Aktuell


ZQ Alpha mit Online-Modulen

Ausschnitt aus dem Flyer der Uni Marburg
Ausschnitt aus dem Flyer der Uni Marburg

Universität Marburg führt im August und September 2020 eine weitere Zusatzqualifizierung Alphabetisierung mit Online-Modulen durch.

 

Da diese Zusatzqualifizierung ohnehin einen beträchtlichen Anteil an digitalen Selbstlernmaterialien enthält, müssten Teilnehmende lediglich an zwei Wochenenden Präsenzveranstaltungen in Marburg absolvieren.

 

Einzelheiten lassen sich dem unten befindlichen Flyer und der Webseite des Fachbereichs entnehmen.

(as)

 

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Umfrage zu Sprachlern-Plattformen und Sprachlern-Apps

Bild von Andreas Breitling auf Pixabay
Bild von Andreas Breitling auf Pixabay

Das internationale Netzwerk „enetCollect" führt aktuell eine Umfrage zu Sprachlern-Plattformen und Sprachlern-Apps durch! 

Ziel der Umfrage ist es, eine Bestandsaufnahme zu machen und einen umfassenden Überblick zu erhalten zu existierenden Plattformen und Apps fürs Sprachenlernen; vor allem weniger bekannte Seiten/Apps fürs Sprachenlernen sind gefragt! Die finale Liste wird im Anschluss der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Es wäre natürlich wünschenswert, dass Personen aus Deutschland und Anwendungen zum Lernen der deutschen Sprache angemessen in der Umfrage repräsentiert sind.

Die Umfrage dauert lediglich ein paar Minuten und es gibt die Chance, Gutscheine im Wert von 20 bzw. 50 Euro zu gewinnen! Das es sich um ein internationales Netzwerk handelt, wird die Umfrage in diversen EU-Ländern durchgeführt und ist daher in englischer Sprache verfasst.

(tw)

Baden-Württemberg zahlt weiterhin die Lebenshaltungskosten

Die Stuttgarter Nachrichten berichten in ihrem Artikel "Land springt der Wirtschaft zur Seite" darüber, dass Baden-Württemberg die Überbrückungshilfe des Bundes ergänzen wird, um z.B. den Soloselbstständigen zu helfen: 

"Das Land wird die Überbrückungshilfe des Bundes um eine landesspezifische Förderkomponente ergänzen, um zum Erhalt von Jobs beizutragen. Der Bund schließe einen Unternehmerlohn bei den förderfähigen Kosten explizit aus, erklärte Hoffmeister-Kraut. Deshalb werde das Land diese Förderlücke schließen und – wie schon bei der Soforthilfe Corona – auf Antrag einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1180 Euro pro Monat berücksichtigen und auszahlen. Damit werde vor allem Solo-Selbstständige geholfen, die nur geringe Fixkosten haben."

Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es eine Pauschale für den Lebensunterhalt. Dort beträgt sie 1000 €.

(as)

Neue Rahmenbedingungen für BAMF-Kurse

Das BAMF informiert in seinen Trägerrundschreiben für Integrationskurse 14/20 und für Berufsprachkurse 09/20   über neue Rahmenbedingungen für die Kurse ab 1. Juli.

Die Träger erhalten eine Pandemie-Zulage in Höhe von 1500 € pro Kursabschnitt (100 UE), um die mit der Einhaltung der Hygienauflagen verbundenen Mehrkosten decken zu können.

 

Um die Durchführung der Kurse zu erleichtern, hat das BAMF die Unterrichtsmodelle flexibilisiert:

Modell 1 (Präsenzunterricht in ausreichend großen Räumlichkeiten)

Modell 2 (Virtuelles Klassenzimmer)

Modell 3 (Präsenzunterricht mit Livestream-Übertragung in zweiten Kursraum)

Modell 4 (Präsenzunterricht mit zugeschaltetem virtuellen Klassenzimmer)

Modell 5 (Präsenzunterricht mit einer Lehrkraft in zwei Kursräumen)

 

Damit die Alphabetisierungskurse leichter stattfinden können, hat das BAMF die Mindestteilnehmendenzahl für die Garantievergütung auf 10 bzw. 8 Personen gesenkt.

 

In Anlage 3 (zu 14/20) informiert das BAMF über Regelungen zu Online-Tutorien, Fahrtkosten, Fehlzeiten, Test- und Meldestellen usw. Zu den Online-Tutorien veröffentlichte das BAMF inzwischen ein neues Trägerrundschreiben (15/20).

(as)

Hamburg: Scharfe Kritik an Senatsantworten auf eine Anfrage zu Deutschkursen

Kein Bedarf für die Verbesserung der prekären Arbeitsbedingungen? 

