Blog abonnieren   I   Facebook  Vernetzungskarte

Aktuell


Schon den "Hamburger Appell" unterschrieben?

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte ruft alle Kolleg*innen dazu auf, den von der GEW Hamburg veröffentlichten "Hamburger Appell" zu unterzeichnen und unter Kolleg*innen, Freunden usw. zu verbreiten. Leitet bitte den Appell auch an Eure Träger weiter!

 

"Hamburger Appell" zur Lage in der Weiterbildung

 

Staatlich verantwortete Weiterbildung vor dem Abgrund - die Politik muss dringend handeln! 

                                                                    

Unser Ziel: Nachhaltige Verbesserung der Lage der Lehrenden und der Träger der staatlich verantworteten Weiterbildung, insbesondere der BAMF-finanzierten Sprach- und Integrationskurse für Geflüchtete

Aktuelle Situation: gesellschafts- und bildungs­politisch skandalöse Beschäftigungsbedingungen für die fast 20.000 Lehrenden in den Sprach- und Integrationskursen:

Bedingungen der Lehrenden:

Prekär Honorar-Beschäftigte erhalten 41 € pro Unterrichtsstunde (netto ca. 20 €), zahlen ihre gesamten Sozialversicherungsbeiträge selbst, haben kein Einkommen im Krankheitsfall, tragen das volle unternehmerisches Risiko – oder

Prekär Angestellte haben meist nur befristete Verträge, arbeiten häufig 40 oder mehr Unterrichtsstunden pro Woche bei Vollzeit, haben keine bezahlte Vor- und Nachbereitungszeit für den Unterricht, d.h. reale Arbeitszeiten von bis zu 60 Zeitstunden pro Woche, treiben Raubbau an ihrer Gesundheit / Bruttogehalt: oft nicht über 3000 €

Die aktuelle Corona-geprägte Situation hat die Lage sowohl der Lehrenden als auch der Weiterbildungs­betriebe noch einmal drastisch verschärft. Viele Betriebe haben ihre Rücklagen aufgezehrt. Viele  Lehrende sind überschuldet, in Existenznot geraten und müssen sich beruflich umorientieren.

Integration kann aber nur dann gut gelingen, wenn die Weiterbildungsträger in die Lage versetzt werden, menschenwürdige Arbeitsbedingungen anzubieten und in zukunftsfähige Ausstattung zu investieren. Die Pandemiepauschale ist hierfür viel zu niedrig und nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Wenn sich an der Finanzierung der Weiterbildung in den nächsten Monaten nichts ändert, wird ein erheblicher Teil der Träger die Pandemiezeit nicht überleben.

Die politischen Entscheidungsträger sind daher aufgefordert, massiv in eine bessere Finanzierung der Sprach- und Arbeitsintegrationskurse zu investieren. Hierzu gehören auch eine deutliche Verbesserung der Bezüge der Lehrenden und eine verbindliche Obergrenze der wöchentlich zu leistenden Unterrichtsstunden als Voraussetzung für gute Qualität von Weiterbildung.

 

Wir fordern deshalb von der großen Koalition auf Bundesebene noch für diese Legislatur:

Eine gesetzliche Verbesserung der Bedingungen in der staatlich verantworteten Weiterbildung mit:

1. Bundestariftreuegesetz (nur noch Träger mit Tarifverträgen bekommen Mittel aus der öffentlichen Hand)

- Eingruppierung entsprechend TVöD /Wettbewerb der Träger erfolgt über Qualität, nicht über den Preis

2. Deutlich längerfristige Finanzierungsstrukturen für die Träger

- unbefristete Festanstellungen der Lehrenden für Regelaufgaben

3. max. 25 UE (Unterrichtseinheiten zu 45 min) pro Woche bei Vollzeitstelle

4. 64 € Honorar pro UE bei allen bundesweiten Berufssprach- und Integrationskurse; 42 € Honorar für alle übrigen Weiterbildungsangebote

