfall, tragen das volle unternehmerisches Risiko – oder

Prekär Angestellte haben meist nur befristete Verträge, arbeiten häufig 40 oder mehr Unterrichtsstunden pro Woche bei Vollzeit, haben keine bezahlte Vor- und Nachbereitungszeit für den Unterricht, d.h. reale Arbeitszeiten von bis zu 60 Zeitstunden pro Woche, treiben Raubbau an ihrer Gesundheit / Bruttogehalt: oft nicht über 3000 €

Die aktuelle Corona-geprägte Situation hat die Lage sowohl der Lehrenden als auch der Weiterbildungs­betriebe noch einmal drastisch verschärft. Viele Betriebe haben ihre Rücklagen aufgezehrt. Viele  Lehrende sind überschuldet, in Existenznot geraten und müssen sich beruflich umorientieren.

Integration kann aber nur dann gut gelingen, wenn die Weiterbildungsträger in die Lage versetzt werden, menschenwürdige Arbeitsbedingungen anzubieten und in zukunftsfähige Ausstattung zu investieren. Die Pandemiepauschale ist hierfür viel zu niedrig und nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Wenn sich an der Finanzierung der Weiterbildung in den nächsten Monaten nichts ändert, wird ein erheblicher Teil der Träger die Pandemiezeit nicht überleben.

Die politischen Entscheidungsträger sind daher aufgefordert, massiv in eine bessere Finanzierung der Sprach- und Arbeitsintegrationskurse zu investieren. Hierzu gehören auch eine deutliche Verbesserung der Bezüge der Lehrenden und eine verbindliche Obergrenze der wöchentlich zu leistenden Unterrichtsstunden als Voraussetzung für gute Qualität von Weiterbildung.

 

Wir fordern deshalb von der großen Koalition auf Bundesebene noch für diese Legislatur:

Eine gesetzliche Verbesserung der Bedingungen in der staatlich verantworteten Weiterbildung mit:

1. Bundestariftreuegesetz (nur noch Träger mit Tarifverträgen bekommen Mittel aus der öffentlichen Hand)

- Eingruppierung entsprechend TVöD /Wettbewerb der Träger erfolgt über Qualität, nicht über den Preis

2. Deutlich längerfristige Finanzierungsstrukturen für die Träger

- unbefristete Festanstellungen der Lehrenden für Regelaufgaben

3. max. 25 UE (Unterrichtseinheiten zu 45 min) pro Woche bei Vollzeitstelle

4. 64 € Honorar pro UE bei allen bundesweiten Berufssprach- und Integrationskurse; 39,44 € Honorar für alle übrigen Weiterbildungsangebote

5. Träger werden befähigt, Weiterbildung der Lehrenden und kollegialen Austausch zu finanzieren

6. Innovations-Anschubfinanzierung für nachhaltige digitale Ergänzung der Lehre 

7. Durchführung einer Integrationskonferenz Weiterbildung mit den zuständigen Ministerien, der Wissenschaft, Vertretern der Träger, der Verbände und der Beschäftigten. Ziel: Zukunftspakt Weiterbildung 2020-25

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VHS Leipzig: "Wem sollen wir auf der Tasche liegen?"

Screenshot, Facebookseite Lehrkräfte gegen Prekarität
Screenshot, Facebookseite Lehrkräfte gegen Prekarität

Am Dienstag, den 17. November, fand in Leipzig am Rathaus eine Aktion von freiberuflichen Dozent*innen der VHS Leipzig statt.

Ziel der Aktion war es, auf die Anfang November erfolgte Schließung der VHS aufmerksam zu machen und Ausfallhonorare zu fordern. Deshalb belagerten mehrere Kolleg*innen die Rathaustreppe. Sie zeigten verschiedene Schilder und Transparente. Die Frage: "Wem sollen wir auf der Tasche liegen?" wurde mit der Forderung "Was uns zusteht, Ausfallhonorare!"  beantwortet.

Die zuständige Bürgermeisterin (Dezernat Kultur), Dr. Skadi Jennicke, hat die Protestierenden an der Rathauspforte besucht und ein Schreiben der Kolleg*innen persönlich entgegengenommen. 