GEW und DaZ DaF Bündnis kritisieren in ihrer Pressemitteilung Senatsantworten auf eine Anfrage der CDU-Fraktion zur Weiterbildung

 

Am 19.6.20 beantwortete der Senat eine schriftliche kleine Anfrage der CDU Fraktion der Bürgerschaft zum Thema „Damit die Integration gelingt – Hat die prekäre Beschäftigung vieler DaZ/DaF-Lehrkräfte Auswirkungen auf das Angebot an Deutschsprachkursen?“ (Drucksache 22/520).

 

Die Antworten lassen befürchten, dass die schönen Worte des frischen SPD/GRÜNE Koalitionsvertrages nur Papier bleiben werden. Im Vertrag heißt es: „Die Koalitionspartner werden sich daher auf Bundesebene für eine Reform des Integrationskurssystems einsetzen, die das Ziel hat, den Zugang zu Integrationskursen auszuweiten, die Lernbedingungen zu verbessern und für bessere Arbeitsbedingungen bei den Lehrkräften zu sorgen“ (S. 117).

In Hamburg im eigenen Verantwortungsbereich sieht der Senat dagegen keinen Bedarf für Veränderungen der prekären Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte in der Weiterbildung.

 

So heißt es beispielsweise auf die Frage 22: „Plant der Senat für Daueraufgaben auch Dauerstellen zu schaffen? Plant der Senat für DaZ-Lehrkräfte, die hauptberuflich in dem wichtigen Bereich der Integration tätig sind, unbefristete Verträge nach TVöD sowie eine Faktorisierung des Unterrichts in Erwägung zu ziehen?“ lapidar „Nein“, obwohl der Senat selbst in seinen Antworten zugibt, dass allein bei der VHS 7,8% der DozentInnen mehr als 25 Unterrichtseinheiten pro Woche unterrichten und damit Daueraufgaben erfüllen. Nicht einmal Krankengeld oder Zuschüsse zur Sozialversicherung sollen für die Honorarkräfte mit Daueraufgaben gezahlt werden, wie es VHS in anderen Bundesländern längst tun (Frage 6 und 12). Für die Fragen zu allen anderen Trägern liegen dem Senat „keine Erkenntnisse vor“, obwohl die Stadt einen Großteil der Integrationskurse privaten Anbietern überlässt. Allein die Honorare der VHS, so die Absichtserklärung, sollen erhöht werden: „Die für Bildung zuständige Behörde wird in den Folgejahren die Praxis der kontinuierlichen Honoraranhebung im landesfinanzierten VHS-Angebot fortsetzen.“ (Frage 15).

 

 

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Höhere Lebenshaltungskostenpauschale in NRW

Laut eines Beitrags in der Westdeutschen Zeitung will Nordrhein-Westfalen den Soloselbständigen einen Zuschuss in Höhe von 1000 € pro Monat für Lebenshaltungskosten zahlen.

Im NRW-Landesportal heißt es dazu: "Da der Bund keinen Zuschuss zum entgangenen Unternehmerlohn leistet und stattdessen auf die Grundsicherung verweist, ergänzt das Land Nordrhein-Westfalen die Überbrückungshilfe des Bundes um eine Pauschale für Lebenshaltungskosten von 1.000 Euro pro Monat für drei Monate für Solo-Selbstständige und Personengesellschaften und stellt dafür rund 300 Millionen Euro aus der Landeskasse bereit."

Rheinische Anzeigenblätter berichten nicht nur über die 1000 € für den Lebensunterhalt, sondern auch über den Aufruf der Landesregierung an die Empfänger der alten NRW-Soforthilfe, ihre Ausgaben bis Ende September zu überprüfen und überschüssiges Geld zurückzuzahlen. 

(as)

Nur noch zwei Tage für die Bundestagspetition zu Soforthilfen für Selbstständige

Bild von Gundula Vogel auf Pixabay
Bild von Gundula Vogel auf Pixabay

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte unterstützt die Petition "Verlängerung und rechtssichere Ausgestaltung von Soforthilfen für Selbstständige" und ruft alle Kolleg*innen dazu auf, sie zu unterzeichnen. Sie wurde von der  Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände (BAGSV)  eingereicht und läuft nur noch bis Donnerstag. Bis jetzt wurde sie von über 50 000 Personen unterzeichnet, gehört damit, gemessen an der Zahl der Online-Mitzeichner, zu den Top-30 der erfolgreichsten Bundestagspetitionen und wird deswegen auf jeden Fall vom Bundestag behandelt werden. Sie hat auch prominente Unterstützer wie z.B. Sebastian Fitzek.

 

Für die Lehrkräfte in der Erwachsenenbildung dürften folgende Stellen besonders interessant sein:

"Die Soforthilfen müssen verlängert, rechtssicher ausgestaltet und neben laufenden Betriebskosten auch die Lebenshaltung, Miete und Krankenversicherung als notwendige Ausgaben anerkannt werden. (….)