5. Träger werden befähigt, Weiterbildung der Lehrenden und kollegialen Austausch zu finanzieren

6. Innovations-Anschubfinanzierung für nachhaltige digitale Ergänzung der Lehre 

7. Durchführung einer Integrationskonferenz Weiterbildung mit den zuständigen Ministerien, der Wissenschaft, Vertretern der Träger, der Verbände und der Beschäftigten. Ziel: Zukunftspakt Weiterbildung 2020-25

mehr lesen

Warnung vor vielen Videokonferenzsystemen

Bild von Tumisu auf Pixabay
Bild von Tumisu auf Pixabay

Das Handelsblatt beschäftigt sich in seinem Beitrag "Microsoft Teams, Zoom, WebEx: Berliner Behörde warnt vor gängigen Videosystemen" mit dem Datenschutz bei Videodienstanbietern. Der Anlass ist ein Papier der Berliner Datenschutzbeauftragten - "Hinweise für Berliner Verantwortliche zu Anbietern von Videokonferenzdiensten"

Einerseits sei nach erneuter Prüfung bei den großen Anbietern keine wesentliche Besserung festgestellt worden, andererseits gebe es ausreichend viele rechtskonform nutzbare Dienste, sodass es keinen Grund gebe, für Videokonferenzen das Datenschutzrecht zu brechen. In dem Papier der Berliner Behörden befinden sich sowohl eine übersichtliche Tabelle mit den bewerteten Anbietern als auch Kleinberichte zu den einzelnen Firmen. 

Leider spielt das Thema Datenschutz bei Videokonferenzen bei sehr vielen Trägern und noch mehr bei selbstständigen Dozent*innen keine große Rolle. Die meisten wissen nicht, dass ihr Verhalten juristisch gesehen problematisch ist.

(as) 

 

 

Die Neustarthilfe startet

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat gestern bekannt gegeben, dass die Neustarthilfe beantragt werden kann. Ausführliche Infos und Links zum Antrag befinden sich auf der Webseite des Ministeriums.

 

Das Bundesministerium informiert auch über andere Coronahilfen.

(as)

 

Folgen der Pandemie für Dozierende

Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay
Bild von Dariusz Sankowski auf Pixabay

Zu den Folgen der Pandemie erschien in "weiter.bilden", der Zeitschrift für Erwachsenenbildung des DIE, Ausgabe 04 2020, der lesenswerte Artikel: "Ausweitung des Prekariats? Die Folgen der Pandemie für selbstständige Kursleitende."

 

Pia Probst, die Autorin, beschreibt am Beispiel der Volkshochschulen die Folgeerscheinungen der Pandemie für soloselbstständige ErwachsenenbildnerInnen und die Antworten der Einrichtungen wie der Politik. Sie zeigt auch Probleme und Unzulänglichkeiten dieser Reaktionen auf.

Bei näherem Interesse am Artikel kann gerne der Kontakt zur Autorin hergestellt werden. Schreibt dazu bitte an redaktion@dafdaz-lehrkraefte.de

Folgen der Pandemie für die Teilnehmer*innen und Träger

Bild von vanleuven0 auf Pixabay
Bild von vanleuven0 auf Pixabay

Der Deutschlandfunk beschäftigt sich in seiner Sendung Campus & Karriere vom 13.02. ausführlich mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Integrationsprozess und das vor allem berufliche Leben der Migrant*innen. Ca. ab der 18. Minute kommt auch ein DaFZ-Dozent aus Münster zu Wort, der massive Kritik an der BAMF-Zusatzqualifizierung für die Berufssprachkurse übt. Er nennt sie eine Zwangsfortbildung.

 

Bereits am 12. Februar thematisierte "Campus & Karriere" in seinem Beitrag  Weniger Geld für Integrations- und Berufssprachkurse die (vor allem technischen) Probleme der Teilnehmenden und Träger bei der Umstellung der BAMF-Kurse auf das Virtuelle Klassenzimmer. In der Sendung wurde auch auf die schwierige Lage vieler Träger eingegangen. Christiane Carstensen vom BVIB kritisierte die verschärften Kriterien für das SodEG. Die geänderten Voraussetzungen würden eine Beantragung in hohem Maße erschweren.

