Aktuell


Umfrage zu Integrationskursen aus der Sicht der Lehrkräfte

Ein DaFZ-Lehrer und Doktorand (Uni Hannover) bittet um Unterstützung bei seiner Umfrage "Die Sache mit den Integrationskursen aus Sicht der Lehrenden".

 

Die Daten werden für die Verfassung eines Artikels zum Thema "Integrationskurse aus Sicht der Lehrenden" benötigt. Das Ergebnis wird dem Bündnis zur Verfügung gestellt und auch hier veröffentlicht.

 

Der Fragebogen gliedert sich in drei Bereiche: allgemeine Angaben, Fragen zu Praxiserfahrungen und Fragen zur Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren im Integrationsprozess. Der anonyme Fragebogen kann in wenigen Minuten ausgefüllt werden.

(as)

DVV wählt neuen Vorstand und beschließt die Weimarer Erklärung

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) wählte Annegret Kramp-Karrenbauer erneut zu seiner Präsidentin. In diesem Ehrenamt betrachtet sie sich "vor allem als Türöffnerin, um die Volkshochschulen ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.“

Die am 8. Mai in Weimar stattgefundene Mitgliederversammlung der 16 vhs-Landesverbände wählte Martin Rabanus (medienpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion) zum neuen DVV-Vorsitzenden.

Sein Vorgänger, Dr. Ernst Dieter Rossmann (Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung), musste das Amt des DVV-Vorsitzenden nach drei Amtsperioden satzungsgemäß abgeben. Rossmann wurde einstimmig zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

Als stellvertretende Vorsitzende wurden Susanne Deß (Mannheimer Abendakademie) und Winfried Ellwanger (VHS im Landkreis Cham) bestätigt. Heike Richter, Leiterin der Leipziger VHS, bleibt im Vorstand als Beisitzerin. Neuer Beisitzer ist Winfried Krüger (VHS Ammerland). Klaus Hebborn, Beigeordneter für Bildung, Kultur, Sport und Gleichstellung beim Deutschen Städtetag, vertritt weiterhin die kommunalen Spitzenverbände im DVV-Vorstand.

Der DVV verabschiedete auf seiner Versammlung auch "Die Weimarer Erklärung, zusammeleben. zusammehalten." In der Resolution wird u.a. folgendes erklärt und gefordert:

(as)

mehr lesen

Stuttgart: Gespräch des Bündnisses im Ministerium

Am 30.04.2019 führten Vertreterinnen des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte ein Gespräch im Ministerium für Soziales und Integration mit Herrn MR Lottermann und Frau MR´in Hesse-Dahlheimer. In der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart leiten sie das Referat „Integration durch Sprache und Teilhabe“.

Landesminister für Soziales und Integration ist Manne Lucha, der sein Amt seit 3 Jahren bekleidet und dessen Ministerium gemeinsam mit dem Landesbeirat für Integration als Jury diesjährig erstmals einen Integrationspreis des Landes vergeben wird. Dabei werden Initiativen, Kommunen, Projekte und Aktivitäten ausgezeichnet, die sich um Integration und das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte im Lande verdient gemacht haben.

Das Bündnis schilderte im Rahmen der Daueraufgabe Integration, für die es der Dauerstellen bedarf, die Arbeitsbedingungen einer DaFDaZ-Lehrkraft.Damit wurde eine neue, bisher unbekannte Sicht auf das Lehren in der Erwachsenenbildung deutlich und schuf eine Sensibilisierung für unsere Arbeitsbedingungen. Beide Seiten waren sich einig, dass der Bereich Erwachsenenbildung gestärkt werden und die Arbeit der Lehrkräfte mehr Anerkennung erfahren muss. Das Gespräch fand in freundlicher und sachlicher Atmosphäre statt.