Die Bedingungen der aktuellen "Soforthilfen" unterscheiden sich je nach Bundesland und Zeitpunkt der Antragstellung erheblich. Die Rechtsunsicherheit ist so groß, dass viele Selbstständige bis heute keinen Antrag gestellt haben. Bei vielen wirken sich die Folgen der Corona-Krise zeitversetzt aus, aufgrund der zu kurzen Antragsfrist drohen sie leer auszugehen. (…)

Zudem deckt die Soforthilfe nur die bei Solo-Selbstständigen typischerweise niedrigen laufenden Betriebskosten ab. Für ihre eigentlichen "Kosten", nämlich für Lebenshaltung, Miete und Krankenversicherung, werden sie auf die Grundsicherung ("Hartz IV") verwiesen. Die Zusage, hier auf eine Vermögensprüfung zu verzichten, wurde nicht eingehalten."

(as)

Klage auf Urlaubsentgelt erfolgreich!

Vor kurzem hat eine aus Norddeutschland stammende Kollegin dem Bündnis mitgeteilt, dass sie nach einem ca. 3 Monate dauernden Kampf das Urlaubsentgelt erstreiten konnte.

Als die Kollegin sich entschied, um das Urlaubsentgelt zu kämpfen, war sie nicht mehr für ihren Träger, eine private Bildungseinrichtung, tätig. Nachdem sich die Kollegin gründlich informiert hatte, z.B. mithilfe des vom Bündnis veröffentlichten Infoheftes Urlaubsentgelt, beantragte sie bei ihrem Träger das Urlaubsentgelt für 2017 und 2018. Der Antrag wurde erwartungsgemäß abgelehnt.

Nachdem die erste Rechtsberatung sehr enttäuschend verlaufen war, wandte sich die Kollegin an mediafon, die Beratung für Solo-Selbstständige von ver.di. Die Kollegin war und ist nämlich Mitglied bei ver.di.  Mediafon gab der Kollegin zahlreiche Tipps und vermittelte den Kontakt zu einem auf Arbeitsrecht spezialisierten Rechtsanwalt aus Bremen. 

Der Rechtsanwalt erhob Klage. Zum Prozess kam es nicht, weil man sich mithilfe des zuständigen Arbeitsgerichts einigen konnte. Es wurde nur über die Höhe des Urlaubsentgelts verhandelt. Im Nachhinein war die Kollegin darüber erstaunt, wie einfach und schnell alles gelaufen war. Sicherlich hat auch das Coronavirus dazu beigetragen, dass fast alles via Internet und am Telefon erledigt werden konnte.

(as)

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Weiterzahlung der Honorare: Jetzt auch an der VHS Düsseldorf

Das hat gedauert!

Auch für die Stadt Düsseldorf wäre es eine gute Gelegenheit gewesen, bereits zu Beginn des Lockdowns im März die derzeit allgegenwärtige Rede von „Solidarität“ in praktisches Handeln umzusetzen und für die Lehrkräfte der VHS eine Honorarfortzahlung zu beschließen. Einige Städte in NRW hatten schnell erkannt, dass sie die Dozentinnen und Dozenten ihrer Volkshochschulen nicht im Regen stehen lassen durften und beschlossen – mit kleineren Unterschieden – genau dies: die Weiterzahlung der Honorare auch für durch den Lockdown ausfallende Kurse. Köln war eine dieser Städte. Diejenigen Dozentinnen und Dozenten, deren Kurse auch zu einem späteren Zeitpunkt nicht nachgeholt werden können, erhielten ihre Honorare zu 60 bzw. 67 %, angelehnt an die Regelungen zum Kurzarbeitergeld.

Düsseldorf gehörte zunächst nicht dazu. Die GEW Düsseldorf forderte den Oberbürgermeister und den Rat der Stadt Düsseldorf mehrmals in Telefongesprächen sowie in mehreren Briefen zur Honorarfortzahlung auf, denn schnell war klar, dass aufgrund der weiterhin geltenden Hygiene- und Abstandsregeln zahlreiche Kurse nicht wiederaufgenommen bzw. nachgeholt werden konnten. Doch die Reaktion auf die Forderung war niederschmetternd:

Bekanntlich handele es sich bei den Honorarkräften der VHS um selbständig Tätige, die „als solche das unternehmerische Risiko tragen“. Wie schön, dass diese Tatsache mal wieder deutlich ausgesprochen wurde, und zwar vom Oberbürgermeister persönlich: Zwecks Kosteneinsparung werden Bildungsaufgaben an freiberuflich Tätige vergeben, feste Arbeitsverträge, von Tarifverträgen ganz zu schweigen, damit verweigert. Und man schien zu fürchten, damit nicht mehr durchzukommen: Honorarfortzahlungen könnten eine Klagewelle nach sich ziehen, so der OB in einer Telefonkonferenz mit Vertreterinnen der Gewerkschaften am 21.04.2020 und meinte damit Klagen auf Festanstellung.

