Aktuell


Regionaltreffen der Honorarlehrkräfte Baden-Württemberg am 27.10.2018

Das zweite übergewerkschaftliche Regionaltreffen der Honorarlehrkräfte Baden-Württemberg findet dieses Mal in Karlsruhe statt. Eingeladen sind alle Honorarlehrkräfte, Initiativen, Gewerkschaften oder Organisationen, die sich in Baden-Württemberg für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen (möchten). Wir freuen uns über neue und alte Gesichter!

 

Am Samstag, 27.10.2018, 10 – 16 Uhr

-> Details und Anmeldung
 

(hb)

 

Aktionswoche zum Weltlehrertag 2018 - Teil 2: Hannover

Anlässlich des diesjährigen Weltlehrertags rief das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte zu einer Aktionswoche auf, um auf die Arbeitsbedingungen von Lehrkräften aufmerksam zu machen. Es fanden Straßenaktionen in Berlin, Freiburg, Köln, Karlsruhe und Stuttgart sowie eine Diskussionsveranstaltung in Düsseldorf statt.

 

In Hannover gab es am 12.10. eine Kundgebung, die vom Aktionsbündnis DaF Hannover organisiert wurde. Vor dem hannoverschen Neuen Rathaus demonstrierten ca. 50 für verschiedene Träger tätige Lehrkräfte für DaFZ, Spanisch, Italienisch, Englisch, Polnisch, Griechisch, Russisch und Yoga. Neben einer Rede gab es auch Musik und Straßentheater. Viele Medien berichteten  über die Kundgebung:

 

"Honorarlehrkräfte kämpfen um faire Bezahlung",  Deutschlandfunk, 12.10.2018, zum Nachhören (ab der 5. Minute)

"Lehrer fordern von Stadt und Land mehr Geld", HAZ, 12.10.2018

dpa-Meldung "Erwachsenenbildung: Lehrer protestieren für faires Einkommen": Die Welt (12.10.2018), Süddeutsche (12.10.2018), Hamburger Abendblatt (12.10.2018), RTL (12.10.2018), Antenne Niedersachsen (12.10.2018)

 

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Krankenversicherung: Mindestbeitrag für Selbstständige wird stärker gesenkt

Das Handelsblatt berichtet darüber, dass die Union und SPD den Mindestbeitrag für freiwillig Versicherte noch weiter senken wollen als zunächst geplant: "Derzeit ist der Mindestbeitrag für Selbstständige noch so hoch, als würden sie ein Monatseinkommen von 2283,75 Euro erhalten. Viele Selbstständige erreichen ein solches Einkommen aber nicht. Diese Grenze sollte nach den bisherigen Plänen 2019 auf 1168,20 Euro gesenkt und jedes Jahr entsprechend der allgemeinen Einkommensentwicklung angepasst werden."  Kurz vor Verabschiedung des Gesetzes gebe es aber noch eine Änderung: Das fiktive Mindesteinkommen zur Bemessung des Krankenkassenbeitrages solle auf einen Betrag von rund 1015 € im Monat gesenkt werden, für 1038 2019 wären es 1038 €.

Das Handelsblatt berichtet auch über die Beseitigung  einer weiteren Ungereimtheit im Gesetzentwurf: "Bisher war vorgesehen, dass Selbstständige im Krankheitsfall von der Differenz zwischen ihrem Krankengeld und dem fiktiven zu vorbeitragenden Mindesteinkommen den Krankenkassenbeitrag zahlen müssen. Das gleiche gilt für Zeiten des Bezuges von Mutterschaftsgeld.  Diese Bestimmung soll nun ersatzlos aus dem Gesetz gestrichen werden. Krankengeld und Mutterschaftsgeld werden damit auch für Selbstständige wie für alle anderen gesetzlich Versicherten in Zukunft beitragsfrei ausgezahlt."

Aktionswoche zum Weltlehrertag 2018

Während die Öffentlichkeit bei "Lehrer" meist an einen sicheren Job denkt, ist die Existenz von prekären Honorarlehrkräften beispielsweise an Volkshochschulen, Musikschulen oder Universitäten kaum bekannt. Anlässlich des Welttags der Lehrenden (05.10.2018) rief das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte zu einer Aktionswoche vom 05.10. - 12.10.2018 auf, um fächer-, institutionen- und gewerkschaftsübergreifend die prekäre Arbeit in der Bildung zu thematisieren.