Die Pressemitteilung und mehr Fotos zur Aktion befinden sich auf der ver.di-Webseite 

Der MDR hat in seinem "Sachsenspiegel" (ab Min. 18:30) kurz über die Aktion berichtet.

(as)

 

GEW fordert 64 € bzw. E 13 für Lehrkräfte in Integrationskursen

Die GEW hat ihren Beschluss "Beschäftigungsbedingungen von DaF/DaZ-Lehrkräften in Integrationskursen" (Beschluss des Geschäftsführenden Vorstands vom 07.12.2017) vor einigen Tagen an den TVöD-Abschluss vom Oktober 2020 angepasst und aktualisiert. Die GEW fordert jetzt 64 € Mindesthonorar in den Integrationskursen.

"DaF/DaZ-Lehrkräfte in allen Integrationskursen müssen grundsätzlich fest angestellt und tariflich - orientiert an der Entgeltgruppe 11 des Tarifvertrags des öffentlichen Dienstes entsprechend der Eingruppierung von Sprachlehrkräften im TVöD Bund u.a. mit einer 39- Stunden-Woche, 30 Tagen Urlaub - entlohnt werden. Die Anzahl der Unterrichtseinheiten (UE; 45 Minuten) pro Woche beträgt 25 bei einer Vollzeitstelle.

Solange eine Festanstellung nicht erreicht wird, müssen DaF/DaZ-Lehrkräfte entsprechende Stundensätze erhalten. Das Honorar für eine UE im Integrationskurs beträgt mindestens 64 Euro.(...)  

Langfristig fordert die GEW, dass die Qualifikationsanforderungen für Lehrkräfte in Sprach- und Integrationskursen eine professionsbildende Ausbildung begründen, die auf einem wissenschaftlichen Hochschulabschluss beruht und eine Eingruppierung nach E 13 ermöglichen. (...)"

(as)

Protest der österreichischen DaFZ-Lehrkräfte

Der Blog "Mosaik" berichtet in seinem Beitrag "SIE PUTZEN SICH AB!“ – WARUM DEUTSCH-TRAINER*INNEN VOR DEM AMS PROTESTIEREN" ausführlich über eine Protestaktion der DaFZ-Lehrkräfte in Wien.

Der Protest wurde von der Basisinitiative „Deutschlehrende in der Erwachsenenbildung“ (DiE) organisiert. "Die Protestierenden wollen aufzeigen, dass die vom AMS beauftragten Präsenzkurse eine Gefahr für Lehrende und Lernende bedeuten. Und dass zu wenig unternommen wird, um diese Gefahr abzuwenden. (...) Die Basisinitative fordert daher eine sofortige Einstellung aller AMS-Maßnahmen bis Ende des Jahres. Die Kursteilnehmer*innen sollen weiterhin ihre vollen Leistungen beziehen."

DiE haben bereits vor einigen Tagen einen Offenen Brief, "Notbremse jetzt", veröffentlicht. Dort heißt es u.a.: "Um unsere und die Gesundheit der Teilnehmer*innen nicht weiter zu gefährden und die gesamtgesellschaftliche Anstrengung zur Eindämmung von COVID 19 nicht zur Farce werden zu lassen, fordern wir die sofortige Einstellung der

Kursmaßnahmen. (...) Wir sind nicht länger bereit, uns selbst und tausende andere jeden Tag zu gefährden."

(as)

 

Soloselbstständige erhalten Hilfe für Lebenshaltungskosten

Laut der Tagesschau haben sich das Bundeswirtschaftsministerium und das Bundesfinanzministerium auf die sogenannte „Neustarthilfe für Soloselbständige", eine Art Lebenshaltungskostenpauschale, geeinigt.