(rj)

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Integration macht eine Pause

Am 16. Juni 2020 erschien in der Wochenzeitung „der Freitag“ ein sehr gut recherchierter Artikel mit dem Titel „Integration macht Pause“.

 

Aus drei Perspektiven aller Beteiligten in der sprachlichen Integrationsarbeit werden die Schwierigkeiten aufgezeigt, die auch, aber nicht nur, durch die Corona-Krise aufgetreten sind. Aus der Sicht einer somalischen Teilnehmerin, 2 VHS-Leitungen und einer Lehrkraft werden die Widrigkeiten, mit denen alle zu kämpfen haben, anschaulich auf den Punkt gebracht.

 

Lioba Geier, aktives Mitglied des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte, berichtet u. a. über Online-Unterricht in Zeiten der Krise. Ihre finanzielle Situation, die trotz der Unterstützung aus der Soforthilfe ab nächsten Monat wohl in der Grundversorgung münde, da sie immer noch nicht arbeiten könne, zeige einmal mehr die prekäre Arbeitssituation im DaFZ-Bereich bzw. in der Erwachsenenbildung.

(lg)

 

Siegen: Eine neue Gruppe im Bündnis

 Pressemitteilung: Aus der Not eine Tugend machen!

 Gründung der DaZ-Initiative Siegen-Wittgenstein

 

Im Zeichen der Corona-Pandemie ist in den letzten Monaten viel in Bewegung geraten. In vielen Berufsbranchen leider zum Negativen. So auch im Bereich der Integrationsarbeit, die scheinbar derzeit von der Politik aus den Augen verloren wurde. Seit dem 16. März kämpfen - im wahrsten Sinne des Wortes - viele Honorarlehrkräfte um ihre Existenz. Auch sie bekommen derzeit die Corona-Krise mit voller Wucht zu spüren. „Seit dem 16. März verdiene ich wie die meisten meiner Kolleg*innen € 0,00,-, weil unsere Kurse gestoppt worden sind. Lapidar höre ich dann immer: „Beantrage doch Hartz IV!“, aber für viele von uns kann das keine Lösung sein“, sagt Ingo Langenbach, Initiator der DaZ-Initiative in Siegen-Wittgenstein.

 

Aus der Not eine Tugend machen! So rief Herr Langenbach mit anderen ebenso engagierten Lehrkräften in unserem Kreis die „DaZ-Initiative Siegen-Wittgenstein“ ins Leben. Die Initiative versteht sich als Anlaufstelle für DaF/DaZ-Lehrkräfte, die aktiv mitarbeiten und Informationen erhalten wollen. „Wir suchen den Kontakt zu den Kolleg*innen in unserem Kreisgebiet und wollen uns vernetzen und über aktuelle Entwicklungen in unserem Beruf informieren. Wir verstehen uns als Interessenvertretung für unsere Berufsgruppe vor Ort. Mit Aktionen und Veranstaltungen wollen wir in Zukunft auf uns und unsere berufliche Situation aufmerksam machen“, erklärt Langenbach.

 

Für die Zukunft sind Vernetzungstreffen im virtuellen Raum und ganz persönlich geplant. Einen regelmäßig erscheinenden Newsletter gibt es bereits. Hierüber informiert die Initiative über Entwicklungen auf politischer und gewerkschaftlicher Seite und über die Arbeit des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte (www.dafdaz-lehrkraefte.de) bundesweit, dem auch die DaZ-Initiative Siegen-Wittgenstein angehört. „Wir freuen uns über jeden, der sich für und mit uns für bessere Arbeitsbedingungen und Angestelltenverhältnisse in unserer Berufsbranche einsetzen möchte. Interessierte können sich gerne per E-Mail an daz.si-wi@gmx.de melden. Jeder ist herzlich willkommen, der sich engagieren will“, so Ingo Langenbach.

 

Schon Jahre vor der Corona-Pandemie waren die Arbeitsbedingungen für Lehrkräfte in Integrationskursen schwierig und von Befristungen und unsicheren Arbeitsverhältnissen geprägt. Aber seit dem 16. März 2020 ist die Misere wie durch ein Brennglas offen zu Tage getreten. „Wir wollen uns und unsere Anliegen ins Gespräch bringen. In der Regel werden wir mit Honorarverträgen abgespeist, die meistens befristet sind. Sozialversicherungs- und Krankenkassenbeiträge müssen wir trotz geringer Honorare zu 100% selbst zahlen und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gibt’s für uns auch nicht. Altersarmut ist damit unausweichlich. Wir Lehrkräfte müssen verstehen, dass wir alle im selben Boot sitzen. Wir müssen anfangen, uns zu organisieren, zusammen zu arbeiten und uns gegenseitig zu unterstützen, um auch nach der Corona-Pandemie für bessere Arbeitsverhältnisse in unserer Branche zu streiten“, schließt Langenbach.