Die Aktionen wurden von lokalen Initiativgruppen eigenständig organisiert, zum Teil zusammen mit Gewerkschaften. Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte vernetzte die Gruppen, indem es Informationen, Materialien und Tipps zusammenführte. Hier sind die Ergebnisse aus den Städten...

 

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E&W Niedersachsen berichtet über die Demo am 12.10. in Hannover

Die E&W Niedersachsen (GEW) befasst sich ausführlich mit der  geplanten Kundgebung in Hannover vor dem Neuen Rathaus. Im Bericht heißt es: "Anlässlich des Weltlehrertages wird am 12. Oktober das Aktionsbündnis Deutsch als Fremdsprache Hannover (unterstützt von der hannoverschen GEW) für faires Einkommen und bessere  Arbeitsbedingungen in der Weiter- und Erwachsenenbildung demonstrieren. Gemeinsam mit allen Betroffenen und Interessierten, egal was sie unterrichten: DaFZ, Fremdsprachen, Musik, Rhetorik, Yoga, Sport, IT, Philosophie oder Schulabschlüsse im Zweiten Bildungsweg, egal  festangestellt oder freiberuflich seid und egal ob an einer VHS, Hochschule oder bei einem privaten Träger beschäftigt." 

Die E&W geht auf die wachsende Bedeutung der Lehrkräfte in der Weiter- und Erwachsenenbildung ein: "Ohne sie gibt kein lebenslanges Lernen. Ohne sie kann die Integration von Migranten und Geflüchteten nicht gelingen. Auch die Digitalisierung ist ohne sie nicht denkbar. Die Kolleg*innen in der Weiter- und Erwachsenenbildung leisten wertvolle Arbeit für die Gesellschaft, indem wir politische Bildung und Gesundheitserziehung machen. Sie helfen den Menschen bei der Erhöhung ihrer Qualifikationen, indem sie ihnen Fremdsprachen und Computerkenntnisse beibringen oder in Rhetorik schulen. Dank ihrer können viele Menschen ihren Schulabschluss nachholen. Sie verbessern die Lebensqualität der Kursteilnehmer*innen durch Musik, Kunst, Sport oder Kochkurse. Im Bereich Selbsterfahrung helfen sie ihnen sogar dabei, ihre persönlichen Probleme zu lösen."

Leider würden die Honorarlehrkräfte extrem unterbezahlt. "Üblich sind 20-22 € pro UE. Es gibt auch große und namhafte Sprachschulen, die ihren Lehrkräften nur 14-16 € zahlen. In Vollzeit (25 UE pro Woche) verdient eine typische VHS- Honorarlehrkraft nur ca. 1000 € netto im Monat. Wenn sie im vom Bund finanzierten Integrationskurs tätig ist, dann ca. 1500 €. Genauso schlimm ist die fehlende Perspektive auf eine Erhöhung, denn die Honorare werden sehr selten erhöht und dann auch nur minimal, sodass die Lehrkräfte, rechnet man die Inflation ein, seit Jahrzehnten immer weniger verdienen. Altersarmut ist angesichts dieser Verhältnisse vorprogrammiert."

Bericht von der Infoveranstaltung zum Thema Urlaubsentgelt in Düsseldorf

Einfach mal ausspannen? Das tut auch Honorarlehrkräften gut. Allerdings wissen die meisten freien Lehrkräfte nicht, dass sie unter bestimmten Voraussetzungen einen gesetzlichen Anspruch auf Urlaubsentgelt haben.

Um dieses Wissen zu verbreiten, organisierte der Arbeitskreis Honorarkräfte der GEW Düsseldorf eine Veranstaltung zum Thema. Sie fand unter dem Titel „Urlaubsentgelt für Arbeitnehmerähnliche – ein Erfahrungsaustausch“ am 26.9.2018 im Gewerkschaftshaus in Düsseldorf statt. Es fand sich ein kleiner, aber sehr interessierter und engagierter Kreis von Kolleg*innen aus Düsseldorf und Umgebung ein. Insgesamt ergab sich der Eindruck, dass mit dem Einfordern des gesetzlichen Rechts auf Urlaubsentgelt für arbeitnehmerähnlich Tätige ein Prozess ins Rollen gekommen ist, der noch einige Chancen bietet, um in kleinen Schritten bessere Arbeitsbedingungen zu erreichen.

 

Zum Bericht

Neue ZQ "Lernschwierigkeiten im Unterricht mit Schwerpunkt Trauma"

Das BAMF informiert in einer öffentlichen Bekanntmachung über die Eröffnung eines Zulassungsverfahrens für Einrichtungen der neuen Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte "Lernschwierigkeiten im Unterricht mit Schwerpunkt Trauma".