Es soll einen einmaligen Zuschuss von bis zu 5000 Euro für diesen Dezember und die ersten sechs Monate 2021 geben. ."Offiziell bekommen sie einen Zuschuss zu den Betriebskosten, davon sollen die Solo-Selbstständigen aber auch die Lebenshaltungskosten bestreiten dürfen. Die Summe soll als Einmalzahlung überwiesen werden. Das entspricht bei einem Jahresumsatz von 35.000 Euro ungefähr 714 Euro pro Monat. Dieser Betrag soll sich nicht auf die Ansprüche aus der Grundsicherung auswirken, sondern zusätzlich ausgezahlt werden." Man bekommt 25 Prozent des vergleichbaren Umsatzes aus dem Jahr 2019, wenn der Umsatz wegen der Corona-Pandemie um mehr als die Hälfte zurückgegangen ist. Der Zuschuss zählt wie eine Einnahme, so dass man Steuern und Abgaben darauf zahlen muss.  

Praktische Rechenbespiele befinden sich in einem Artikel des VGSD, der sich (wie auch das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte) in den letzten Monaten sehr intensiv für einen Unternehmerlohn einsetzte. Der VGSD nennt die neue Hilfe "ein Unternehmerlöhnchen" und weist darauf hin, dass es bei einigen Selbstständigen unter Umständen zu Problemen führen könnte: "Ein schlechter Tausch könnte die neue Hilfe für diejenigen sein, die in Baden-Württemberg, NRW oder Thüringen leben und bisher bis zu 1.200 Euro Unternehmerlohn und ggf. zusätzlich einen Zuschuss zu den Betriebskosten. Diese Hilfen werden wohl nicht in dieser Höhe fortbestehen, sondern gekürzt werden oder ganz wegfallen."

Laut des VGSD können die Anträge im Rahmen der Überbrückungshilfe III gestellt werden, die formal am 01.01.2021 beginnt. "Anträge können „einige Wochen nach Programmstart im neuen Jahr“ gestellt werden, also vermutlich Ende Januar oder Anfang Februar. Weitere Details zur Antragstellung sollen in den nächsten Wochen feststehen."

 

(as)

Antrag an den Hamburger Senat bezüglich prekärer Arbeit im DaFZ-Bereich

Bild: Thomas Ulrich, Pixabay
Bild: Thomas Ulrich, Pixabay

"Damit die Integration gelingt - Prekäre Beschäftigung im Bereich der Weiterbildung vor allem bei den DaZ-/DaF-Lehrkräften reduzieren." 

Nachdem die Hamburger CDU-Fraktion bereits im Februar und Juni zwei  Anfragen zum Thema "Prekäre Arbeitssituation der DaZ-Lehrkräfte" an den Senat gestellt hat, hat die Hamburger CDU dazu im Oktober einen Antrag an den Senat gestellt. Die Abgeordneten Andreas Grutzeck, Birgit Stöver, David Erkalp, Stephan Gamm, Silke Seif führen darin aus, dass durch die Corona-Pandemie "arbeitslos oder noch arbeitslos werdende Arbeitnehmer die Branche wechseln und über Weiterbildungsmaßnahmen auf neue Chancen am Arbeitsmarkt vorbereitet werden müssen".   Besonders Migrant*innen aus Afghanistan, der Türkei, aus Syrien und Polen seien von Arbeitslosigkeit aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse betroffen. Sie betonen in diesem Zusammenhang, dass jedoch auch die Weiterbildungsbranche unter dem Lockdown gelitten habe : "Vor allem die Lehrkräfte, die meist auf Honorarbasis tätig sind, mussten trotz ihres Wissens plötzlich als beschäftigungslose Solo-Selbstständige Hartz IV beantragen." Im Antrag werden dann die prekären Arbeitsbedingungen der DaZ-Lehrkräfte genannt und es werden die Worte  ""wie im 19. Jahrhundert"" zitiert.  Die Hamburger CDU-Fraktion beruft sich auf den Koalitionsvertrag, in dem der rot-grüne Senat zugesagt hat: "Zugang zu Integrationskursen auszuweiten, die Lernbedingungen zu verbessern und für bessere Arbeitsbedingungen bei den Lehrkräften zu sorgen".

