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Aktuell


Politischer Termin des Bündnisses

Am 22. September 2022 führten drei VertreterInnen des Bündnisses eine Videokonferenz mit zwei Mitarbeiterinnen des Büros der Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, um auf die schwierigen Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte in Integrations- und Berufssprachkurse hinzuweisen.

Dabei verdeutlichten die VertreterInnen des Bündnisses vor allem, dass die geplante Strategie der Bundesregierung gegen den Fachkräftemangel, nämlich Zuwanderung aus dem Ausland nach Deutschland, nur gelingen kann, wenn im Bereich der Sprachkurse endlich geregelte tarifliche Verträge eingeführt werden und auch die Anzahl der Unterrichtsstunden für festangestellte Lehrkräfte auf 25 UE reduziert wird. Es wurden auch andere Themen, z.B. Urlaubsentgelt, angesprochen.

Das Gespräch verlief in freundlicher und konstruktiver Atmosphäre und beide Seiten zeigten sich interessiert an weiteren Gesprächen.

(msr)

Was ist dein Beitrag als Selbstständige/r zu Wirtschaft und Gesellschaft?

Der VGSD, mit dem unser Bündnis eng zusammenarbeitet, hat einen Aufruf gestartet, in dem er die Selbstständigen darum bittet, von ihrem Beitrag zu Gesellschaft und Wirtschaft zu erzählen. Das Sprecherteam des Bündnisses unterstützt diesen Aufruf und bittet die Kolleg*innen, sich zu beteiligen.

 

"Du arbeitest an einem Brennpunktthema? Dann melde dich bei uns!

Unsere Reihe soll daher die Selbstständigen in den Fokus rücken, deren Geschäftsmodell sich zum Beispiel mit einem der folgenden Punkten auseinandersetzt:

 

- Dekarbonisierung, Transformation der Energieversorgung

- Integration von Migranten und Migrantinnen

- Digitalisierung, Ersetzen bürokratischer Abläufe durch digitale Prozesse

- Sicherstellung der Gesundheitsversorgung und Pflege

- Hilfe bei Anpassung von Organisationen an veränderte, wirtschaftliche und technische Umstände

 

Wenn du in einem dieser oder einem anderen für Wirtschaft und Gesellschaft einen Beitrag leistest, dann schreibe es auf und teile es mit uns! Warum? Um dir selbst und uns allen zu zeigen, wie wichtig dein Einsatz als Selbstständige/r ist. Um uns und der Öffentlichkeit die Bedeutung der (Solo-)Selbstständigen zu verdeutlichen. Um anderen zu zeigen, warum Deutschland dich und uns braucht."

(as/vgsd)

Politischer Termin des Bündnisses

Drei VertreterInnen des Sprecherteams des Bündnisses führten am 07. September 2022 mit  drei Bundestagsabgeordneten   der Ampelkoalition  (SPD, Grüne und FDP), allesamt BerichterstatterInnen im Haushaltsausschuss, eine Videokonferenz zu den prekären Arbeitsbedingungen im Bereich der Integrations- und Berufssprachkurse.

Dabei stellten die VertreterInnen des Bündnisses die sehr schwere Lage der Lehrkräfte (und Träger) dar und erläuterten, dass auch die aktuelle minimale Erhöhung der Trägerpauschale und des Mindesthonorars nicht die notwendigen Veränderungen bewirken werde, sondern dass eine grundlegende Reform, den Forderungen des Hamburger Appells entsprechend, nötig sei, um zu erreichen, dass dieser sinnstiftende und wichtige Beruf auch für Nachwuchslehrkräfte interessant sein werde.

Das Gespräch war nicht nur sehr freundlich, sondern auch offen und konstruktiv, und die PolitikerInnen  zeigten sich außerdem interessiert an einem weiterführenden Austausch.

Herzlichen Dank Hedwig!

Bild von GLady auf Pixabay
Bild von GLady auf Pixabay

In persönlicher Sache: Hedwig Schulte aus Düsseldorf verlässt aus gesundheitlichen und Altersgründen das Sprecher:innen-Team. Sie ist seit der Gründung 2016 dabei. „Natürlich bleibe ich dem Bündnis eng verbunden,“ sagt Hedwig. „Es ist großartig, was die Kolleg:innen in den vergangenen sechs Jahren für die Lehrkräfte in BAMF-Kursen erreicht haben.“

 

Das Bündnis dankt an dieser Stelle für die vertrauensvolle und erfolgreiche Zusammenarbeit und das Sprecher:innen-Team honoriert die klugen und wichtigen Beiträge, die für das Gremium von großer Bedeutung waren. Gute Recherchearbeit und der Scharfsinn Hedwig Schultes waren für alle stets eine stärkende Bereicherung.

 

Wir wünschen für die kommende Lebensphase Wohlbefinden und viele noch zu entdeckende spannende Handlungsfelder.