(as)

Berliner Arbeitsgericht weist Klage ab

Das Berliner Arbeitsgericht hat auch in der zweiten Instanz die Klage unserer Kollegin Inez* abgewiesen und festgestellt, dass VHS-Dozent*innen mit ihrer abgestimmten Kursplanung keinerlei vertragliche Bindungen eingehen, selbst klare mündliche, gar per E-Mail getroffene Vereinbarungen oder auch die  (früher übliche) namentliche Nennung im VHS-Programm können der im öffentlichen Dienst gebotenen „Schriftform“ nicht genügen.

Daher muss jetzt der Berliner Senat die Honorarverträge endlich rechtlich absichern. Anscheinend „kann“ ein Gericht nicht heilen, was die Politik bislang versäumt hat.

mehr lesen

Ein Etappensieg der Berliner VHS-Dozent*innen

Die Aktion „Soziale Absicherung“ der Berliner VHS-Dozent*innen kommt voran. Die Hauptziele sind eine 100 % Ausfallzahlung bei Krankheit ab dem 1. Tag (aktuell ab dem 3. Krankheitstag) und die Erhaltung des Auftragsvolumens nach Elternzeit, Krankheit oder Pflege von Angehörigen. Diese Forderungen sollen in eine Rahmenvereinbarung festgeschrieben werden. Mit dem Parlamentsbeschluss vom Juni 2020 "Mehr soziale Sicherheit für Volkshochschul-Dozent*innen" hat das Abgeordnetenhaus den Senat aufgefordert, mit der Gewerkschaft (ver.di) die Verhandlungen zur Rahmenvereinbarung aufzunehmen. Ende Oktober hat der Senat diese Aufforderung abgelehnt.

 

Was am 21.01.21 im Bildungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses beschlossen wurde, war erfreulich und auch ungewöhnlich: der gesamte Bildungsausschuss hat mit allen Fraktionen einstimmig dafür votiert, den Parlamentsbeschluss vom Juni 2020 weiterzuverfolgen. Der Ausschuss hat diese Entscheidung an den Hauptausschuss des Parlaments übermittelt. Im Hauptausschuss wird am 17. Februar abgestimmt, ob die Senatsverwaltung sich auf Verhandlungen mit der Gewerkschaft (ver.di) über eine Rahmenvereinbarung zur sozialen Absicherung einlassen muss.

(lg)

mehr lesen

Hilfen für Selbstständige und Neues aus der Erwachsenenbildung

Die GEW Bayern informiert in ihrem Infoblatt "Hilfen für Selbstständige ab Dezember 2020" ausführlich und aktuell über alle möglichen Hilfen für Selbstständige, wie z.B. Neustarthilfe, SoDEG und ALG II.

 

In einem anderen Infoblatt der bayerischen GEW, "Neues aus der Weiterbildung", geht es z.B. um die Erhöhung des Freibetrags für nebenberuflich Tätige (Übungsleiterpauschale) und des Mindestlohns in der Weiterbildung (um 3,9 %), neue Werte der Sozialversicherung für Selbständige und Arbeitsschutz (FFP2-Masken). 

 

Viele oben erwähnte Verbesserungen, auch die 41 €, gehen auf die Arbeit von engagierten Kolleg*innen und Interessenvertretungen zurück. Von nix kommt nix, das gilt auch für Infoblätter oder diese Webseite. Auch (selbständige) Lehrkräfte in der  Erwachsenenbildung  brauchen eine starke Vertretung – und das ist beispielsweise die Bildungsgewerkschaft GEW im DGB. Eine Gewerkschaft oder eine andere Interessenvertretung (wie unser Bündnis) sind aber nur dann stark, wenn viele Kolleg*innen mitmachen: Mitgliedschaft, aktive Mitarbeit usw.