"Die Hamburger CDU-Fraktion fordert den Senat auf:

1. sich für bessere Arbeitsbedingungen bei den Lehrkräften im Bereich der Weiterbildung einzusetzen;

2. diese auf Bundesebene, wie im Koalitionsvertrag von Rot-Grün zugesagt, noch in diesem Jahr vor allem für die DaZ-/DaF-Lehrkräfte umzusetzen;

3. sich auf Bundesebene zudem für inhaltlich überarbeitete und längere Integrationskurse mit einem breiten Themenangebot und unter Einsatz von gut ausgebildetem Personal einzusetzen. Vor allem das Themenfeld „Auseinandersetzung mit den Werten des Grundgesetzes“ sollte in den Kursplänen ein stärkeres Gewicht bekommen, wie von der Regierungskommission „Mehr Sicherheit für Nordrhein-Westfalen“ unter Leitung von Wolfgang Bosbach empfohlen;

4. sich dafür einzusetzen, dass Weiterbildungsträger wie die allgemeinbildenden Schulen mit digitalen Lehrmitteln ausgestattet werden;

5. der Bürgerschaft bis zum 31. Dezember 2020 Bericht zu erstatten."

(clm)

Kritik an Unterrichtsmodellen des BAMF

Der General-Anzeiger hat gestern in Zusammenhang mit dem Integrationsgipfel den Brief eines DaF/DaZ-Lehrers unter dem Titel "Ohne gute Deutschkurse keine Integration" veröffentlicht. Der Autor, Stephan Pabel, ist Gründer des Bonner Offenen Kreises (BOK). Die Bonner Kolleg*innen gehören dem Bündnis DaF/DaF-Lehrkräfte an. Stephans Brief liegt auch dem Bündnis vor:

 

„Deutsche Sprachkenntnisse sind der Schlüssel zur Integration“
Diese Erkenntnis hört man von allen politischen Verantwortlichen auch jetzt wieder. Recht haben sie!  Dass die Zuwanderer es wegen Corona derzeit besonders schwer haben, Deutsch zu lernen, mag für die Monate Mitte März bis Ende Juni 2020 gestimmt haben. Seitdem der Deutschunterricht Anfang Juli 2020 aber wieder bei VHS und vielen privaten Sprachschulträgern unter Hygienevorschriften stattfindet kann, trägt nicht das Virus die Schuld an schlechten Lernbedingungen, sondern das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge).

 

Die jetzt geteilten Kurse mit je nach Raumgröße mit 10 bis 12 TN (Teilnehmer*innen) hätten gerade jetzt in der Corona-Zeit in diesen vergleichsweise kleinen Gruppen die Chance, besonders intensiv und effektiv Deutsch zu lernen und gute Prüfungen abzulegen. Doch das Gegenteil ist der Fall, denn das BAMF will das Geld für die dafür erforderlichen Lehrkräfte sparen und daher gilt für das BAMF auch ein geteilter Kurs als nur ein Kurs, den nur eine Lehrkraft unterrichten darf und die es mit dem Träger abrechnet. Nur diese eine Lehrkraft darf nämlich zur selben Unterrichtszeit den genau selben Stoff gleichzeitig in zwei Räumen „unterrichten“. Das bedeutet, dass nur die Hälfte des Stoffs in der bis zur Prüfung vorgegebenen Zeit vermittelt werden kann. Das bedeutet außerdem, dass auch für diese Hälfte die Unterrichtsqualität erheblich darunter leidet, da abwechselnd in einem Raum ohne qualifizierte Fachaufsicht die TN in 45min Schreibaufgaben erledigen sollen, während im anderen Raum die Lehrkraft zur selben Zeit die selben Schreibaufgaben grammatisch aufbereiten und vorbereitend erklären soll.

 

Die niedrige Anzahl der bestanden Prüfungen bei normalerweise bis zu 25 TN war schon immer für die TN und Lehrkräfte in diesen in vielerlei Hinsicht sehr heterogenen Deutschkursen sehr unbefriedigend, weil nicht zielführend. Unter den jetzigen BAMF-Bestimmungen können sie nur deutlich schlechter sein. Anders als gern behauptet und gar noch gefeiert wird, sind 15 Jahre Integrationskurse keine Erfolgsgeschichte. Man stelle sich vor, dass in öffentlichen Schulen bis zu 40% der Lernenden den Haupt- oder Realschulabschluss, das Abitur nicht bestehen. Von Erfolg würde da zurecht sicher niemand sprechen.