Soloselbstständige sehen pessimistischer in die Zukunft

Der VGSD berichtet in einem Beitrag über die Ergebnisse der Juli-Befragung des ifo Instituts. Die Zukunftserwartungen der Soloselbstständigen und Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern hätten sich stark verschlechtert und seien von -11,7 auf -28,6 abgestürzt.

 

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte ruft erneut alle selbstständigen Kolleg*innen dazu auf, sich beim ifo Institut zu registrieren und an deren monatlichen Befragungen teilzunehmen. Wie das geht, wird in diesem Video erklärt.

(as)

Come together! Wie du eine Dozierendenvertretung gründest

Kursleitende an Volkshochschulen, Lehrkräfte an Musikschulen, Lehrbeauftrage an Universitäten und honorarbeschäftigte Dozierende an vielen anderen Bildungseinrichtungen stehen mit ihren Problemen oft alleine da: Seien es niedrige Honorare, kurze Vertragslaufzeiten, die Behandlung durch feste Mitarbeiter*innen oder die Ausstattung der Unterrichtsräume. Es fehlt an Kontakt zu anderen Dozierenden, an vertrauensvollen Ansprechpartner*innen und einer Interessenvertretung vor Ort.

 

Bei dieser hybriden Veranstaltung wollen wir darüber informieren und diskutieren, wie man eine Vertretung bzw. Initiative von Dozierenden gründet und wie man sie am Leben hält: Wie findet man Mitstreiter*innen? Wie motiviert man Dozent*innen an Treffen teilzunehmen? Wo trifft man sich? Wie findet man einen gemeinsamen Termin? Welche Rechte hat man? Und: Wie geht es dann weiter, wenn ein erstes Treffen stattgefunden hat?

 

Hajo Kuckero vom Kursleiterrat der VHS-Bremen und Karl Kirsch von den Lehrkräften gegen Prekarität Leipzig werden in kurzen Inputs von ihren Erfahrungen berichten. Danach haben wir eine Stunde Zeit für Nachfragen, Erfahrungsaustausch und vielleicht sogar zum Pläne schmieden!

 

Diese Veranstaltung schließt an das Vernetzungstreffen von Honorarlehrkräften im Haus der Selbständigen Ende April 2022 an. Ihr sollen weitere Veranstaltungen folgen, die wir gerne mit euch zusammen organisieren möchten. Darüber erfahrt ihr mehr bei der Veranstaltung selbst.

 

Zeit: 22.09.2022, 18-20 Uhr

Ort: Haus der Selbständigen, Jacobstraße 5, 04105 Leipzig und Online (Anmeldung: hier)

Um Anmeldung wird gebeten! Der Veranstaltungslink wird vor Beginn der Veranstaltung verschickt.

(hds)

Smart eG - Die Genossenschaft für Selbständige

Die Smart Genossenschaft und das Smart Bildungswerk gGmbH bieten die Möglichkeit, Lehrpersonal sozial verträglich zu beschäftigen und den Lehrenden damit eine bessere soziale Absicherung gegen Arbeitslosigkeit, Unfall und Altersarmut zu ermöglichen. 

Unsere Mitglieder sind Solo-Selbständige aus den unterschiedlichsten Branchen und ein großer Teil von Ihnen ist im Bildungsbereich tätig. Die Smart Genossenschaft bietet ein innovatives Arbeitsmodell für Solo-Selbständige, in dem Selbständige zu Angestellten unserer Genossenschaft werden. Unsere genossenschaftliche Lösung ermöglicht Solo-Selbständigen, ein monatliches Gehalt sowie Zugang zu den Sozialversicherungen (Renten-, Arbeitslosen-, Kranken- und Pflegeversicherung) zu bekommen. Außerdem übernehmen wir die bürokratische und administrative Arbeit der Mitglieder, damit sie sich vollkommen auf Ihre Arbeit konzentrieren können. Hier unser Erklärvideo: https://www.youtube.com/watch?v=HFbsiD2GOks 

 

Für mehr Informationen über Smart Bildungswerk können Sie die angehängte Datei herunterladen und/oder unsere Infoveranstaltungen besuchen. Die nächsten Termine sind:

 

01.09.2022, um 11 Uhr (Englisch)

08.09.2022, um 11 Uhr (Deutsch)

14.09.2022, um 17 Uhr (Englisch)

 

Registrieren Sie sich bitte über unsere Webseite https://smart-eg.de/: Klicken Sie einfach auf "Komm zur Infosession".

 

Achtung: Wir raten VHS-Lehrkräften mit einem arbeitnehmerähnlichen Status davon ab, unsere Angestellten zu werden, da sie in den meisten Fällen über die VHS eine finanziell attraktivere Möglichkeit zur sozialen Absicherung haben als über das Smart-Modell. 

(smart)

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GEW: Diskussionsveranstaltung über die Berufssprachkurse

Die Fachgruppe Erwachsenenbildung der GEW- Berlin lädt herzlich zu einer Diskussionsveranstaltung über die Berufssprachkurse des BAMF und ihre Reformierung durch ein neues Curriculum und die obligatorische Zusatzqualifikation ein.