Ergebnisse der Umfrage unter den Berliner VHS-Dozent*innen

397 Dozent*innen aus den Berliner VHS haben sich an der Umfrage zu ihrer beruflichen und sozialen Situation vom 14. bis zum 22.05.20 beteiligt. Die Zahl der Teilnehmenden ist schon ein toller Erfolg  und stellt eine breite Basis für die Auswertung dar.

Die Umfrage wurde von der Berliner Vertretung der VHS-Dozent*innen mit der Unterstützung von ver.di Berlin-Brandenburg initiiert: Vielen Dank an ver.di für die technische Realisierung, Auswertung und die inhaltliche Begleitung.

Viele Antworten auf die insgesamt 53 Fragen können in Schaubildern dargestellt werden, die hier mit kurzer Textbeschreibung zu finden sind. Daneben gab es auch 130 Seiten freie Kommentare. Gerade diese frei formulierten Antworten sind sehr wichtig, aber ihre Auswertung wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.  Diese wird später in einer Langfassung veröffentlicht.

Außerdem plant die Berliner Vertretung der VHS-Dozent*innen eine Zusammenfassung der Umfrage für die Gespräche in der Politik. Die Ergebnisse werden helfen, die Argumente für eine langfristige soziale Absicherung von VHS-Dozent*innen bei den anstehenden Verhandlungen zu einer VHS-Rahmenvereinbarung zu untermauern.

Neues Hilfsprogramm: Lebenshaltungskosten weieterhin nicht förderfähig

„Mit Überbrückungshilfe werfen wir den Mittelstandsmotor wieder an“ lautet die Überschrift der aktuellen Pressemitteilung des BMWI, in der die Eckpunkte für die „Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen", vorgestellt werden.

Wenn man sich als Soloselbstständige/r die Eckpunkte anschaut. dann kann man über die vielversprechende Überschrift leider nur den Kopf schütteln. "Ziel der Überbrückungshilfe ist es daher, kleinen und mittelständischen Unternehmen aus Branchen, die unmittelbar oder mittelbar durch Corona-bedingte Auflagen oder Schließungen betroffen sind, für die Monate Juni bis August 2020 eine weitergehende Liquiditätshilfe zu gewähren und dadurch zu ihrer Existenzsicherung beizutragen." Wie bei der Soforthilfe des Bundes können leider viele Soloselbstständige genau das, was sie brauchen, nicht beantragen., denn  "Lebenshaltungskosten oder ein Unternehmerlohn sind nicht förderfähig". Die zahlreichen Schreiben, Gespräche und Aktionen von Selbstständigen und ihren Verbänden, Gewerkschaften, Bundesländern und einigen Parteien hatten leider keinen Erfolg. Möglicherweise kann  man nicht einmal sein häusliches Arbeitszimmer geltend machen, denn "Kosten für Privaträume sind nicht förderfähig".

Es bleibt zu hoffen, dass sich die Bundesländer etwas einfallen lassen. Allerdings gibt es schon jetzt viel Krach zwischen einigen Ländern und dem Bund, denn der letztere meint, die Länder seien zu großzügig bei der Coronahilfe gewesen und hätten die Gesetze falsch ausgelegt.  Erst vor einer Woche berichtete der Tagespiegel in seinem Beitrag "Bund fürchtet großen Corona-Betrug in Berlin" über den Streit zwischen Bund und Berlin.

Falls es mit den Aufträgen jetzt nicht besser aussieht, bleibt also den meisten Soloselbstständigen der Gang zum Jobcenter, um Hartz IV zu beantragen.  Die FAZ befasst sich in ihrem aktuellen Artikel "Die Krise der Selbständigen" mit dem Unmut der Selbständigen und der Entfremdung zwischen ihnen und der Politik. "Angestellte in Kurzarbeit bekommen mindestens zwei Drittel ihres Nettogehalts, Selbständige verweist die Politik hingegen auf die Grundsicherung."  Auch die FAZ berichtet über die Unsicherheit bezüglich der schon bezahlten Coronahilfen. Laut der Zeitung bittet die Investitionsbank Berlin Selbständige nun, zu Unrecht erhaltene Soforthilfe zurückzuzahlen. 

Die FAZ zitiert Andreas Lutz, den Chef des Verbands der Gründer und Selbständigen in Deutschland (VGSD):  „Die ganze Tonalität ist so, dass sich Selbständige wie Kriminelle fühlen“. Er kritisiert auch die Jobcenter. „Sie nehmen oft keine Rücksicht auf die Lebensrealität von Selbständigen. Da wird dann einem freien Fotografen geraten, er solle erst mal seine Kameras verkaufen, das sei doch verwertbares Vermögen.“ Besser macht es laut Lutz Großbritannien. Dort bekämen Selbständige 80 Prozent ihrer früheren Monatseinkünfte vom Finanzamt – bis zu 7500 Pfund (8400 Euro) für drei Monate.