 

Virtuelle Online-Deutschkurse scheitern in aller Regel an mangelnder technischer digitaler Infrastruktur in den meisten Schulen und auch bei vielen Lehrkräften und berücksichtigen in keiner Weise die Wohnverhältnisse, bzw. Lernvoraussetzungen der TN, die sich ihre oft sehr beengten m mit vielen anwesenden Familienmitgliedern um sie herum teilen müssen und sich dort nicht in erforderlicher Dauer auf den virtuellen Unterricht konzentrieren können – mal angenommen, sie hätten die technische Ausstattung, daran überhaupt teilnehmen zu können. Deutschkurse als Schlüssel für Integration kosten Geld, wenn sie denn effektiv sein sollen. Solange seit Jahren und bis heute die erforderliche Finanzierung und vernünftige lernzielorientierte Konzepte vom BAMF verweigert werden, wird die deutsche Wirtschaft auf die dringend notwendige Besetzung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen mit Zuwanderern mit ausreichenden Deutschkenntnissen noch lange warten müssen.

 

(sp)

Was bedeutet der neue Lockdown für uns?

Die GEW Bayern informiert in Zusammenhang mit dem neuen Lockdown bzw. Fast-Lockdown über verschiedene Hilfsmöglichkeiten, die die vom Verdienstausfall betroffenen Lehrkräfte in Anspruch nehmen können, falls auch die Einrichtungen der Erwachsenenbildung geschlossen werden, was zurzeit bzw. ab dem 2. November allerdings nicht geplant ist. Auf der Webseite und in Infoblättern befasst sich die GEW ausführlich mit den neuen Regelungen für ALG II, mit SodEG, mit dem bayerischen Rettungsschirm usw.

Sehr interessant für die Honorarlehrkräfte ist auch der Artikel "Regierung will Firmen Umsatzausfälle ersetzen" aus der Süddeutschen Zeitung. "Geplant ist, kleineren Unternehmen 75 Prozent der Umsatzeinbußen zu ersetzen. Größere sollen 70 Prozent bekommen. Berechnungsbasis dafür sind die Umsätze von November 2019." Geplant sei zudem, von Januar 2021 an ein Überbrückungsgeld III einzurichten. Wie das genau aussehen solle, ob es etwa einen Unternehmerlohn für Soloselbständige geben könnte, sei offen.

(as)

 

Neues zur Lebenshaltungskostenpauschale bzw. zum Unternehmerlohn

Der VGSD (Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland) berichtet ausführlich in einem Beitrag über die neueste Entwicklung in Sachen Lebenshaltungskostenpauschale, die jetzt oft Unternehmerlohn genannt wird. Laut des VGSD, dessen Vorsitzender, Andreas Lutz, persönlich an den Verhandlungen mit Bundesminister Altmaier beteiligt war, neigt das Wirtschaftsministerium immer mehr zur Einführung eines Unternehmerlohns.

In seiner Pressekonferenz sagte Peter Altmaier: "Es geht auch um die Frage, wie man den Soloselbstständigen und Unternehmern, die ja ihre Mitarbeiter zwar in Kurzarbeit schicken können, aber selbst nicht von diesen Regelungen erfasst werden , wie man ihnen besser als bisher helfen kann, das ist das Stichwort Unternehmerlohn. Da müssen wir in der Koalition eine Einigung finden. Daran arbeiten wir und es hat dazu eine sehr offene, aber auch sehr konstruktive Aussprache heute gegeben.“

Auch Cicero schreibt in seinem Beitrag "Kurzarbeitergeld für Selbstständige", dass die Regierung einen Unternehmerlohn plane.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat bereits im Frühjahr Bundesminister Scholz und Altmaier angeschrieben und eine Lebenshaltungskostenpauschale für Selbstständige gefordert. Die hannoversche Gruppe des Bündnisses hat Mitte Oktober für diese vor dem Landtag in Hannover demonstriert. Bis jetzt gibt es eine solche Pauschale nur in Baden-Württemberg (1180 €), Nordrhein-Westfalen und Thüringen. In Bayern nur für Künstler.