Was wird anders für uns nach der Zusatzqualifikation für die Berufssprachkurse? Welche Auswirkungen gibt es auf den Unterricht?

 

Zeit: Freitag, 26. August, 18 - 20:30 Uhr.

Ort: In hybrider Form

a) im GEW-Haus, Ahornstr. 5, 10787 Berlin-Schöneberg, Raum 33 oder

b) online unter https://gewberlin.webex.com/gewberlinde/j.php?MTID=mf9fa0b521f1117121927060d964ee298 Meeting-Kennnummer: 2552 674 8089; Passwort: UtFp5kMWF65

Mehr Infos in der Einladung unten.

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Höhere Honorare in den BAMF-Kursen

Das BAMF informiert in seinem Trägerrundschreiben 15/22 für Berufssprachkurse über die Erhöhung der Kostenerstattungssätze für Integrations- und Berufssprachkurse zum 1. August 2022. 

"Im Bereich der Berufssprachkurse erhöht sich der Kostenerstattungssatz von 4,64 € auf 4,84 € pro Teilnehmenden und Unterrichtseinheit (UE). Es wird auch die untere Honorargrenze für freiberuflich tätige Lehrkräfte von 41 € auf 42,23 € je UE angehoben. Des Weiteren werden die Pauschalen für die sozialpädagogische Begleitung und für Fachdozentinnen und Fachdozenten erhöht."

"Für alle ab dem 01.08.2022 neu beginnenden Berufssprachkurse wird der Kostenerstattungssatz nach § 25 Absatz 1 DeuFöV von derzeit 4,64 Euro auf 4,84 Euro pro teilnehmende Person und Unterrichtseinheit angehoben."  Unterrichtseinheit vergütet. 

"Bei bereits laufenden Berufssprachkursen erfolgt die Anpassung des Kostenerstattungssatzes stichtagsgenau zum 01.08.2022. D.h. Unterrichtseinheiten vor dem 01.08.2022 werden mit dem bisherigen Kostenerstattungssatz in Höhe von 4,64 Euro und Unterrichtseinheiten ab dem 01.08.2022 werden mit dem neuen Kostenerstattungssatz in Höhe von 4,84 Euro pro teilnehmende Person und Unterrichtseinheit vergütet."

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GEW-Demo vor der Hamburger VHS

Am 29. Juni fand in Hamburg vor der VHS Mitte eine von der GEW organisierte Kundgebung statt. Fotos und ein kleiner Film sind auf der Webseite der Hamburger GEW zu sehen.

Die GEW und Dozent*innen forderten nachhaltige und faire Bezahlung sowie mehr soziale Sicherheit für VHS-Dozent*innen, besonders für die arbeitnehmerähnlichen. "Konkret sind das u. a. Honorarerhöhungen und Beteiligung der VHS an den Sozialversicherungsbeiträgen entsprechend den gesetzlichen Arbeitgeberanteilen für Sozialversicherungen (Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung), Mutterschutz und Unfallversicherung. Diese Versicherungen werden bisher von den arbeitnehmerähnlichen Kursleitungen allein getragen. Volkshochschulen in anderen Städten wie Bremen und Berlin haben dies längst umgesetzt oder mit ihren Kursleitungen vereinbart."

Die Forderungen der GEW für alle VHS-Kursleiter*innen:

- Honorarsatz von 41 Euro pro UE von 45 Min, auch für die Kursleiter*innen des offenen Angebots

- Ausgleich des Mehraufwandes für Hybrid- und andere besonders aufwändige Kurse

- Honorar für Teilnahme an Konferenzen etc.

Zusätzliche Forderungen für arbeitnehmerähnliche Kursleiter*- innen:

- Zuschüsse entsprechend den gesetzlichen Arbeitgeberanteilen für Sozialversicherungen (Kranken-,   Pflege-, Rentenversicherung), Mutterschutz und Unfallversicherung

- Urlaubsentgelt für 25 statt wie bisher 20 Tage (entspricht 9,6 % statt bisher 7,7% % des Jahres-Bruttohonorars)

- Anspruch auf Bildungsurlaub

- Erstattung des Umsatzsteueranteils bei den Kursleiter*innen, die die Obergrenze von 22.000 Euro Jahreseinkommen überschreiten

- Ausfallhonorar bei Krankheit: 90% für bis zu 6 Wochen

- Einbeziehung in das Hamburger Personalvertretungsgesetz

(as)

"Beliebigkeit oder Qualitätsstandards?" Kritik an der aktuellen BAMF-Politik

Im Migazin erschien gestern ein ausführlicher und aussagekräftiger Beitrag von Christiane Carstensen (BVIB) zum aktuellen Umgang des BAMF mit den BSK-Lehrkräften. In ihrem Artikel "Mit Berufen spielt man nicht" übt Frau Carstensen massive Kritik an der aktuellen BSK-Politik des BAMF.