(as)

Protestaktion der DaFZ-Lehrkräfte in Mainz

Am vorletzten Mittwoch (3.6.2020) haben DaF/DaZ-DozentInnen in Mainz vor dem Theater mit einer Papiertüten-Aktion auf ihre Situation aufmerksam gemacht, genauer gesagt auf die generellen schlechten Arbeitsbedingungen als freie Honorarkräfte und auf die Zuspitzung ihrer Lage, seitdem - bedingt durch die Corona-Pandemie - keine Kurse mehr stattfinden können.

Angeregt durch die Aktion der Initiative „Lehrkräfte gegen Prekarität“ aus Leipzig im April, fanden sich einige KollegInnen der VHS Mainz zusammen, die teilweise auch der Mainzer Gruppe des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte angehören, um eine ähnliche Aktion zu organisieren. Wie bei den KollegInnen aus Leipzig wurden jede Menge Papiertüten beschriftet oder mit Sprüchen beklebt wie etwa „Fair statt prekär“, „Das Leben wäre schöner, wärn wir nicht Tagelöhner“, „Rettungsnetze große Maschen, falln wir durch, nix inden Taschen“, „Bildungsvermittlung prekär, das geht gar nicht mehr“. Die Tüten wurden dann großflächig auf dem Theaterplatz aufgestellt. Zur einstündigen Aktion erschien dann ca. die Hälfte der Mainzer DaF/ DaZ-DozentInnen, viele ganz in Schwarz oder mit schwarzem Oberteil und einem aufgeklebten 'Namensschild', auf dem „Stundenlöhnerin“ bzw. „Stundenlöhner“ stand.

Nach den Auflagen des Ordnungsamtes war die Zahl der TeilnehmerInnen auf 30 begrenzt. Auf einigen großen Plakaten wurden zusätzlich Informationen zu uns, unserer Arbeit, unserer finanziellen Situation und unseren Forderungen präsentiert. Mitten in der Woche und zu Corona-Zeiten war der Publikumsverkehr überschaubar, doch die Aktion stieß beiden Vorbeigehenden meist auf Neugier und Interesse.

Außerdem hatten wir Besuch von der Mainzer Zeitung, die dann über uns einen kurzen Bericht veröffentlichte, und dem Fernsehen. Schon am Abend gab es einen kurzen Beitrag über uns im SWR (bei Minute 14:35). Und einen Tag vorher hatte einer unserer Kollegen ein Interview beim Radiosender SWR4 gegeben. In der Radiosendung kam auch Christian Rausch, der Direktor der VHS Mainz zu Wort. Er wünsche sich eine bessere Förderung der Integrationskurse durch das BAMF, damit den Lehrkräften bessere Honorare bezahlt werden könnten. "Unser Ziel muss eigentlich sein, (…) dass die Lehrer so bezahlt werden wie an staatlichen Schulen. (…) Sie leisten das Gleiche, aber bekommen weniger Geld". 

Alles in allem also eine gelungene Aktion, mit der wir alle zufrieden waren. Die Tüten und Plakate haben wir sorgfältig verstaut und stellen sie gerne anderen KollegInnen für weitere Aktionen zur Verfügung, getreu dem Motto „Steter Tropfen höhlt den Stein“.

(ar) 

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Weiterleitung von SodEG-Zuschüssen an Honorarlehrkräfte

Das BAMF hat die FAQ zum Gesetz für den erleichterten Zugang zu sozialer Sicherung und zum Einsatz und zur Absicherung sozialer Dienstleister (SodEG) aktualisiert. Neu und für die Lehrkräfte besonders interessant ist die Aufnahme von Fragen bezüglich der anteiligen Weiterleitung von Zuschüssen an Honorarlehrkräfte aufgenommen. Die detaillierten Infos und Beispiele hierzu befinden sich ab Frage 13 auf Seite 10. Der Antwort auf Frage 14 lässt sich entnehmen, wieviel genau an die Honorarkräfte weitergeleitet werden muss.

(as)

Kritik am staatlichen Vergabesystem von Sprachkursen

Doreen Bormann und Nikolai Huke stellen in ihrem Blog Das „Geiz ist geil-Vergabesystem“ ausführlich dar, wie die Sprachkurse und die weitergehenden Maßnahmen, die der Integration – insbesondere der Arbeitsmarktintegration - von MigrantInnen dienen sollen, von staatlicher Seite an private Träger weitergegeben werden und welche Folgen das hat.