(as)

Hat mein Träger SodEG für mich beantragt?

Hat der Träger SodEG auch für Lehrkräfte beantragt? Das kann man jetzt herausbekommen, und zwar über eine Datenschutzanfrage, ob unsere Daten als Lehrkraft zwischen März 2019 und März 2020 im Antrag genannt wurden. Man erfährt damit nur ob dies der Fall war, NICHT ob und wieviel Geld man bekommen muss. Die GEW Bayern bietet dazu eine Aktion an, bundesweit und auch für Nicht-Mitglieder, aber nur bis 3.11.2020. Details lassen sich dem Infoblatt der GEW entnehmen, das sich auch hier unten befindet.

(ed)

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VHS Lüneburg: Zweiter Warnstreiktag

Screenshot Facebook-Seite, ver.di Niedersachsen-Bremen
Screenshot Facebook-Seite, ver.di Niedersachsen-Bremen

Die Landeszeitung berichtete in ihrem Beitrag "Wir müssen nochmal Druck machen" (und in einem kurzem Film) über den zweiten Warnstreiktag des öffentlichen Dienstes am 21.10 in Lüneburg. Die festangestellten VHS-Lehrkräfte haben sich erneut an der von ver.di organisierten Protestaktion beteiligt.  Auch diesmal haben sich wieder freiberufliche VHS-Lehrkräfte solidarisiert.

In dem Artikel der Landeszeitung wird ausführlich auf die VHS eingegangen. Die VHS-Mitarbeiter*innen würden derzeit nicht nach Tarif bezahlt, möchten aber dies erreichen. Laut Angela Schulz aus dem Integrationsbereich der VHS Lüneburg sind 80 % der Mitarbeiter gewerkschaftlich organisiert. "Vor 14 Jahren war die VHS an die Tarife des öffentlichen Dienstes angelehnt, das wurde dann nach und nach stillschweigend unter den Teppich gekehrt. Das führte dazu, das es bei uns immens unterschiedliche Arbeitsverträge und -bedingungen gibt. Das muss endlich ein Ende haben." Schließlich sei die VHS neben Schule, Ausbildung und Studium die vierte Säule der Bildung. "Wir sind wichtig für das gesellschaftliche Leben und wollen auch so behandelt werden." 

Laut Schulz haben die Gesellschafter der VHS, Landkreis und Stadt, am Montag einen ersten Schritt gemacht, indem sie Vorgespräche darüber angeboten haben, ob Tarifverträge an der VHS überhaupt sinnvoll sind. Das Gespräch würde aber erst Ende Januar stattfinden, und die Geschäftsführung der VHS habe das Angebot nicht unterschrieben. Schulz sagte: "Wir wollen alle an einen Tisch und bestimmt kein Vorgespräch über mögliche Verhandlungen. Wir wollen Verhandlungen und das noch in diesem Jahr." Notfalls seien noch einige Streiktage in diesem Jahr übrig. Zum Bericht über der ersten Streiktag

(as)

Leipziger Lehrkräfte beteiligen sich am Warnstreik des ÖD

Bericht unserer Leipziger Kolleg*innen:

"Die Leipziger Initiative Lehrkräfte gegen Prekarität hat sich am gestrigen Freitag, dem 16. Oktober, mit einem Redeauftritt und ihrem Transparent an einer Kundgebung der Gewerkschaft ver.di im Rahmen eines ganztägigen Warnstreiks des öffentlichen Dienstes beteiligt.