(as)

 

Engagement lohnt sich! Erfolge des Bremer Kursleiterrates

In ihrer aktuellen Ausgabe befasst sich die GEW-Zeitschrift "E&W" in dem Beitrag "Für faire Honorare" (Seite 24) mit der Arbeit des Kursleiterrates an der VHS-Bremen.

Dem Kursleiterrat ist vor einigen Monaten gelungen, Ausfallhonorare für alle Lehrkräfte auszuhandeln, deren Kurse coronabedingt nicht stattfinden konnten. Das 100%-Ausfallhonorar wurde bis August gezahlt, ab November  75%,  entsprechend der Höhe der Novemberhilfe der Bundesregierung. Die Einzelheiten sind auf der Webseite des Rates zu finden.

Es ist nicht der erste Erfolg des Kursleiterrates.  2019 wurde eine Rahmenvereinbarung erreicht, die unter anderem eine schrittweise Erhöhung der Mindesthonorare für die knapp 1.000 freiberuflichen Lehrkräfte auf 31 Euro pro Unterrichtsstunde bis 2023 vorsieht. Die arbeitnehmerähnlich beschäftigten Lehrkräfte bekommen außerdem seit Anfang dieses Jahres Zuschüsse zur Renten- und Krankenversicherung – und auch der Anspruch auf Urlaubsentgelt für vier Wochen pro Jahr wurde in der Vereinbarung schriftlich festgehalten.

Bereits 2016 und 2018 erreichte der Kursleiterrat nach 10 Jahren Stillstand zwei Honorarerhöhungen. Vor 2016 waren die Honorare der Lehrkräfte an der VHS Bremen extrem niedrig, nur 19 €. Dass es jetzt viel besser ist, ist engagierten Kolleg*innen, vor allem im Kursleiterrat, zu verdanken.

Hajo Kuckero (vom Kursleiterrat) betont, "dass es für eine Verbesserung der Bedingungen wichtig sei, sich zusammenzuschließen – und dabei idealerweise auch die Gewerkschaften mit ins Boot zu holen. So unterstützen in Bremen sowohl die GEW als auch ver.di die Arbeit des Kursleiterrats. Sei eine Interessenvertretung erst einmal gebildet, sollte diese nicht nur mit der Leitung der jeweiligen Einrichtung verhandeln, sondern sich auch direkt an die örtlichen Entscheidungsträger wenden. „Und im Zweifel: auf die Straße gehen und Öffentlichkeit herstellen“, rät Kuckero. Zwar gingen solche Initiativen zumeist mit nur wenigen Engagierten los: „Aber das macht nichts. Es werden mit der Zeit mehr, und dann lässt sich eine ganze Menge erreichen.“ 

(as)

 

 

Lehrkräfte im Bereich Alphabetisierung/Grundbildung für eine Onlinestudie gesucht

Screenshot Webseite des DIE
Screenshot Webseite des DIE

Das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung (DIE) sucht für eine Online-Interventionsstudie im Projekt KANSAS aktuell bundesweit Teilnehmer*innen. Es gibt dafür eine Aufwandsentschädigung von 105 €!

 

Was ist KANSAS?

 

KANSAS ist eine kompetenzadaptive, nutzerorientierte Suchmaschine für authentische Sprachlerntexte. Sie soll (angehende) Lehrkräfte bei der Recherche und Auswahl von Sprachlerntexten unterstützen und so die Unterrichtsvorbereitung einfacher machen. KANSAS wird im Rahmen der AlphaDekade durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 

Worum geht es in der Studie?

 

In dieser Studie möchten wir herausfinden, wie gut KANSAS Lehrkräfte dabei unterstützen kann, passende und qualitative Sprachlerntexte zu finden und ob KANSAS somit hilfreich für die Unterrichtsvorbereitung ist. Dafür bitten wir Sie im Laufe der Studie, zwei Unterrichtsentwürfe mit KANSAS zu erstellen.