(lge/chh)

DaF/DaZ und VHS-Dozent*innen im ARD-Mittagsmagazin

Das ARD-Mittagsmagazin befasst sich in seinem Beitrag  "Bildung zum Schnäppchenpreis" nicht nur mit dem 100-Jahre-Jubiläum der VHS, sondern auch mit der prekären Lage der VHS-Dozent*innen. 

Im ersten Teil kommt Ulrike Pfeifer, eine Leipziger DaFZ-Kollegin und Mitglied des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte zu Wort. Sie weist auf das sehr niedrige Einkommen der Lehrkräfte hin, von dem sich kaum leben lasse. Um dies zu kompensieren seien viel Kolleg*innen gezwungen, 40 und mehr Unterrichtsstunden zu geben, was aber gesundheitlich nicht lange gut gehen könne. Die Kollegin betonte auch, dass die meisten Kolleg*innen im Ruhestand auf die Grundsicherung angewiesen sein würden. "Wir helfen bei der Integration, sind aber selbst sozial nicht integriert, Das ist bitter." fasst die Kollegin zusammen.

Im zweiten Teil wird Annegret Kramp-Karrenbauer, die CDU-Chefin und Präsientin des DVV (Deutscher Volkshochschulverband), interviewt. Auf die mehrfach wiederholte Frage, warum denn hochqualifiziere Lehrkräfte so schlecht ("nicht weit von Hartz IV") bezahlt würden, räumt sie ein, dass die Lage der Lehrkräfte unbefriedigend sei. Es werde daran gearbeitet, ihre Situation und generell die finanzielle Ausstattung der VHS zu verbessern, dies sei aber eine Gemeinschaftsaufgabe (Bund, Länder, Kommunen) und sei nicht von heute auf morgen zu lösen. 

(as)

Was in Sprachkursen für Flüchtlinge schiefläuft.

Die FAZ befasst sich erneut mit den nicht guten Bestehensquoten in den Integrationskursen. In dem Artikel "In Sprachkursen für Flüchtlinge läuft einiges schief" geht es um Ursachen. Diesmal kommen  Sprachlehrer*innen zu Wort.

Einige meinen,  viele Flüchtlinge  würden in die falschen Kurse eingeordnet und seien überfordert. Die Einstufung sei noch wichtiger geworden, weil die Zahl der Analphabeten in den Integrationskursen des Bamf mit dem großen Flüchtlingszustrom seit dem Jahr 2015 deutlich gestiegen sei.

Laut einer Kollegin aus München ist es sehr problematisch, dass Teilnehmer mit ganz unterschiedlichen Bildungsniveaus im gleichen Kurs sitzen würden.

Einige Sprachlehrer*innen sind der Ansicht, dass es um Disziplin zum Teil nicht gut bestellt sei und Sanktionsmöglichkeiten fehlten. Es wird aber betont: „Die meisten wollen lernen und strengen sich an.“

Am Ende geht die FAZ auf die Einkommensverhältnisse der Lehrkräfte ein: "Und noch ein Punkt brennt vielen Lehrkräften unter den Nägeln: Sie finden, dass sie für ihre Arbeit zu schlecht bezahlt werden. .... Viele Lehrkräfte hingegen klagen, dass nach dem Abzug der Kranken- und Rentenversicherungsbeiträge wenig übrig bleibe und sie 40 Stunden in der Woche unterrichten müssten, um über die Runden zu kommen. Darunter leide die Qualität, weil keine Zeit für die Vor- und Nachbereitung bleibe."

 (as)

1. Mai-Demo in Stuttgart: Gute Arbeit!

In Stuttgart marschierten am 1. Mai auch Lehrkräfte für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache mit.

 

Sie demonstrierten für gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialen Fortschritt in Deutschland: für Gute Arbeit, gute Einkommen und Arbeitsbedingungen, mehr Tarifbindung und eine Rente, die für ein gutes Leben reicht.