Uns war dieser Auftritt sehr wichtig, weil wir klarmachen wollten, dass der öffentliche Dienst (ÖD) mehr Mitarbeiter hat als die Beschäftigten, für die im Augenblick bundesweit Tarifverhandlungen laufen. Gleichzeitig prägen Vorurteile über den ÖD die Wahrnehmung der Kolleginnen und Kollegen: Dass sie wunderbar abgesichert seien und für wenig Arbeit viel Geld kassieren würden. Tatsächlich trifft diese Wahrnehmung höchstens noch auf die die obersten Ränge der Leitungsebenen im ÖD zu, während überall dort, wo täglich viel Arbeit erledigt werden muss, eine jahrzehntelange Sparpolitik zu Personalnot und Arbeitsverdichtung geführt hat. Exemplarisch kann man das bei der Größe der Kindergruppen in den Kitas oder bei dem Mangel an Pfleger*innen in den Krankenhäusern sehen. Uns ist es gelungen, zu verdeutlichen, dass es dieselbe Sparpolitik ist, die hier greift und der auch wir unsere äußerst prekären Arbeitsbedingungen und unser niedriges Einkommen zu verdanken haben. 

Für uns zeigt die Erfahrung, dass es lohnt, innerhalb der Gewerkschaften aktiv zu sein und ihre Strukturen zu nutzen. Wir sind auf die verantwortlichen Organisatoren des Streiks zugegangen und haben von uns aus angeboten, vor den Kolleg*innen aufzutreten, ihnen unsere Unterstützung zu erklären und auf unsere Situation hinzuweisen. Damit haben wir erreicht, dass Kämpfe, die normalerweise von der Öffentlichkeit als nebeneinander stattfinden und unverbunden wahrgenommen werden, als Angelegenheiten einer Gewerkschaft und eines öffentlichen Dienstes erscheinen. Auch die Presse hat in diesem Sinn berichtet und unserem Auftritt auf der Kundgebung gebührend Platz eingeräumt.

Wir möchten alle anderen Initiativen von Lehrkräften ausdrücklich ermuntern, unserem Beispiel zu folgen und mit zusammen mit ver.di oder der GEW aktiv die Kolleginnen und Kollegen des ÖD zu unterstützen."

 

Über den Streik berichtete auch die Leipziger Volkszeitung. In ihrem Beitrag wird auch auf die Rede unseres DaFZ-Kollegen eingegangen: "Einen von vielen anderen wunden Punkten berührt eine gute Stunde später Karl Kirsch vor dem Treffpunkt am Völkerschlachtdenkmal. Der an der Volkshochschule Arbeitende gehört zur Initiative „Lehrkräfte gegen Prekarität“, die als Freiberufler weder einen Tarifvertrag noch – überwiegend – Zugang zur Arbeitslosenversicherung haben und deren Lohn nicht über 1500 Euro netto liegt. „Dass wir outgesourced wurden, ist das Ergebnis der Einspar-Ideologie“, konstatiert er und appelliert eindringlich an die Warnstreikenden: „Von eurem Kampf hängt es ab, wie künftig die Arbeitsbedingungen aussehen.“ Er erntet Applaus und Trillerpfeifenpfiffe."

Wir veröffentlich hier unten Karls Rede, auch damit sie anderen Gruppen als Vorlage dienen kann.

(kk/as)

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Streik an der VHS Lüneburg

Die VHS Lüneburg wurde am 15. Oktober bestreikt. Auch die angestellten Deutschlehrkräfte haben sich beteiligt. Die freiberuflichen Kolleginnen und Kollegen haben sich solidarisch erklärt. Zu der von ver.di organisierten Protestaktion gibt es einen kurzen  Film. Ab Minute 12 ist auch eine festangestellte DaFZ-Kollegin zu hören. Sie hat u.a. auf die große Diskrepanz zwischen den VHS-Lehrkräften und den Lehrer*innen im Schuldienst bezüglich des Stundenpensums und des Einkommens hingewiesen.

Die VHS wurde bestreikt, weil die Geschäftsführung der VHS REGION Lüneburg (BuK)  Tarifverhandlungen, zu denen sie bereits im Sommer 2020 von der Gewerkschaft ver.di aufgefordert worden war, ablehnt.