Der in der Online-Ausgabe der Wochenzeitung "der Freitag" erschienene Blog vom 4.6.2020 basiert auf dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt „Willkommenskultur und Demokratie in Deutschland“ (Laufzeit 10/2017-11/2020).

Für dieses Projekt haben die AutorInnen mit zahlreichen Beteiligten bundesweitgesprochen. Seien es MitarbeiterInnen von Jobcentern oder Arbeitsagenturen, von Handwerks- oder Industrie- und Handelskammern, von verschiedenen Sprachkurs-oder Projektträgern oder von diversen Beratungsstellen: Die meisten sehen die Vergabepraxis vonseiten der staatlichen Institutionen eher skeptisch. Zum einen wird bemängelt, dass bei der Vergabe von Kursen/ Projekten und Maßnahmenhäufig finanzielle Faktoren den Ausschlag geben würden. Oft zähle nicht so sehr die Qualität, sondern eher das kostengünstigste Angebot, was weitreichende Folgen hat:

(ar)

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Integrationskurse: GEW schreibt an Horst Seehofer

Bezüglich der Wiederaufnahme der Integrations- und Berufssprachkurse fordert die GEW in einem Brief an Bundesinnenminister Horst Seehofer, ausreichend Mittel bereitzustellen, um Präsenzunterricht unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorgaben durchführen zu können, heißt es in einer GEW-Mitteilung.

Das BAMF hat es genehmigt, die Kurse in zwei oder mehrere Gruppen zu teilen. "Da jedoch die Abrechnung der durchgeführten Kurse auf der Grundlage der aktuell geltenden Abrechnungsrichtlinien erfolgt, wird der durch die Teilung der Gruppen erforderliche Mehrunterricht den Trägern nicht vergütet“, kritisierte der Leiter des Organisationsbereichs Berufliche Bildung und Weiterbildung der GEW, Ansgar Klinger. „Es müssen jetzt ausreichende Mittel bereitgestellt werden, um Präsenzunterricht unter Einhaltung der Abstands- und Hygienevorgaben durchführen zu können.“

Marlis Tepe, die Chefin der GEW, und Klinger wiesen in ihrem Brief auch darauf hin, dass die vorliegenden Finanzierungsregelungen dazu führen könnten, dass die Träger lediglich Kurse mit wenigen Teilnehmenden starteten und größere Kurse infolge der fehlenden Finanzierung weiterhin aussetzten. Damit würde für einen mehrmonatigen Zeitraum die wichtige Integrationsarbeit unterbrochen.

Die GEW betont in ihrem Brief,  dass die ohnehin prekäre Lage der Lehrkräfte durch die Corona-Pandemie verstärkt werde. Viele seien gezwungen, Arbeitslosengeld II zu beantragen oder aufzustocken. Die Corona-Krise lasse die Probleme der Integrationskursverordnung und der daraus resultierenden Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte wie unter einem Brennglas erkennen. Daher sei jetzt der richtige Zeitpunkt, gerechte Beschäftigungsverhältnisse in den Kursen zu schaffen. Laut Klinger müssen die Träger in die Lage versetzt und verpflichtet werden, feste tariflich geregelte Arbeitsverhältnisse für ihre Lehrkräfte zu schaffen. Die GEW sei dazu gesprächs- und verhandlungsbereit.

(as)

Hamburg will sich für bessere Arbeitsbedingungen in den I-Kursen einsetzen

Bild: Thomas Ulrich, Pixabay
Bild: Thomas Ulrich, Pixabay

In dem vor Kurzem veröffentlichten Hamburger Koalitionsvertrag (SPD und Grüne) befindet sich auf Seiten 119-120 eine Stelle, die für Lehrkräfte in BAMF-Kursen sehr interessant sein dürfte:

„Die Koalitionspartner werden sich daher auf Bundesebene für eine Reform des Integrationskurssystems einsetzen, die das Ziel hat, den Zugang zu Integrationskursen auszuweiten, die Lernbedingungen zu verbessern und für bessere Arbeitsbedingungen bei den Lehrkräften zu sorgen. Zudem sollten hierbei die Erfahrungen aus der Corona-Zeitberücksichtigt werden – z.B. durch die zunehmende Bereitstellung von Online-Angeboten oder zusätzlichen Tutorien.“

Diese Stelle hängt sicherlich mehr oder weniger mit dem von der Hamburger GEW mit Hilfe des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte veranstalteten Tribunal Weiterbildung zusammen, bei dem einige Politiker*innen versprachen, sich für die Lehrkräfte einzusetzen. Es gab danach auch eine diesbezügliche Anfrage der CDU an den Senat.

Die in der GEW und dem Bündnis engagierten Hamburger Kolleg*innen können sich also über einen Erfolg freuen. Natürlich ist es nur ein erster Schritt, aber auch in Berlin hat es vor einigen Jahren mit einigen Sätzen im Koalitionsvertrag angefangen. 