"Seit dem 24.02.22 zeichnet sich mit dem Überfall auf die Ukraine und dem Anstieg der Geflüchteten wieder einmal ein Lehrkräftemangel ab. Während Härtefallregelungen bisher unmöglich waren, hat das Bamf die Zugangsbeschränkungen für die Zusatzqualifizierung nun doch geändert und die Kollegen, die bisher ausgeschlossen wurden, können sich nun für die Bamf-Zusatzqualifizierung anmelden. Zusätzlich gibt es Ausnahmegenehmigungen für die Kollegen im Rentenalter. Gleichzeitig berichten Bamf-Mitarbeiter, dass man im Bamf überlege, die Zugangsbeschränkungen für Lehrkräfte generell zu senken, weil es einfach zu wenig Lehrkräfte gäbe.

Unabhängig davon, wie man zu den einzelnen Entscheidungen des Bamf steht, erweckt dieses irrlichternde Agieren kein Vertrauen in eine langfristige berufliche Perspektive. Warum sollte sich eine Uni-Absolventin mit einem Masterabschluss für Deutsch als Zweitsprache dafür entscheiden, in Bamf-Kursen zu unterrichten, wenn sie damit rechnen muss, dass ihr jederzeit von heute auf morgen trotz Abschluss und Berufserfahrung ihre berufliche Qualifikation abgesprochen werden kann und gleichzeitig ein paar Monate später darüber nachgedacht wird, die Zugangsbeschränkungen wieder zu senken?

Wie will man dem Lehrkräftemangel begegnen, wenn man Perspektiven nur für den Moment bietet?

Rein in die Kartoffel oder raus aus den Kartoffeln? Beliebigkeit oder Qualitätsstandards? Diese Frage will ich hier gar nicht beantworten. Aber ich will Sie fragen, wie man es verantworten kann, die Entscheidung über die berufliche Existenz von Menschen einer Bundesbehörde zu überlassen, die sich das Recht herausnimmt, über einen ganzen Berufsstand eruptiv nach dem eigenen tagesaktuellen Bedarf zu entscheiden. In jedem anderen Berufsfeld werden Fragen der Beruflichkeit in langen und mühevollen Aushandelsprozessen unter Beteiligung der relevanten Akteure wie Gewerkschaften, Berufsverbände, Universitäten etc. geregelt.

Für Lehrkräfte in Integrations- und Berufssprachkursen – immerhin 55.000 Menschen – gilt dieses Recht nicht. Sie sind in ihrer Beruflichkeit als überwiegend akademisch qualifizierte Lehrkräfte den eruptiven, kurzfristigen und nicht paritätisch getragenen Entscheidungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ausgeliefert. Und sich dann über den Lehrkräftemangel wundern!"

GEW-Studie zur Arbeitszeit der Lehrkräfte in BSK

Die GEW Hamburg hat gestern eine Studie vorgestellt, die für alle in den BAMF-Kursen beschäftigten Lehrkräfte, vor allem die Festangestellten, von enormer Bedeutung ist. In der Studie geht es um die Arbeitszeit bzw. die sog. Zusammenhangtätigkeiten, also all dies, was zum Unterricht gehört, aber außerhalb der Unterrichtsstunden liegt.

 

"Hintergrund der von Detlef Zunker im Auftrag der GEW Hamburg erstellten Studie „Unterrichtsbezogene Zusammenhangstätigkeiten bei der Durchführung von Berufssprachkursen – Untersuchung der Konzepte für ihre Durchführung“ ist die überwiegend prekäre Beschäftigung im Bereich der staatlich verantworteten, aber meist privatwirtschaftlich durchgeführten Kurse der Arbeitsmarktdienstleistungen nach SGB II/SGB III sowie der Sprach- und Integrationskurse. Ein wesentlicher Sektor innerhalb dieses Kurs- und Angebotssystems sind Berufssprachkurse (BSK), die sich der wichtigen Arbeit der Integration von Geflüchteten und Menschen mit Migrationshintergrund in den Arbeitsmarkt widmen.

 

Seit Jahren wird von den zuständigen Gewerkschaften ver.di und GEW gefordert, dass die Beschäftigten in diesem Bereich tariflich entlohnt werden, und deutlich gemacht, dass nur mit einer Obergrenze von 25 UE pro Woche bei einer Vollzeitstelle die Qualität der Ergebnisse, die die Teilnehmenden erzielen, und die Arbeitsbedingungen für die Kursleitenden verbessert werden können. In den Betrieben unterrichten derzeit viele abhängig beschäftigte Kursleitende häufig 40, teilweise sogar mehr, UE pro Vollzeitstelle. Dies wird von den zuständigen Ministerien zwar kritisch gesehen, aber eine nachhaltige Verbesserung dieser Strukturen wird bisher mit Begründungen wie „stark standardisierte Lernformate“ nicht in Aussicht gestellt.