 

Einige Eckdaten für die Teilnahme:

 

•            Zielgruppe: Lehrkräfte aus dem Bereich Erwachsenen-Alphabetisierung und Grundbildung und DaZ

•            Für die Teilnahme gibt es eine Aufwandsentschädigung von 105€

•            Dauer: ca. 3 Stunden

•            Zeitraum: Januar bis März 2021

 

Wie wird die Studie durchgeführt?

 

Studienleitung und Teilnehmende bleiben während der gesamten Studie über eine Online-Kommunikationsplattform (Zoom) in Kontakt. Die Studienleitung leitet Sie Schritt für Schritt durch die Studie und ist durchgängig für Rückfragen ansprechbar.

 

Technische Voraussetzungen:

 

•            Google Chrome als Browser (kann vorab installiert werden)

•            Computer mit Lautsprecher und Mikrofon

•            Microsoft Office Word

•            Stabiler Internetzugang

 

Interesse?

Dann melden Sie sich unter dem Betreff „KANSAS“ per E-Mail bei Dr. Mareike Kholin: kholin@die-bonn.de.

(die)

Aktivitäten der Leipziger Kolleg*innen

Die "Initiative Leipziger Lehrkräfte gegen Prekarität in der Erwachsenen- und Weiterbildung" gehört zu den aktivsten Gruppen des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte.

 

Die Leipziger Kolleg*innen waren im letzten Jahr sehr rührig und haben jetzt zu Ihren Aktivitäten einen schönen und  interessanten JAHRESRÜCKBLICK 2020 zusammengestellt. Die Gruppe blickt stolz auf das letzte Jahr zurück sowie mit Zuversicht und frohem Mut auf 2021! 

(as)

SOZIALE ABSICHERUNG: Protest vor dem Roten Rathaus, am Mittwoch 13.01., 10-12 Uhr

 

Vor der Sitzung vom  21. Januar des Bildungsausschusses  im Berliner Abgeordnetenhaus, der sich erneut mit dem Thema VHS beschäftigen wird, führen die Vertretung der Berliner VHS-Dozent*innen und ver.di zwei Protestaktionen durch. Die erste findet am Mittwoch 13.01., 10-12 Uhr vor dem Roten Rathaus statt. In "Neues Deutschland" befasst sich der Beitrag "Akademische Tagelöhnerei" mit diesem Thema.

 

Angesichts der Schwere der Corona-Pandemie ist es nicht möglich, eine Demo zu veranstalten, sondern wir werden eine Mahnwache von wenigen Kolleg*innen mit Masken und Abstand durchführen. Eine breitere Teilnahme ist nicht möglich.

 

Wir bitten aber alle Kolleg*innen und Interessierte, die Information über diese Aktion über die eigenen Verteiler, Kanäle und Bekanntenkreise zu verbreiten. Die Vertretung der Berliner VHS-Dozent*innen und ver.di engagieren sich, damit unsere Aktionen ein großes Presseecho haben werden. 

 

Macht mit, ihr könnt dazu beitragen.

 

Zur persönlichen Situation der VHS-Kolllg*innen bei Krankheit und Reha könnt ihr hier eine Auswahl aus den Briefen, die im Dezember 2020 VHS-Dozent*innen an Abgeordnete und Senator*innen geschrieben und der Vertretung der Berliner VHS-Dozent*innen mitgeteilt haben. Bezüglich der sozialen Absicherung bei Krankheit sieht die politische Situation forgendermaßen aus: Im Berliner Regierungsprogramm von SPD, Linken und Grünen 2017 haben wir einen verbalen Erfolg erzielt. Dort heißt es unter anderem: „Für arbeitnehmerähnliche Beschäftigte will die Koalition eine tarifvertragliche Regelung abschließen.“ Dazu kam es bisher nicht.

mehr lesen

Uni Marburg: digitale ZQ Alphabetisierung

Flyer Uni Marburg
Flyer Uni Marburg

 

Das BAMF hat die Durchführung der Zusatzqualifizierung  Alphabetisierung mit digitalen Anteilen von bis zu 100% bis Ende März 2021 genehmigt. Die Uni  Marburg  möchte dementsprechend im Februar und März eine komplett digitale Zusatzqualifizierung Alphabetisierung durchführen.