 

"Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften haben „Gute Arbeit“ zu ihrem Leitbild für die Entwicklung der Arbeitswelt gemacht. Gute Arbeit bedeutet: faires Einkommen, berufliche und soziale Sicherheit sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz, der hilft, gesund das Rentenalter zu erreichen. Weitere Aspekte Guter Arbeit sind ein respektvoller und wertschätzender Umgang zwischen den Beschäftigten einschließlich der Vorgesetzten, umfassender und klarer Informationsfluss, ausgewogene Arbeitszeiten und gute betriebliche Qualifizierungs- und Entwicklungsmöglichkeiten. Auch Arbeitnehmermitbestimmung ist elementarer Bestandteil des Leitbilds."

(as)

 

mehr lesen

1. Mai-Demo in Bonn: Schluss mit Honorarprekariat!

An der 1. Mai-Demonstration in Bonn nahmen auch Kolleg*innen vom Bonner Offenen Kreis, der Bonner Gruppe des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte, teil.

 

Auf der zentralen Kundgebung hielt eine Vertreterin des BOK eine Rede. Nachdem sie die große Bedeutung der Arbeit der DaFZ-Lehrkräfte für den für die Gesellschaft und die Zukunft so wichtigen Prozess der Integration erklärt hatte, wies sie auf die prekären Arbeitsbedingungen hin, unter denen die DaFZ-Lehrkräfte im Auftrag des Staates arbeiten. Der Staat entziehe sich seiner sozialen Verantwortung für die Lehrkräfte. 

 

Die Kollegin betonte, dass die Honorarlehrkräfte kein Urlaubsentgelt erhalten und gar kein Geld bekommen, wenn sie krank sind. Das Einkommen sei so niedrig, dass Altersarmut vorprogrammiert sei. Diese prekären Arbeitsverhältnisse seien auch Ausdruck einer strukturellen Diskriminierung der Frauenerwerbstätigkeit, denn 80 % der DaFZ-Lehrkräfte seien Frauen. Unter großem Applaus des Publikums forderte die Kollegin faire Arbeitsbedingungen statt Honorarprekariats.

                                                                                                                                      (as)  

mehr lesen

1. Mai-Demo in Hamburg: Unser Lohn ist ein Hohn!

In Hamburg nahmen heute ca. 50 Erwachsenenbildner*innen an der 1. Mai-Demo teil. Das Motto des von der GEW-Fachgruppe Erwachsenenbildung organisierten Protests lautete dieses Jahr "Unser Lohn ist ein Hohn!"

In seiner Rede sagte Dirk Mescher, Geschäftsführer der GEW Hamburg: "Viele von den Beschäftigten in der Erwachsenbildung  arbeiten zu Löhnen oder Honoraren, mit denen sie sich in Hamburg kaum und schon gar nicht eine Familie ernähren können. Bei Angestelltenverträgen müssen viele skandalös viele Unterrichtstunden geben, ohne Zeit, den Unterricht vor- oder nachzubereiten. Zudem sind die Verträge in der Regel befristet, auch wenn es um Regelaufgaben des Betriebes geht.Das ist ein Skandal! Und dagegen wollen wir unseren Protest öffentlich machen."

Er forderte:

- feste, unbefristete Arbeitsverträge mit auskömmlichen Arbeitsbedingungen und Bezahlung deutlich oberhalb des Mindestlohns in der Weiterbildung, 

- nicht mehr als 26 Unterrichtsstunden für eine volle Stelle,

- für alle hauptberuflichen Honorarkräfte  in der Weiterbildung sofort mindestens 38 € Honorar,

Mittelfristig verlangt die Fachgruppe ein Einstiegsgehalt für Beschäftigte in der Weiterbildung in Höhe von 3202 € und für hauptberufliche Honorarkräfte  54 € Mindesthöhe.

(as)

35 Jahre Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung

Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung (BVAG) feierte vor drei Wochen sein 35-jähriges Bestehen. 

In seinem Grußwort setzt sich Ansgar Klinger,  im Hauptvorstand der GEW für Berufliche Bildung und Weiterbildung zuständig, für  Recht auf Grundbildung, Schaffung flächendeckender und nachhaltig finanzierter Strukturen der Grundbildung und Verbesserung der Beschäftigungsverhältnisse in der Grundbildung ein.