Die Forderungen der ver.di lassen sich ihrem unten befindlichen Flyer entnehmen.  "Wir fordern Abschluss eines Tarifvertrages, der mindestens dem Entgeltniveau des Tarifvertrages des öffentlichen Dienstes der Kommunen (TVöD-VKA) entspricht und  Angleichung der allgemeinen Arbeitsbedingungen an die des öffentlichen Dienstes der Kommunen (tarifvertragliche Anwendung der manteltarifvertraglichen Regelungen des TVöD-VKA in der jeweils gültigen, diesen ändernden und ergänzenden Fassungen) mit folgenden Kernpunkten: Jahressonderzahlung, Zuschläge, Urlaubsregelungen, Betriebliche Altersvorsorge."

(as)

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Aktionswoche der Leipziger Kolleg*innen

Die Kolleg*innen der Leipziger Gruppe "Lehrkräfte gegen Prekarität" berichten auf ihrer Facebook-Seite über ihre Aktionswoche: 

"Wir sind von Schule zu Schule, von Integrationskursträger zu Integrationskursträger gegangen und haben dort mit Kollegen und Kolleginnen gesprochen. (...)

Für die Woche ab dem 5. Oktober, der Anlass gebende internationale Tag des Lehrers und der Lehrerin, hatten wir uns vier Schulen vorgenommen, Inlingua, Zuhause, Berlitz und die Volkshochschule. (...)

Die ersten Erfahrungen mit der Aktionsform waren gut. Und waren nicht so gut. Letzteres, weil uns schnell deutlich geworden ist, wie mühselig es ist, tatsächlich an die Kolleginnen und Kollegen heranzukommen. Geduld und Spucke ist gefragt. Man wartet lange vor Türen oder Aufzügen, fragt alle Herauskommenden oder Hineingehenden, ob sie Lehrkräfte seien … Es liegt auf der Hand, dass es mit einem Einsatz nicht getan sein wird. Das ist ein Dauerprojekt. Und schon am Mittwoch, beim zweiten Einsatz, sind wir, Privateigentum!, Privateigentum!, vom Gelände des Trägers auf die Straße verwiesen worden.

Ausgesprochen positiv waren die Reaktionen bei all denen, mit denen wir ins Gespräch gekommen sind. Der Eindruck ist, es tut den Kolleginnen und Kollegen sichtlich gut, dass wir als Kollegen und Gewerkschafter*innen zu ihnen gekommen sind, um nachzufragen, wie es ihnen geht, um Unterstützung und Perspektiven anzubieten. Das ermutigt uns sehr, weiter zu machen. Wir brauchen dazu allerdings viel Hilfe von Leuten, die mitmachen, und freuen uns über alle, die uns dabei unterstützen möchten."

(as) 

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Neuigkeiten aus der VHS–Flensburg

In der zweiten Augusthälfte sind die Integrationskurse auch an der VHS-Flensburg wieder angelaufen. 

Die Dozentin*innen fühlten sich durch die Leitung unter Druck gesetzt, indem gefordert wurde, nach dem Modell 5 zu unterrichten, d.h. mit nur einer Lehrkraft und die Teilnehmenden auf zwei Unterrichtsräume verteilt. Tatsächlich wurden einige wenige Module, die im März unterbrochen wurden, so zu Ende gebracht. Bei anderen Modulen blieben viele Teilnehmende weg, so dass letztendlich nach Modul 1 (mit einer Lehrkraft und einem Raum) unterrichtet wird.

 

Selbst Integrationskurse auf Niveau A1.1 hätten nach Modul 5 beginnen sollen, wogegen sich die Dozent*innen wehrten. Auch hier hat die geringe Zahl der Teilnehmenden dazu geführt, dass nun in einem Raum unterrichtet werden kann. 

 

Insgesamt empfanden die Kursleitenden der VHS–Flensburg die Situation, die Kurse nach Modell 5 wieder aufzunehmen, ohne dass ihre berechtigten Bedenken berücksichtigt wurden, als sehr unbefriedigend. Auch die Frage, was das für folgende Module bedeuten würde, blieb unbeantwortet. 

 

Für den Moment erübrigt sich deren gestellte Forderung (kein Modul 5) durch die geringen Zahlen der Teilnehmenden. Inzwischen laufen, wenn auch zögerlich, wieder die Einstufungstests.     
(lg)