 

Hier entsteht jetzt Bewegung. Im April 2021 hat sich auf Einladung des BMAS unter Beteiligung der GEW ein „Expertengremium Berufssprachkurse“ konstituiert mit der Aufgabe, die Durchführung der BSK zu evaluieren und Vorschläge für eine Weiterentwicklung ihres Systems zu entwickeln. Betrachtet werden soll auch die maximale Anzahl von Unterrichtseinheiten, die bei einer Vollzeitstelle pro Woche abzuleisten sind, und das im Kontext ihrer unterrichtlichen „Zusammenhangstätigkeiten“.

 

Diese Untersuchung macht nach der dort bereits vorgelegten qualitativen Befragung des Bündnisses DAF/DAZ-Lehrkräfte einen nächsten Schritt zur Erlangung einer überprüfbaren Faktenbasis. Grundlage sind die im Auftrag von BMAS und BAMF erstellten Konzepte, in denen die Durchführungsvorgaben für die BSK festgelegt worden sind."

 

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Befragung von Lehrkräften in BSK zur Evaluation der DeuFöV/BSK

Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) führt das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) eine Befragung von Lehrkräften für Berufssprachkurse im Rahmen der Evaluation der DeuFöV durch.

 

Mit der Evaluation sollen die Perspektiven möglichst vieler beteiligter Akteure eingeholt werden, um daraus Gelingensbedingungen zu identifizieren und Empfehlungen für die Weiterentwicklung der Berufssprachkurse abzuleiten. In der Befragung geht es um Ihre Erfahrungen und Einschätzungen, die Sie in Ihrer Tätigkeit als Lehrkraft gesammelt haben, aber auch um Einschätzung zu Punkten, die gut oder aber weniger gut laufen. Daher bitten wir Sie um Ihre Unterstützung und um die Beantwortung der Onlinebefragung (ca. 25 Minuten). Die Befragung erreichen Sie über folgenden Link: https://umfragen.f-bb.de/index.php/782197?lang=de

 

Wichtige Infos: Es kann sein, dass Sie den Zugang zur Befragung über einen Träger erhalten und bereits teilgenommen haben. In diesem Fall nehmen Sie bitte NICHT noch einmal teil. Selbstverständlich ist die Teilnahme an der Befragung freiwillig und die Daten werden nur in anonymisierter Form ausgewertet.

 

Hier finden Sie die Informationen zum Datenschutz und Datensicherheit. Für Ihr Engagement und Ihre Zeit danken wir Ihnen ganz herzlich. Eine Teilnahme ist noch bis 4. Juli 2022 möglich.

(f-bb)

Das Bündnis hat jetzt eine Gruppe für Studierende!

Hallo! 

Wir sind die DaF/DaZ Studis und wir organisieren Gespräche mit DaF/DaF-Studierenden, die in den Beruf einsteigen wollen und noch offene Fragen bezüglich der DaF/DaZ-Branche haben. 

 

Gerne können wir uns in Präsenz im Ruhrgebiet treffen oder doch online über Zoom. Wir möchten solche Gespräche ermöglichen, um Tabus zu brechen, über Gehalt zu sprechen und über Arbeitsbedingungen und -chancen zu diskutieren. 

 

Gerade im Studium können viele Fragen in Bezug auf die beruflichen Perspektiven auftauchen: Wie viel verdient man als DaF/DaZ-Lehrkraft? Wie sieht es bei der sozialen Lage aus? Welche Arbeitsmöglichkeiten gibt es überhaupt? und viele mehr. Weil wir uns für unsere finanzielle und berufliche Zukunft nach dem Studium sehr interessieren, wollen wir DaF/DaZ-Studierende über unsere Branche so gut wie möglich informieren. Den Austausch mit anderen Studierenden halten wir für essentiell, wenn es um den Berufseinstieg geht. Jede*r von uns sollte sich mit dem Thema intensiver auseinandersetzen und genau deswegen organisieren wir informative Gespräche zu Austausch und Diskussion. Seid dabei und sprecht uns an, um ein Gespräch mit euren KommilitonInnen zu ermöglichen!

 

Falls ihr an einem Austausch interessiert sein solltet, dann schreibt uns an dafdaz-studis@mailo.com, um ein Treffen mit uns zu veranstalten. Wir freuen uns auf euch! 

 

Liebe Grüße

Delphine und Sandra

Schon den "Hamburger Appell" unterschrieben?

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte ruft alle Kolleg*innen dazu auf, den von der GEW Hamburg veröffentlichten "Hamburger Appell" zu unterzeichnen und unter Kolleg*innen, Freunden usw. zu verbreiten. Leitet bitte den Appell auch an Eure Träger weiter!

 

"Hamburger Appell" zur Lage in der Weiterbildung

 

Staatlich verantwortete Weiterbildung vor dem Abgrund - die Politik muss dringend handeln! 