"Wir brauchen eine Professionalisierung des Personals in der Grundbildung. ... Eine Erkenntnis besteht u.a. darin, dass Professionalisierung mit Verberuflichung, mit Institutionalisierung und Verrechtlichung verbunden ist. Profession und gute Arbeit in der Weiterbildung sind also zwei Seiten ein und derselben Medaille. Dazu gehört für uns:

- feste Stellen für Daueraufgaben! Daher wenden wir uns gegen eine „Projekteritis“ in der Weiterbildung im Allgemeinen und der Grundbildung im Besonderen. Die gesellschaftliche Daueraufgabe Grundbildung muss mit verlässlichen Strukturen und festen Stellen ausgestattet werden. 

- Projekte nur dort, wo tatsächlich etwas erforscht oder innovativ entwickelt werden soll! Ein Großteil der heute in Projekten der Grundbildung geleisteten Arbeit ist zu verstetigen und dementsprechend mit festen Stellen auszustatten."

Laut Klinger sollte die Förderung von Grundbildung auch ein Teil der „Nationalen Weiterbildungsstrategie“ sein.

(as)

Anfrage im Bundestag thematisiert die Lage der Lehrkräfte in Integrationskursen

Die Bundestagsfraktion "Bündnis 90/Die Grünen erkundigt sich in ihrer Kleinen Anfrage "Qualitätsoffensive bei den Integrationskursen starten" nach Teilnahmeberechtigungen, Bestehensquoten, sozialer Begleitung, der Sanktionierung der Teilnahmepflicht  und vor allem nach dem Projekt "Evaluation der Integrationskurse".

Die Grünen stellen der Bundesregierung auch viele detaillierte Fragen zur Situation der Lehrkräfte und beziehen sich dabei mehrmals auf das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte.

Die Grünen fragen beispielsweise, wie viele Lehrkräfte festangestellt und wie viele freiberuflich seien, wie viele Stunden sie arbeiten würden, und wie hoch ihr Einkommen sei. Die Fraktion möchte wissen, ob das Mindesthonorar wegen des erhöhten Mindestlohns in der Weiterbildung nicht auf 38 € angehoben werden müsste und warum keine Dynamisierung des Mindesthonorars eingeführt werde.  

Die Abgeordneten erkundigen sich auch danach, ob die Bundesregierung eine vertraglich vorgesehene Arbeitsleistung von 40 UE für zulässig bzw. für sachgerecht halte und ob sie bei solchen Arbeitsverträgen eine Gefahr des Unterlaufens des Mindestlohns sehe.

Die Bundesregierung wird auch nach ihrer Bewertung einer einheitlichen Faktorisierung bei Festanstellung als Instrument zur Verhinderung der Umgehung des Mindesthonorars gefragt. 

(as)

 

Schon die Petition unterschrieben?

Schon über 2500 Menschen unterstützen die vor drei Wochen gestartete Petition des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte "Gebt der Erwachsenen- und Weiterbildung eine Zukunft" .

 

Anlässlich des 100-Jubiläums der VHS fordert das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte neben einer besseren Finanzierung der Erwachsenen- und Weiterbildung auch eine Qualitätsoffensive für die Volkshochschulen, die konsequent beim Personal ansetzt:

 

- erhebliche Erhöhung der Honorare (orientiert an TVöD E 12)
- grundsätzlich feste Stellen für alle Daueraufgaben in der VHS, bei Lehrkräften nach TVöD E 12.

 

Kreidefresser bietet gutes Material zur Verbreitung der Petition an. 

(as)

Hamburger VHS-Dozent*innen fordern höhere Honorare

Die aktuelle hlz, die Zeitschrift der Hamburger GEW, berichtet über die 100-Jahre-Feier der VHS Hamburg und über den Brief der Vertretung der Kursleitenden, der beim Senatsempfang anlässlich des Jubiläums der VHS  unter anderem an Bürgermeister Peter Tschentscher und an Annegret Kramp-Karrenbauer als Präsidentin des Volkshochschulverbandes übergeben wurde.