 

Mit diesem neuen Qualifizierungsangebot des Bundesamtes sollen die Lehrkräfte darauf vorbereitet werden, mit verschiedenen Unterrichtssituationen sicherer umzugehen, einen traumasensiblen Unterricht gestalten zu können sowie den Lernerfolg einzelner Teilnehmender und der gesamten Lerngruppe stärker in den Blick zu nehmen. Die neue ZQ besteht 32 Unterrichtseinheiten.

 

 

Honorar für die Dozent*innen der VHS Potsdam

An der VHS-Potsdam sollen viele Punkte der neuen Honorarordnung noch bis Dezember verhandelt werden. Dazu gehört auch die Höhe der Honorare, worüber es unterschiedliche Positionen innerhalb der Stadtverwaltung gibt. Die parteilose Bildungsbeigeordnete Noosha Aubel hat eine neue Vergütungstabelle für die Dozent*innen präsentiert, nach der diese je nach Qualifikation zwischen 32 und 35 Euro pro Unterrichtseinheit erhalten würden. Damit wolle sie einen Anreiz schaffen, damit sich Dozent*innen weiterqualifizieren. Aber im Hauptausschuss wurde eine einheitliche Vergütung von 35 Euro mehrheitlich beschlossen. Die Stadtverordnetenversammlung von Potsdam wird im Dezember 2018 über die Honorarordnung beschließen. Mehr dazu.

Fachgespräch der CDU-Bundestagsfraktion zur Rentenversicherung für Selbstständige

Im Koalitionsvertrag ist eine Vorsorgepflicht für Selbstständige vereinbart worden.  Zu diesem Thema hat der Vorsitzende der “Arbeitsgruppe Arbeit und Soziales“ Herr Peter Weiß (Bundestagsabgeordneter der CDU) zu einem offenen Fachgespräch eingeladen.

Erschienen waren ca. 40 Vertreter*innen verschiedener Berufsverbände (u.a. aus Handwerk, Baugewerbe etc.). Als Vertreter für die DaF/DaZ-Dozenten und Honorarlehrkräfte waren Gudrun Spaan (VHS-Potsdam) und Brigitte Rilke (VHS-Berlin) anwesend. Wir hatten dabei die Gelegenheit, unsere Situation zu schildern und auf die drohende Altersarmut hinzuweisen. Wir betonten, dass wir nicht grundsätzlich gegen die Versicherungspflicht sind, sondern dass das Grundproblem in den niedrigen Honoraren liegt, die unserer Ansicht nach nicht ermöglichen, eine ausreichende Altersvorsorge treffen zu können.

Ein Thesenpapier, in dem unsere Lage und unsere Forderungen dargestellt sind, konnten wir nach der Sitzung den anwesenden Bundestagsabgeordneten übergeben.

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Bundesregierung antwortet auf Anfrage der AfD zu Integrationskursen

In der Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der AfD befinden sich sehr viele Informationen zu den Integrations- und Berufssprachkursen. Laut der Bundesregierung erreichen mehr als 90 Prozent der Teilnehmer des Deutschtests für Zuwanderer (DTZ) nach Absolvierung des Integrationskurses entweder das Sprachniveau B1 oder das Sprachniveau A2. Es würden immer mehr Träger kontrolliert. 2018 seien schon 775 Träger (von 1695) überprüft worden. 2016 und 2017 seien es 579 und 569 gewesen. Laut der Bundesregierung wurden im Jahr 2016 zehn, im Jahr 2017 zwei und im Jahr 2018 sechs Zulassungen von Integrationskursträgern widerrufen.

(as)

Das Versichertenentlastungsgesetz schreitet vor

Das Bundeskabinett hat Anfang Juni einen Referentenentwurf zum Versicherten-entlastungsgesetz (GKV-VEG) in der Gesetzlichen Krankenversicherung beschlossen.
Danach soll u.a. ab dem Januar 2019 der Mindestbeitrag für Selbstständige auf 171 Euro reduziert werden. Damit wird eine wichtige Forderung der Honorarlehrkräfte endlich umgesetzt. Hier ist eine bildliche Darstellung der Neuerungen, u.a. die "Entlastung von Selbstständigen". Wichtig ist auch, dass die Beiträge wieder paritätisch von Arbeitnehmern*innen und Arbeitgeber*innen bestritten werden.