Es wäre wichtig, dass auch andere Bundesländer dem Hamburger Beispiel folgen. Das kann nur dann gelingen, wenn sich Kolleg*innen dafür einsetzen und in der GEW und dem Bündnis mitmachen. In einigen Ländern führten schon die Gruppen des Bündnisses entsprechende Beispiele. Der Hamburger Koalitionsvertrag ist eine große Hilfe. Die Bundesländer können über den Bundesrat und über die Innenministerkonferenz auf BAMF-Kurse Einfluss nehmen.

(as)

Bessere soziale Absicherung für die Berliner VHS-Dozent*innen und Musikschullehrer*innen

Für die VHS-Dozent*innen stellt der Beschluss des Berliner Abgeordnetenhauses (AH) vom  4.6.2020 einen Erfolg dar. Auf seiner 60. Plenarsitzung hat das Berliner AH den Antrag "Mehr soziale Sicherheit für Volkshochschul-Dozent*innen" angenommen, den die Koalitionsparteien eingebracht hatten. Damit fordert das Parlament den Senat auf, mit den Gewerkschaften und der Berliner Vertretung der VHS-Dozent*innen Verhandlungen zu einer Rahmenvereinbarung aufzunehmen. Damit wird es über die Arbeitsbedingungen, d.h. Honorare und soziale Absicherung, verhandelt. Bis jetzt werden sie über die Verordnungen, ein einseitiges Instrument, geregelt. Im Land Bremen ist eine Rahmenvereinbarung 2019 in Kraft getreten.

Die jetzt bewilligte Version des Antrags wurde im Vergleich zur Fassung der ersten parlamentarischen Lesung geändert: „gemäß Beschlussempfehlung des Hauptausschusses“. Damit wurde die Weiterzahlung der Honorare für laufende und geplante Kurse bis zur Eröffnung der VHS verlängert. Auf der Webseite des rbb gibt es  in der Rubrik "Soziale Sicherheit für VHS-DozentInnen" ein Video mit den Debatten in der Sitzung des AH vom 4.6.2020.

Die Berliner Vertretung der VHS-Dozent*innen und ver.di erwarten vom Senat, dass er noch vor der Sommerpause Sondierungsgespräche führt, damit schnellstmöglich mit der Ausformulierung der Rahmenvereinbarung begonnen werden kann.

(lg)

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Brandbrief eines Kollegen

Ingo Langenbach, ein Kollege aus Siegen, hat vor drei Wochen einen Brandbrief geschrieben, der an Medien, Gewerkschaften und vor allem Politiker*innen und das BAMF geschickt wurde. Der Kollege gehört der Bündnisgruppe Siegen-Wittgenstein an.

Langenbach beginnt mit dem Hinweis darauf, dass in unserer Branche  Tausende Lehrkräfte vor dem finanziellen und beruflichen Aus stünden. Die Lage sei generell miserabel und prekär. "Wir haben keine Planungssicherheit und arbeiten in ständiger Ungewissheit, ob unsere Träger weiter Kurse vom BAMF finanziert bekommen. Wir arbeiten mit dem Damokles-Schwert im Nacken und sehen einer unter den derzeit gegebenen Bedingungen unausweichlichen Altersarmut ins Gesicht. (…) In Deutschland gibt es rund 2.200 Träger für Integrations- und Berufssprachkurse. Derzeit arbeiten mehr als 15.000 Lehrkräfte in den Sprachkursen des Bundesamtes. Von Seiten der Bundesregierung wird immer wieder betont, wie wichtig unsere Arbeit doch sei. Aber ähnlich wie beim Pflegepersonal und den Ärzten in Krankenhäusern oder den Einzelhandelskaufleuten hilft auch unserer Branche kein Dankeschön!“. Integration ist eine Daueraufgabe für ein Einwanderungsland wie Deutschland und hier muss es sinnvolle und faire Dauerlösungen geben anstatt der Gewissheit auf Altersarmut."

Dann geht der Kollege auf die Corona-Krise und Soforthilfe ein. "Das Geld soll für drei Monate reichen, darf aber größtenteils nur für Betriebskosten genutzt werden, die wir als Solo-Selbstständige natürlich nur in geringem Maße haben. Jetzt haben wir Ende Mai 2020. Ich lebte schon vor dem Shutdown sehr sparsam. Der Gürtel war schon vor dem Shutdown zu eng geschnürt, Rücklagen konnten kaum angespart werden. Aber je länger dieser Zustand für uns anhält, je länger wir nicht arbeiten können, desto enger wird der Gürtel und die Luft knapper. Letzte Ausfahrt: Antrag auf ergänzende Hartz IV-Leistungen nach dem Sozialschutz-Paket -  Existenzsicherung á la Hartz IV“. (…)

(as)

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