"Die Kursleitenden der Hamburger VHS fordern deshalb die Anhebung ihrer Honorare auf € 35,00 pro Unterrichtseinheit, wie sie in BAMF-finanzierten Deutschkursen sowie an einigen anderen Volkshochschulen bereits Realität sind, sowie Zuschüsse zur sozialen Absicherung, d. h. Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung und Honorarfortzahlung im Krankheitsfall für arbeitnehmerähnliche Personen. Bereits heute gelten viele Kursleitende gemäß der Definition des Bundesurlaubsgesetzes als „arbeitnehmerähnliche Person“, was an etlichen deutschen Volkshochschulen wie auch in Hamburg zur Zahlung von Urlaubsentgelt geführt hat."

An der VHS Hamburg werden die Honorare jährlich angepasst. 2019 und 2020 werden sie um 1,5 % erhöht. Trotzdem bleiben sie deutlich unter 30 € und liegen damit weit unter dem deutschen Durchschnittsnettoeinkommen. 

(as)

 

 

Fachtagung "Deutsch lernen, Teilhabe ermöglichen"

Die Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und die Arbeiterwohlfahrt (AWO) haben am 10. April 2019 in Berlin die Fachtagung "Deutsch lernen, Teilhabe ermöglichen" organisiert. Nach der Begrüßung gab es vier Diskussionsblöcke, die von der rbb-Journalistin Elisabetta Gaddoni moderiert wurden. Anwesend waren circa fünfzig Leute, darunter viele aus anderen Bundesländern. In jedem Block hielten zwei bis vier Expert*innen einen kleinen Vortrag und dann hatte das Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Trotz dieser eintönigen Struktur war die Tagung spannend, zum einen, weil die Expert*innen kompetent waren, und zum anderen, weil das Spektrum der behandelten Themen breit war.

Schon bei der Begrüßung haben die Vertreterinnen von FES und AWO einige Probleme direkt angesprochen. Frau Döcker hat die fehlende methodisch-didaktische Debatte bei der Leitung der Integrationskurse (IK) kritisiert und eine individuelle, passgenaue Organisation des Lernens gefordert. Nach ihrer Meinung wurde in den IK weder gefragt, welche Lernerfahrungen die Teilnehmende (TN) schon haben, noch was sie am Ende des Kurses gelernt haben, unabhängig davon, ob sie den Test bestanden haben (linda guzzetti).

mehr lesen

Integrationsministerkonferenz befasst sich mit Integrationskursen

Vom 11. April bis zum 12. April 2019 fand in Berlin die 14. Integrationsministerkonferenz statt. Auf der alljährlichen Konferenz der für Integration zuständigen Minister*innen und Senator*innen der 16 Länder werden grundsätzliche und länderübergreifende Angelegenheiten der Integration beraten und beschlossen. Das diesjährige Motto lautete: „Ankommen.Teilhaben.Bleiben“. Im Fokus standen die Integrationskurse.

Im ZDF-Morgenmagazin gab Senatorin Elke Breitenbach, Vorsitzende der 14. Integrationsministerkonferenz,  am 11. April 2019 ein Interview. Sie forderte mehr und bessere Sprachkurse und mehr Zusammenarbeit zwischen Bund, Ländern und Kommunen. Sie verlangte deutliche Qualitätsstandards und auch andere Arbeitsbedingungen für die Lehrkräfte, denn die Arbeitsverhältnisse seien ganz oft prekär.

Der NRW-Integrationsminister Joachim Stamp setzte sich für kleinere Kurse ein und dafür, dass der Bund seine Haushaltsmittel nicht absenkt. Außerdem will er die Orientierungskurse auf 150 Stunden ausdehnen. Gut integrierte Migrant*innen möchte er schon nach 4 Jahren einbürgern.