                                                                    

Unser Ziel: Nachhaltige Verbesserung der Lage der Lehrenden und der Träger der staatlich verantworteten Weiterbildung, insbesondere der BAMF-finanzierten Sprach- und Integrationskurse für Geflüchtete

Aktuelle Situation: gesellschafts- und bildungs­politisch skandalöse Beschäftigungsbedingungen für die fast 20.000 Lehrenden in den Sprach- und Integrationskursen:

Bedingungen der Lehrenden:

Prekär Honorar-Beschäftigte erhalten 41 € pro Unterrichtsstunde (netto ca. 20 €), zahlen ihre gesamten Sozialversicherungsbeiträge selbst, haben kein Einkommen im Krankheitsfall, tragen das volle unternehmerisches Risiko – oder

Prekär Angestellte haben meist nur befristete Verträge, arbeiten häufig 40 oder mehr Unterrichtsstunden pro Woche bei Vollzeit, haben keine bezahlte Vor- und Nachbereitungszeit für den Unterricht, d.h. reale Arbeitszeiten von bis zu 60 Zeitstunden pro Woche, treiben Raubbau an ihrer Gesundheit / Bruttogehalt: oft nicht über 3000 €

Die aktuelle Corona-geprägte Situation hat die Lage sowohl der Lehrenden als auch der Weiterbildungs­betriebe noch einmal drastisch verschärft. Viele Betriebe haben ihre Rücklagen aufgezehrt. Viele  Lehrende sind überschuldet, in Existenznot geraten und müssen sich beruflich umorientieren.

Integration kann aber nur dann gut gelingen, wenn die Weiterbildungsträger in die Lage versetzt werden, menschenwürdige Arbeitsbedingungen anzubieten und in zukunftsfähige Ausstattung zu investieren. Die Pandemiepauschale ist hierfür viel zu niedrig und nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Wenn sich an der Finanzierung der Weiterbildung in den nächsten Monaten nichts ändert, wird ein erheblicher Teil der Träger die Pandemiezeit nicht überleben.

Die politischen Entscheidungsträger sind daher aufgefordert, massiv in eine bessere Finanzierung der Sprach- und Arbeitsintegrationskurse zu investieren. Hierzu gehören auch eine deutliche Verbesserung der Bezüge der Lehrenden und eine verbindliche Obergrenze der wöchentlich zu leistenden Unterrichtsstunden als Voraussetzung für gute Qualität von Weiterbildung.

 

Wir fordern deshalb von der großen Koalition auf Bundesebene noch für diese Legislatur:

Eine gesetzliche Verbesserung der Bedingungen in der staatlich verantworteten Weiterbildung mit:

1. Bundestariftreuegesetz (nur noch Träger mit Tarifverträgen bekommen Mittel aus der öffentlichen Hand)

- Eingruppierung entsprechend TVöD /Wettbewerb der Träger erfolgt über Qualität, nicht über den Preis

2. Deutlich längerfristige Finanzierungsstrukturen für die Träger

- unbefristete Festanstellungen der Lehrenden für Regelaufgaben

3. max. 25 UE (Unterrichtseinheiten zu 45 min) pro Woche bei Vollzeitstelle

4. 64 € Honorar pro UE bei allen bundesweiten Berufssprach- und Integrationskurse; 42 € Honorar für alle übrigen Weiterbildungsangebote

5. Träger werden befähigt, Weiterbildung der Lehrenden und kollegialen Austausch zu finanzieren

6. Innovations-Anschubfinanzierung für nachhaltige digitale Ergänzung der Lehre 

7. Durchführung einer Integrationskonferenz Weiterbildung mit den zuständigen Ministerien, der Wissenschaft, Vertretern der Träger, der Verbände und der Beschäftigten. Ziel: Zukunftspakt Weiterbildung 2020-25

DaFZ-Lehrkräfte am 1. Mai

Deutschlehrkräfte des Bonner Offenen Kreises (BOK), einer lokalen Initiative des Bündnisses DaF / DaZ-Lehrkräfte haben gestern zum Tag der Arbeit am Bonner Demonstrationszug teilgenommen, um auf ihre prekären Arbeitsbedingungen aufmerksam zu machen. Die Fotos befinden sich unten in der Galerie.

Da alle Lehrkräfte dieser Basisinitiative auch GEW- Mitglied sind, geschah dies auf Einladung der Bonner GEW und mit deren guter Unterstützung.

Auf dem Bonner Marktplatz gab es eine Abschlusskundgebung, bei der auch Mitglieder des BOK die Möglichkeit hatten, über ihre derzeitigen ungesicherten Beschäftigungsverhältnisse zu berichten und Forderungen an die Politik nach fairen Arbeitsbedingungen auf lokaler Ebene, als auch Landes- und Bundesebene zu stellen:

Diese sind vor allem Vergütung nach TVÖD und eine Begrenzung der zu leistenden Unterrichtseinheiten für Festangestellte auf 25 UE pro Woche.

Da in zwei Wochen in NRW die Landtagwahlen stattfinden, hatten sich auch KandidatInnen der verschiedenen Parteien zur Kundgebung eingefunden und wurden somit über unsere Lage informiert.