Neuigkeiten in den Alphabetisierungskursen vom BAMF

Am 10.9.18 hat das BAMF mit einem Rundschreiben an die Träger zwei wichtige Neuigkeiten eingeführt.

Mit dem 1.4.2019 werden die Dozent*innen in den Alphabetisierungskursen vom BAMF  die entsprechende Qualifikation haben müssen.  Damit läuft die Ausnahmegenehmigung aus, die seit 2015 in Kraft ist. Zudem sollten die Dozent*innen in den Alphabetisierungskursen vom BAMF 40 Euro als Mindesthonorar erhalten.

Aktivitäten der Regionalgruppe Saar

Die Regionalgruppe Saar aus dem Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte traf Anfang September die Landesvorsitzende der GEW Saarland Birgit Jenni. Es fand ein intensiver Austausch zur Situation der Sprachförderlehrkräfte an den Schulen im Saarland statt.

 

Die Regionalgruppe existiert seit Februar 2018 und trifft sich in Saarbrücken.

Kontakt: Facebook I E-Mail

 

(hb)

Terminvorschau: Herbst 2018

Vom Weltlehrertag bis zur Steuererklärung: Im Herbst 2018 finden zahlreiche Veranstaltungen, Treffen und Straßenaktionen statt: Zusammenfassung auf Kreidefresser

 

Alle Termine sind im Kalender unter www.dafdaz-lehrkraefte.de/aktuell/termine/ und www.kreidefresser.org/kalender/ einsehbar. Gerne nehmen wir weitere Ergänzungen entgegen!

Integration an Schulen: Problem erkannt - wann wird es gebannt?

Zur Situation in den Willkommensklassen an Regelschulen führte Kanzlerin Angela Merkel ein Gespräch mit Lehrerinnen und Lehrern. Tagesschau berichtet im Artikel "Auf dem Rücken der Lehrer" (05.09.2018) über die Erfahrungen der Lehrenden.

 

"Wenn ein Kind Glück hat, gerät es in die Klasse eines guten, engagierten Lehrers, der seine Freizeit für Elterngespräche oder das Ausfüllen von Anträgen opfert. Wenn das Kind Pech hat, bleibt es auf der Strecke. Eine zynische Erkenntnis, wenn man bedenkt, dass hier die Weichen für eine gesamte Bildungsbiografie gestellt werden, also die Zukunft eines Menschen davon abhängt."

 

Eine zynische Erkenntnis auch, dass Lehrerinnen und Lehrer immer wieder gezwungen sind, zwischen ihren eigenen Bedürfnissen und den Bedürfnissen der ihnen anvertrauten Kinder zu entscheiden. Wer schon keine moralischen Skrupel hat, Lehrer*innen zu verheizen, sollte es wenigstens aus personalpolitischen Gründen nicht tun. Dass die Stimmen der Lehrkräfte hier angehört wurden, ist sehr zu begrüßen; nun müssen Taten folgen.

 

Ein Schlüssel zur Behebung des Lehrermangels an den Regelschulen könnte auch darin liegen, den Lehrkräften aus der Erwachsenenbildung eine Chance zu geben. Sie bringen kein Lehramtsstudium mit, dafür aber dringend benötigte Erfahrung in Deutsch als Fremdsprache. Diese Quereinsteiger nur als befristet angestellte Lückenbüßer zu nutzen, ist kurzsichtig. Vielmehr müssten diesen Quereinsteigern, die bereits pädagogische Erfahrung mitbringen, die Möglichkeit gegeben werden, durch eine berufsbegleitende Weiterqualifizierung dauerhaft in den Schuldienst einzusteigen. Ein Beispiel dafür gibt es bereits in Thüringen (vgl. mdr, 06.11.2017).

(hb)

Save the date: Bündniskonferenz 10./11. November 2018

An der diesjährigen Bündniskonferenz wird derzeit noch getüftelt. Hier ist aber schon mal ein ein "Save the date" für die

Bündniskonferenz 2018 in Berlin nach aktuellem Stand:

- Samstag, 10. November 2018, 12 - 18 Uhr: Arbeitstreffen des Bündnisteams

- Sonntag, 11. November 2018, 9:30 - 14 Uhr: Offener Austausch der Initiativen

 

Genaueres folgt in Kürze.