Das Bündnis DaF/DaZ-lehrkräfte hatte im Vorfeld der Konferenz einige Integrationsministerien angeschrieben. Es fanden zwei Gespräche bzw. Kontakte (in NRW und Berlin) statt. Andere stehen noch bevor.

(as)

Neues Forschungsprojekt fragt nach den Kompetenzen von Lehrkräften in Integrationskursen

Das DIE (Deutsches Institut für Erwachsenenbildung) berichtet auf seiner Webseite über sein neues Forschungsprojekt.

"Das Projekt COLD (Competencies of school teachers and adult educators in teaching German as a second language in linguistically diverse classrooms) untersucht die professionellen Kompetenzen von Lehrkräften in Schule und Erwachsenenbildung beim Unterrichten von Deutsch als Zweitsprache. Es wurde vom DIE und dem Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache initiiert und behandelt die besonderen Anforderungen an Lehre, Didaktik und Kompetenzen, die im Bildungsbereich durch neu zugewanderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene entstanden sind. COLD greift damit ein hoch aktuelles und gesellschaftspolitisch zentrales Thema auf: Die Integration von neu zugewanderten Menschen in die deutsche Gesellschaft."

Das Erlernen der Sprache in schulischen Vorbereitungsklassen und Integrationskursen sei ein Schlüssel zu Integration und gesellschaftlicher Teilhabe. Eine entscheidende Rolle kommt dabei den Lehrenden zu, die Deutsch als Zweitsprache unterrichten.

(as)

2. Unterrichtsstunde für den Berliner Finanzsenator

"Berlin, Berlin du armes Kind - schau wie weit wir gekommen sind ..." - Am 12.4.2019 fand die 2. Unterrichtsstunde für den Berliner Finanzsenator Kollatz statt. Die Musikschullehrer*innen und VHS-Dozent*innen wollen angemessene Honorare und eine soziale Absicherung. Sie fordern gute Arbeit im öffentlichen Dienst, aber da ist noch sehr viel Luft nach oben.

Am 3. Mai findet die 3. Unterrichtstunde statt, um  10:00 Uhr, wieder  beim Finanzsenator in der Klosterstraße 59.

Die 1. Unterrichtsstunde hat am 19.2.19 stattgefunden.

mehr lesen

Hubertus Heil will Altersvorsorgepflicht für Selbstständige einführen

Selbstständige sollen nach der Auffassung des Bundesarbeitsministers Hubertus Heil privat oder über die gesetzliche Rentenversicherung für das Alter vorsorgen. "Ich werde Ende des Jahres einen Gesetzentwurf zur Einbeziehung der Selbstständigen in das System der Alterssicherung vorlegen", sagte er  der "Rheinischen Post".

Laut Heil gibt es rund drei Millionen Selbstständige, die im Alter nicht abgesichert sind. In Zukunft müssten sie "Mitglied in einem Versorgungswerk sein wie beispielsweise Ärzte und Anwälte, durch die Rürup-Rente abgesichert sein oder eben in die gesetzliche Rentenversicherung eintreten", sagte der Minister. "Auch für Selbstständige muss gelten, dass man nach einem Leben harter Arbeit abgesichert ist. Deshalb ist es auch für Selbstständige wichtig, dass wir vorher die Grundrente einführen." Heil will im Mai einen Gesetzentwurf vorlegen.

Andreas Lutz, der Vorstand des VGSD (Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland), betonte in der Tagesschau, dass die geplante Regelung nur künftige Selbstständige betreffen sollte, "denn die jetzigen Selbstständigen haben ja schon in der großen Mehrheit für ihr Alter vorgesorgt." Der VGSD hat schon im Oktober gemeinsam mit 23 weiteren Berufsverbänden ein Positionspapier zur AV-Pflicht vorgelegt.