 

Eines ist klar: Nur durch weitere gemeinsame Aktivitäten der Deutschlehrkräfte bundesweit wird sich unsere Lage wirklich verbessern! 

 

In dem Beitrag "Honorarkräfte fordern Absicherung" des Bonner General-Anzeigers kommt auch unsere Kollegin zu Wort: "Auch beim Arbeitgeber von Monika Strauß-Rolke sind die wenigsten fest angestellt. Die Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache ist an einer Bonner Sprachschule tätig. „Seit 20 Jahren bekommen wir nur Fünf-Wochen-Verträge, obwohl wir im staatlichen Auftrag tätig sind“, sagte Strauß-Rolke und forderte eine Absicherung für Lehrkräfte."

 

Auch in Hamburg (s. Foto oben) haben unsere Kolleg*innen aus dem Bündnis zusammen mit der GEW demonstriert.

(BOK)

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Einladung zu einem bundesweiten Vernetzungstreffen

"Das Haus der Selbständigen in Leipzig lädt Honorarlehrkräfte zu einem bundesweiten Vernetzungstreffen ein! Es findet am 27. April, 18-20.30 Uhr sowohl online als auch vor Ort (hybrid) statt.

 

Das Vernetzungstreffen dient dem Austausch von Erfahrungen darüber, wie kollektives Handeln um verbindliche Vereinbarungen mit (öffentlich-rechtlichen) Auftraggeber*innen gelingen kann. Die Einladung richtet sich in erster Linie an die Honorarlehrkräfte selbst. Wir laden aber auch explizit hauptamtliche Gewerkschaftssekretär*innen von ver.di und der GEW ein, ebenfalls teilzunehmen und sich dieser Mitgliedergruppe stärker anzunehmen sowie ihre Erfahrungen zu teilen.

 

Unter diesem Link  findet ihr die Veranstaltungsankündiung und könnt euch anmelden. Wir freuen uns auf eure Teilnahme!"

(pp)

Mindestlohn in der Weiterbildung steigt kräftig

Die GEW informiert in ihrer Pressemitteilung über das Ergebnis der Tarifverhandlungen von ver.di und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft  mit der Zweckgemeinschaft des Bundesverbandes der Träger beruflicher Bildung e.V. (BBB). Der Mindestlohn für das pädagogische Personal in der Weiterbildung werde in den kommenden Jahren kräftig steigen.

"Die Tarifeinigung sieht vier Erhöhungsschritte vor: Ab dem 1. Januar 2023 um 4 Prozent, ab dem 1. Januar 2024 um weitere 4 Prozent, ab dem 1. Januar 2025 um weitere 4,25 Prozent, ab dem 1. Januar 2026 um weitere 4,5 Prozent."

Dieser Mindestlohn ist auch für die Lehrkräfte in den BAMF-Kursen sehr wichtig, denn die Festangestellten werden meistens nach ihm bezahlt, leider ohne eine Faktorisierung des Unterrichts, sodass sie meistens weit unter diesem Mindestlohn liegen, wenn man Vor- und Nachbereitung sowie andere Aufgaben berücksichtigt.

Auch für die Honorarkräfte ist der Mindestlohn entscheidend, weil er in Honorar umgerechnet wird und als Orientierung für das BAMF-Mindesthonorar dient. 2020 hat der Haushaltsausschuss des Bundestages beschlossen, dass das Mindesthonorar an die Erhöhungen des Mindestlohns in der Weiterbildung angepasst wird. Diese Dynamisierung hatte das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte jahrelang gefordert. Das Bündnis ist der Auffassung, dass bereits am 1. Januar 2022 das Mindesthonorar hätte angepasst und auf ca. 43 €  erhöht werden müssen. Diesbezügliche Schreiben des Bündnisses ans BAMF, BMI und BMAS sind bis jetzt nicht klar beantwortet worden. Das Bündnis kann nur noch einmal an alle Lehrkräfte appellieren, sich im Bündnis zu engagieren, in die Gewerkschaften einzutreten und den Hamburger Appell zu unterschreiben. Die Passivität, Ignoranz und Indolenz sehr vieler Kolleg*innen scheinen mit- wenn nicht sogar hauptverantwortlich für die schlechte Lage in unserer Branche zu sein.

(as)

ZQ BSK: Stellungnahme einer Kollegin

Es ist geschafft, beim zweiten Anlauf, 22 von 30 Punkten. Wie viele haben es nicht geschafft, die jahrelang als BSK-Dozent:innen tätig waren? Vielleicht aus Zeitmangel, vielleicht aus anderen (wirtschaftlichen) Gründen. Denn zu den veranschlagten 160 UE für Modul-Seminare und Selbstlernphase kam mindestens noch eine Woche für das auszuarbeitende Portfolio hinzu. Also fünf, vielleicht sechs Wochen Arbeits- und Einkommensausfall oder entgangener Erholungsurlaub. Wäre dies möglich, wenn wir beim BAMF angestellt gewesen wären?