Widmann-Mauz fordert Qualitätsoffensive und Differenzierung im Integrationskurs

Annette Widmann-Mauz (CDU), Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, legte offenbar einen Sieben-Punkte-Plan für eine "Qualitätsoffensive" im Integrationskurs vor. Unter anderem solle das Kursangebot weiter ausdifferenziert werden, um unterschiedliche Bildungsbiographien und Zielgruppen zu berücksichtigen. Zudem fordert Widmann-Mauz, die Teilnehmerzahl pro Kurs von 25 auf 20 zu senken. Mehrere Medien griffen die Nachricht auf (vgl. Migazin, 27.08.2018).

 

(hb)

Viele Flüchtlinge haben einen Job - in der Zeitarbeit

Auf der Zielgerade oder auf dem Holzweg?
Auf der Zielgerade oder auf dem Holzweg?

Viele Geflüchtete nehmen eine Arbeit auf. Die eigentlich gute Nachricht erhält jedoch eine andere Note, wenn man die Arbeit genauer ansieht: Zeitarbeit und Gastgewerbe rangieren laut von der ZEIT zitierten Studie an vorderster Stelle:

 

"Jeder sechste Syrer und Iraker arbeitet bei einer Zeitarbeitsfirma, aber nur jeder fünfzigste Deutsche. Im Gastgewerbe finden 17 Prozent der Syrer und Iraker Beschäftigung, aber nur 3 Prozent der Deutschen arbeiten hier. (...) Die Zeitarbeit biete zudem den Flüchtlingen gute Möglichkeiten, Erfahrungen im hiesigen Arbeitsmarkt zu sammeln, sagen Forscher des IW. Diese könnten für den späteren Berufseinstieg in der jeweiligen Branche nützlich sein. Damit das gelingt, sind jedoch meist wieder ausreichende Sprachkenntnisse und eine Weiterqualifikation wichtig. Zurzeit arbeiten die meisten Flüchtlinge als einfache Helfer, selbst wenn sie besser ausgebildet sind."

- "Besser als gedacht", Die Zeit, 09.08.2018

(hb)

FAZ über die "preiswerten Integrationsdienstleister"

In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist am ein Artikel mit dem Titel "Preiswerte Integrationsdienstleister" erschienen. Linda Guzzetti kommentiert:

Ein direkter Anlass für den Artikel ist nicht zu erkennen, und viel Neues ist nicht zu erfahren. Nach einer langen Einführung über den Wert der Sprache für die Integration sowie über den Unterschied zwischen DaF und DaZ kommt das Hauptargument: Das BAMF habe das Personal wahllos rekrutiert und die Abgrenzung zwischen Ehrenamtlichen, Teilzeitkräften und  hochqualifizierten Dozenten verwischt. Der Journalist schreibt, dass "die Konkurrenz unter den Kursanbietern in freier Trägerschaft [...] in Verbindung mit dem ehrenamtlichen Engagement zu einer Entwertung des gesamten Berufsfeldes" führt. Richtig ist, dass das BAMF zwischenzeitlich seine eigenen Qualitätskriterien auf fragwürdige Weise absenkte. Die Aussage des Journalisten, dass seit 2015 auch "gering qualifizierte Personen ohne Hochschulabschluss" unterrichten, spiegelt aber nicht meine Erfahrung wieder, denn so gut wie jede Kollegin/Kollege verfügt über ein Universitätsstudium. Während der Journalist über "Lehrer" redet, sind in meinem Berufsalltag die Mehrheit Lehrerinnen.

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Rechtswidrige Arbeitsverhältnisse beim Instituto Cervantes

Die Deutsche Rentenversicherung (DRV) hat in zwei von der GEW unterstützten Statusfeststellungsverfahren entschieden, dass die betreffenden Beschäftigten des Instituto Cervantes in Hamburg als Scheinselbständige arbeiten. Diese Praxis ist rechtswidrig. Die Betroffenen arbeiten als freiberufliche Sprachlehrkräfte auf Honorarbasis. Eingesetzt werden sie aber wie die festangestellten Lehrkräfte. Auf diese Weise umgeht das Instituto Cervantes die Sozialversicherungspflicht – zum Nachteil der Beschäftigten, die sich selbst kranken- und pflegeversichern und um ihre Altersvorsorge kümmern müssen, schreibt die GEW-Hamburg.

Das ist eine gute Nachricht, aber die nächste offene Frage ist, ob diese Kolleg*innen eine Stelle oder, wie am Goethe Institut, einen schlechteren Honorarvertrag erhalten.  Siehe auch: https://www.taz.de/Honorarkraefte-bei-Weiterbildungstraegern/!5524653/

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