Ausführliche Informationen hierzu befinden sich auf der Webseite des Fachbereichs und im unten befindlichen Flyer.

"Wenn man in Alphabetisierungskursen unterrichten möchte, braucht man andere Herangehensweisen als in herkömmlichen Deutschkursen. Es wird nicht nur die Sprache vermittelt, sondern auch das Lesen und Schreiben. Zum Schriftspracherwerb müssen verschiedene Teilkompetenzen aufgebaut werden, dazu gehören das phonologische Bewusstsein, eine gute Lautwahrnehmung, motorische Fertigkeiten und vieles mehr. Die Lehrkraft muss unter anderem über unterschiedliche methodische Vermittlungsangebote verfügen, um die unterschiedlichen Lerntypen der Teilnehmer ansprechen zu können. In diesem Zertifikatskurs werden Sie auf diese besondere Arbeit und die Bedürfnisse dieser speziellen Zielgruppe vorbereitet."

(as)

mehr lesen

BAMF-Statistik: Schlechtere Prüfungsergebnisse

Vor einigen Tagen hat das BAMF den Bericht zur bundesweiten Integrationskursgeschäftsstatistik für das Jahr 2020 veröffentlicht. Auf Seite 13 geht es um Prüfungsergebnisse von 2012 bis erstes Halbjahr 2020.

Der Statistik lässt sich entnehmen, dass die B1-Erfolgsquote im ersten Halbjahr 2020 um 3 % gesunken ist. Natürlich ist dies auf die Corona-Krise zurückzuführen, denn im Lockdown hatten die meisten Teilnehmenden monate- oder wochenlang keinen Unterricht. Einige konnten zwar an Online-Tutorien und am Unterricht im virtuellen Klassenraum teilnehmen, aber diese Unterrichtsformen sind meistens kein vollwertiger Ersatz für den Präsenzunterricht. Einige Medien, wie z.B. der MDR und die Deutsche Welle, befassen sich mit den schlechteren Prüfungsergebnissen.

Bereits vor einigen Jahren haben die Medien ausführlich über die 2016-2018 drastisch gesunkenen Erfolgsquoten berichtet. Einige Artikel waren leider sehr undifferenziert. In Zusammenhang mit einem besonders unfairen Beitrag, den Die Welt veröffentlicht hatte, hat das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte einen Offenen Brief an die Redaktion dieser Zeitung gesandt.

In dem Brief hat das Bündnis die Gründe für die schlechteren Prüfungsergebnisse genannt. Das waren vor allem eine andere Zusammensetzung der Kurse und die schlechten Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte. In seinen Gesprächen mit dem BAMF und den beiden zuständigen Bundesministerien hat das Bündnis oft und deutlich viele Punkte genannt, die zu mehr Qualität in den BAMF-Kursen führen würden: bessere Einkommens- und Arbeitsverhältnisse der Lehrkräfte, kleinere Gruppen, mehr Unterrichtsstunden, bessere Einstufung, keine zentrale Zuweisung, höhere Qualifikationsstandards für die Lehrkräfte, kostenlose Fortbildungsangebote usw. 

(as)

Neues zu SodEG

Der BVIB (Berufsverband für Integrations- und Berufssprachkurse e.V) befasst sich in einem sehr interessanten Beitrag mit dem neuesten BAMF-Trägerrundschreiben zu SodEG ab 01.01.21 und den vom BAMF aktualisierten  FAQs zu SodEG.