 

Laut § 3 (Fn 2) AwbG hat ein Arbeitnehmer einen Anspruch auf Arbeitnehmerweiterbildung von fünf Arbeitstagen im Kalenderjahr. Der Anspruch von zwei Kalenderjahren kann zusammengefasst werden. Diesen Vorzug haben die freiberuflichen BSK-Dozent:innen nicht. Sie tragen die Last des Verdienstausfalls durch die vom BAMF auferlegte Weiterbildung selbst. Für die ZQ-Anbieter ein Segen, für die teilnehmenden Dozent:innen eine schwere Last, die mit Sicherheit nicht jede/r tragen konnte.

 

Nach diesem dreiviertel Jahr war ich erschöpft, dazu kam Corona mit vielen Umbrüchen und (finanziellen) Unsicherheiten. Auch ohne Corona, wäre diese Zusatzqualifizierung eine Tortur gewesen. Und man fragt sich am Ende: Für was? Was haben wir dazugelernt? In der Einstiegsreflexion wird gefragt, ob wir Probleme hätten bei der Erklärung der Syntax? Das musste ich 5x lesen und konnte nicht glauben, dass man dies bezweifeln könnten? Als frage man einen Bäcker, ob er den Unterschied zwischen Hefe- und Sauerteig kenne. Was haben wir gelernt? Die Anwendung von verschiedenen digitalen Apps. Wobei die Vorbereitung dieser netten Einlagen sehr zeitaufwändig ist und die Frage bleibt: Haben wir diese im Unterricht? Und die Szenariotechnik, sie war es wert, die ZQ zu belegen. Doch der Rest? Mir schien es, als würde in einem Rundumschlag die gesamte DaF/Z-Ausbildung inklusive einem versteckten (nachträglichen) Einstellungsgespräch, in dem persönlichste Dinge in Erfahrung gebracht werden sollten (Einstiegsreflexion) nochmals abgefragt.

 

Ist das BAMF unser direkter Arbeitgeber oder sind es die Kursträger? Oder sind diese die Subunternehmer des BAMF? Liegt hier eventuell Scheinselbständigkeit vor? Nein, soweit wollen wir nicht denken … Wir lieben unsere Freiheit. Doch die Auflagen (mehrwöchige Schulungen bei Verdienstausfall) haben ein Limit, die im selben Rahmen wie bei Festangestellten mit bezahltem Bildungsurlaub abgeglichen werden müssen.

 

Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass vorab, wie in jedem modernen Unternehmen, erst einmal in einer Diskussionsrunde eruiert worden wäre, was die Dozent:innen selbst für einen Fundus an Verbesserungsvorschlägen vortragen können. Ich hätte da folgende:

- Berufspraktika während des Kurses (z. B. 1x wöchentlich), da die TN meist völlig isoliert zu Hause lernen und keinen Kontakt zu Deutsch-Muttersprachlern finden.

- Nach jedem Modul einen Kurztest mit Antwortbogen, der extern maschinell korrigiert wird, zur Entlastung der Dozent:innen. Ich z. B. komme in meinem Zeitrahmen nicht hinterher mit der Korrektur von Kurztests.

 

Abschließend hoffe ich, dass uns Selbiges nicht noch einmal widerfährt: Fast ein Jahr kein Erholungsurlaub oder ein Verdienstausfall von mehreren Tausend Euro, der nicht einfach so kompensiert werden kann.

Claudia Müller

Volkshochschule fordert mehr Geld für Integrationskurse

Die Onetz-Zeitung berichtet in einem Beitrag über Harald Krämer, einen VHS-Fachbereichsleiter, der für Integrationskurse zuständig ist.

Er fordert .einen Abbau des bürokratischen Aufwands bei der Durchführung der Kurse und eine Erhöhung des finanziellen Erstattung. Es gebe zwar eine große Nachfrage an Integrationskursen, aber mittlerweile keine Lehrkräfte mehr. "Krämer wünscht sich Pädagogen einzusetzen, die in anderen Ländern eine Lehrbefugnis erworben hätten. Die werde aber oft in Deutschland nicht anerkannt und er könne sie deshalb nicht einsetzen." 

"Stand heute, sind wir dicht. Wir haben keine Lehrkraft mehr, um bis Mai weitere Integrationskurse anzubieten. Die Bedingungen, die an eine Lehrkraft gestellt würden, seien hoch. Wenn das Anforderungsprofil heruntergeschraubt würde, auch ohne den Qualitätsstandard zu gefährden, könnte man noch die eine oder andere finden."

"Die Stundenhonorare hätten sich verdoppelt, rechnet Krämer vor. Aber die Sätze, die wir pro Unterrichtseinheit und Teilnehmer erhalten, sind nur marginal angehoben worden. Dabei sei der Aufwand, solche Lehrgänge abzuwickeln, inzwischen enorm."

(as)