(as)

 

Rahmenvereinbarung für VHS-Dozent*innen in Bremen

Zum ersten Mal werden Honorarsteigerungen und Sozialversicherungszuschüsse der VHS-Lehrkräfte in einer vertraglichen  Vereinbarung  zwischen Landesregierung, Volkshochschule und Gewerkschaft verbindlich festgelegt. Das geschieht in Bremen mit der Rahmenvereinbarung vom 10.1.2019, die unter dem Motto „Einstieg in faire Beschäftigungsbedingungen“ steht. In der Regel werden die Honorare einseitig von der VHS, von der Landesregierung oder von der Kommune festgelegt. Nach einjährigen Verhandlungen wird damit ein Stufenplan für eine bessere Vergütungen für die VHS-Lehrkräfte festgelegt. An den Verhandlungen waren der Senator für Kultur, die Bremer Volkshochschule, die Gewerkschaft GEW sowie der Bremer VHS-Kursleiterrat, die offizielle Personalvertretung der fast 1000 freiberuflichen VHS-Lehrkräfte, beteiligt. Die Vertragsparteien bezeichneten die Rahmenvereinbarung übereinstimmend als ersten wichtigen Schritt für weitere Verbesserungen.

 

mehr lesen

DaFZ-ler beim Warnstreik in Wiesbaden

Auch DaF/DaZ-Lehrkräfte unterstützten am 26. März in Wiesbaden den Warnstreik der Beschäftigten des Landes Hessen.

Der Streik trug wohl zum Erfolg der Verhandlungen der Gewerkschaften mit der hessischen Landesregierung bei. Die GEW berichtet in ihrer Mitteilung "Insgesamt 8 Prozent mehr Geld in drei Schritten": "Die Einkommen der Beschäftigten werden in drei Schritten erhöht. Zum 1. März 2019 steigen die Entgelte im Gesamtvolumen um 3,2 Prozent, zum 1. Februar 2020 um weitere 3,2 und zum 1. Januar 2021 um weitere 1,4 Prozent. Ab dem 1. Januar 2021 liegen die Entgelte damit durchschnittlich um 8 Prozent höher als im Februar 2019."

(as)

FaDaF fordert nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse für Lehrkräfte

Der Fachverband Deutsch als Fremdsprache (FaDaF) hat am 29. März auf seiner Jahrestagung in Chemnitz eine Erklärung verabschiedet: "Gewinnung und langfristige Integration von Fachkräften ‒ Resolution zum Entwurf des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes"

Die Chemnitzer Erklärung besteht aus zehn Punkten:

  • Fachkräftegewinnung neu als berufssprachlichen Integrationsprozess denken!
  • Einen gesamtheitlichen Ansatz bei der Sprachqualifizierung praktizieren!
  • Fortgeschrittene Sprachkenntnisse als generelle Zielnorm für Ausbildungen und qualifizierte Berufe festschreiben!
  • Die sprachliche Qualifizierung als einen individuellen Anspruch etablieren!
  • Sprachförderung zu einem integralen Bestandteil des Arbeitslebens machen!
  • Das öffentliche Sprachfördersystem flexibilisieren!
  • Hochqualifizierte Lehrkräfte ausbilden und adäquate Berufsperspektiven bieten!
  • Qualitätssicherung in der Fachkräftegewinnung und Sprachausbildung stärken!
  • Forschung zum beruflichen Spracherwerb intensivieren!
  • Potenziale von Asylbewerbern und Geduldeten frühzeitig entwickeln! 

In Punkt Nr. 7 geht es um die Lehrkräfte. "Der Fachver‐ band Deutsch als Fremd‐ und Zweitsprache (FaDaF) fordert die politischen Entscheidungsträger mit Nachdruck dazu auf, dafür Sorge zu tragen, dass in diesem Bereich klare Qualifikationspro‐ Chemnitzer Erklärung zum Fachkräfteeinwanderungsgesetz 4 file und nachhaltige Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden, in denen eine permanente Weiterbildung von Lehrkräften ausdrücklich vorgesehen ist."

(as)