 

Laut BVIB erschweren die neuen Rahmenbedingungen einen Bezug der Zuschüsse sowohl für Träger als auch für Lehrkräfte deutlich. In einem ersten Austauschtreffen unter BVIB-Trägern sei deutlich geworden, dass niemand der anwesenden Träger SodEG in der aktuellen Form ab 01.01.21 werde beantragen können und damit in Folge auch nicht für die Lehrkräfte.

(as)

Podcast "Auf Integrationskurs": ein Projekt zweier Leipziger Dozentinnen

Bild von vanleuven0 auf Pixabay
Bild von vanleuven0 auf Pixabay

In Leipzig gibt es ein neues Projekt: den Podcast "Auf Integrationskurs". Gestern hat der Deutschlandfunk in seiner Sendung "Campus & Karriere" darüber berichtet.

 

Zwei Leipziger Kolleginnen, Johanna Bender und Isabelle Wiedemeier, haben in den letzten Monaten einen Podcast auf die Beine gestellt: Gespräche mit ehemaligen Teilnehmer*innen unserer Kurse über ihr Ankommen und ihre Integration in Deutschland, Gründe für ihre Migration, Schönes, Lustiges, Diskriminierung, Verlust... und nicht zuletzt auch über die Integrationskurse und was man daran verbessern könnte. Die ersten sechs Folge sind jetzt online - mit eigener Website und natürlich bei Spotify, I-Podcasts und Amazon.

(as)

Politische Termine des Bündnisses

1. Am 16. Dezember nahmen drei VertreterInnen des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte an einer Videokonferenz mit Leonie Gebers (Staatssekretärin im BMAS), Kerstin Tack (Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion für Arbeit und Soziales) und Dr. Gunilla Fincke (Leiterin des Referats für Grundsatzfragen der Migrations- und Integrationspolitik im BMAS, zuständig für Berufssprachkurse) teil. Das Bündnis wurde von Dr. Claudia Liehr-Molwitz (Hamburg), Monika Strauß-Rolke (Bonn) und Artur Sieg (Hannover) vertreten.

 

Das fast eineinhalbstündige Gespräch war sehr freundlich, offen und produktiv. Zuerst wurde über die prekäre Lage der Lehrkräfte in der gesamten Erwachsenenbildung gesprochen, wobei auch der Hamburger Appell zur Sprache kam. Dann wurde die Lage der Lehrkräfte im Bereich der Integrations- und Berufssprachkurse thematisiert. Besonders intensiv wurde über Verträge mit 40-50 UE pro Woche und die damit zusammenhängende Faktorisierung des Unterrichts diskutiert.

 

2. Auch am 16. Dezember nahm Clarissa Haziri-Hagner, eine der Sprecherinnen des Bündnisses, per Videokonferenz an einem von der Bundestagsfraktion der CDU/CSU veranstalteten Fachgespräch zum Thema "Rentenversicherungspflicht für Selbstständige" teil. Gastgeber war Peter Weiß, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Der Hintergrund: Arbeitsminister Heil will noch innerhalb dieser Legislaturperiode einen Gesetzesentwurf zur Altersvorsorgepflicht für Selbstständige vorlegen. Dabei sind eine Reform zum Statusfeststellungsverfahren und Erleichterungen zu den GKV-Beiträgen vorgesehen. An dem Fachgespräch beteiligten sich viele Verbände und Organisationen von Selbstständigen.

(as)

VGSD: "Hamburger Appell fordert faire Honorare und Arbeitsbedingungen für selbstständige Dozent/innen"

Screenshot Webseite des VGSG
Screenshot Webseite des VGSG

Der VGSD (Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland) befasst sich in seinem Beitrag "Hamburger Appell fordert faire Honorare und Arbeitsbedingungen für selbstständige Dozent/innen" ausführlich mit der Lage von selbstständigen und festangestellten Dozent*innen in der Erwachsenenbildung, besonders im Bereich DaF/DaZ. Der Anlass für den Artikel ist der Hamburger Appell der GEW Hamburg.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte ruft alle Kolleg*innen dazu auf, den Appell zu unterzeichnen und zu verbreiten.

(as)

GEW: Mehr Sicherheit in Corona-Zeiten für Selbstständige

Die GEW NRW fordert in Ihrem Papier "Corona-Konzepte auch für die Erwachsenenbildung/Weiterbildung" ein nachhaltiges und kurzfristig wirksames Corona-Konzept für die Erwachsenenbildung, denn  wegen der Pandemie sind Existenzen vieler soloselbstständiger Lehrkräfte bedroht. Hier die wichtigsten Punkte: 

Für selbstständige fordert die GEW NRW  während einer Schließungsphase Leistungen analog dem Kurzarbeitergeld sowie die Honorarfortzahlung in einer angeordneten Quarantäne. 

Für bedürftige Lernende sollen Leihgeräten und WLAN (z.B. in Form mobiler Router/Sticks) zur Verfügungen gestellt werden. Für Dozent*innen sollen  kostenlose Schulungen für Onlineveranstaltungen angeboten werden.

Bezüglich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes fordert die GEW kostenlose Masken und Luftfilter. "Benötigt werden aus Sicht der GEW NRW einheitliche Regelungen zum Infektionsschutz für alle Bildungseinrichtungen, explizit inklusive der Weiterbildungseinrichtungen, gemäß RKI-Empfehlungen vom 12.10.2020 für den Infektionsschutz an Schulen. Zudem fordert die GEW NRW kostenlose und regelmäßige Corona-Tests für Lehrende in der Weiter-bildung. Es sollte eine Einbeziehung von Integrationskursen in veränderte Teststrategien stattfinden, die im Moment für Schulen angedacht werden: Antigen-Schnelltests bei Verdachtsfällen auf eine Infektion, dadurch würden längere Ausfallzeiten für Lernende verhindert. • Die Verwendung der BAMF-Pandemie-Zulage soll von den Einrichtungen offengelegt werden."

(as)

41 € bereits für alle ab dem 01.01.2021 neu beginnenden Kurse

Das BAMF informiert in seinem heutigen Trägerrundschreiben und seiner Pressemitteilung, dass bereits zum 01.01.2021 der Kostenerstattungssatz auf 4,40 € (Integrationskurse) bzw. 4,64 € (Berufssprachkurse) pro Teilnehmenden und Unterrichtseinheit (UE) erhöht wird. Die untere Honorargrenze für freiberuflich tätige Lehrkräfte wird auf 41 € je UE angehoben. "Sie gilt in Kursen mit Kursbeginn ab 01.01.2021. Spätestens ab dem 01.02.2021 ist diese verbindlich zu zahlen." "Die Anhebung des Kostenerstattungssatzes erfolgt unabhängig vom aktuellen Pandemiegeschehen und gilt für alle neu beginnenden Kurse bzw. Kursabschnitte sowie in allen Kursarten und unabhängig von der Kursform (Präsenz, hybrid oder im "virtuellen Klassenzimmer")."

Es gibt noch etwas Neues. Bisher war es so, dass ein Träger, der das Mindesthonorar nicht zahlte, als einzige "Strafe" seine Zulassung jedes Jahr neu beantragen musste. Das scheint sich nun geändert zu haben: "Ein Unterschreiten der Vergütungsgrenze ab dem 01.02.2021 führt zu einer Verkürzung der Zulassungsdauer auf höchstens ein Jahr. Darüber hinaus wird bei fortlaufender Unterschreitung der Vergütungsgrenze die Folgezulassung nicht erteilt." Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat mehrmals das BAMF und die zuständigen Ministerien darum gebeten, dieses Schlupfloch (Folgezulassung bei fortlaufender Unterschreitung) zu schließen, was jetzt endlich passiert.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat mit seinem jahrelangen Engagement und besonders mit seiner Aktivität in den letzten Wochen einen wesentlichen Beitrag zu der Erhöhung des Mindesthonorars geleistet.

(as)