Blog abonnieren   I   Facebook  Vernetzungskarte

Aktuell


Lehrkräfte aus der Erwachsenenbildung für Studie gesucht

Sehr geehrte Damen und Herren, vor einiger Zeit haben wir Weiterbildungseinrichtungen und weiterbildungsaktive Betriebe in ganz Deutschland für unsere TAEPS-Studie „Lehrpersonal in der Weiterbildung“ kontaktiert. Viele Einrichtungen und Betriebe haben uns bereits unterstützt, wofür wir uns ganz herzlich bedanken möchten!

 

Wir sind weiterhin auf der Suche nach Lehrenden aus der Erwachsenen- und Weiterbildung, die an unserer Studie teilnehmen möchten. Gesucht werden alle Lehrenden, die Kurse, Trainings, Seminare und Coachings oder ähnliches für Erwachsene anbieten oder angeboten haben. Das können sowohl festangestellte als auch freie Lehrkräfte sein.

 

Weitere Informationen zur Studie und der Link zur Anmeldung finden sich unter www.taeps.de. Hier finden Sie auch ein kurzes Video mit Erläuterungen zur Studie.

(DIE/infas/LlfBi)

Kritik an neuen BAMF-Trägerrundschreiben zur Lehrkräftezulassung

Der Berufsverband für Integrations- und Berufssprachkurse e.V. (BVIB) übt deutliche Kritik an der vom BAMF praktizierten Lehrkräftezulassung. Der Anlass sind die letzten Trägerrundschreiben des BAMF.

In dem Beitrag heißt es u.a.: "Statt Lehrkräfte zu stärken und zu entlasten, wo immer es geht und attraktive Beschäftigungsformen zu ermöglichen, werden die Anforderungen in der Lehrkräftezulassung lieber gesenkt. Dabei fischt man zu allem Überfluss in Teichen, die im Zuge des allgemeinen Fachkräftemangels ohnehin schon überfischt sind.

Die ersten Reaktionen von Lehrkräften auf die o.a. Trägerrundschreiben waren das Gefühl weiterer Entwertung ihres Berufes und der Impuls, nach Alternativen zu suchen. Der kontinuierliche Weggang von Kolleginnen und Kollegen aus dem Berufsfeld, der seit der Einführung der ZQ BSK vermehrt spürbar ist, wird so nicht gestoppt."

"Die Trägerrundschreiben regen Maßnahmen an, die den Trägern dabei helfen sollen, ihre Kapazitäten auszuweiten. Eine Reform der Kursraumzulassungen ist dringend nötig, aber ob sich Träger unter den gegebenen finanziellen Rahmenbedingungen darauf einlassen können, Mietverträge abzuschließen und weitere finanzielle Verpflichtungen einzugehen, wenn gleichzeitig der Eindruck vorherrscht, als Träger willkürlichen Entscheidungen des Bundes ausgeliefert zu sein und nie auch nur ansatzweise als Partner wahrgenommen zu werden, mag man bezweifeln. Sichere und belastbare finanzielle Rahmenbedingungen, Planungssicherheit und Transparenz sind Erwartungen der Träger, die bislang noch nicht vom Bamf eingelöst wurden."

 

 

Würdigung zum Tod von Stephan Pabel

Bild von Henryk Niestrój auf Pixabay
Bild von Henryk Niestrój auf Pixabay

Leider gab es im Dezember 2022 auch eine sehr, sehr traurige Nachricht: Stephan Pabel aus Bonn, der 2011 den Bonner Offenen Kreis (BOK) gegründet hat und federführend an der Gründung des Bündnisses DaF / DaZ-Lehrkräfte im Mai 2016 in Hannover beteiligt war, ist leider am 8. Dezember 2022 im Alter von 67 Jahren völlig überraschend verstorben. Nach einem wunderbaren Ballettabend erlitt er einen Sekundentod und hat dieses Leben hinter sich gelassen.

 

Stephan hat sich sehr für unser wichtiges Bündnis engagiert, gemeinsam mit Cornelia Trabandt aus Hannover ließ er sich bei der Gründung 2016 zum ersten SprecherInnen-Team wählen. Damals sagte er: „Heute geht ein Traum von mir in Erfüllung!“

 

Seine freundliche und besonnene Art Menschen zu begegnen und sie gut miteinander in Verbindung zu bringen, um gemeinsam unsere politische Vision von fairen Beschäftigungsverhältnissen im Bereich DaF / DaZ voranzubringen, war ein Geschenk für das Bündnis und hat uns enorm unterstützt.

 

Wir sind ihm unendlich dankbar und werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unsere herzliche Anteilnahme gilt seinen Angehörigen.

Einladung zur Konferenz des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

 

nachdem es uns während der Pandemiesituation zwei Jahre nicht möglich war ein Treffen in Präsenz zu organisieren, wollen wir dieses Jahr wieder eine Konferenz in Mannheim anbieten.

 

Termin: 11. Februar 2023 10.00 – ca. 17.00 Uhr

 

Voraussichtliche TOPs:

- Begrüßung

- Bericht über Aktivitäten des Bündnisses 2022

- Kassenbericht

- Personalsituation und Zukunft des Bündnisses

- Bericht aus den Lokalgruppen

- Sonstiges

 

Anmeldefrist: 25. Januar 2023. Bitte meldet euch über folgende Email-Adresse an: Lioba-Geier@web.de Adresse und Wegbeschreibung zum Veranstaltungsort folgen dann nach Anmeldung. Wir freuen uns über rege Beteiligung.

 

SprecherInnenteam des DaF/DaZ-Bündnisses

Umfrage der Uni Dortmund zu Schulleistungsstudien

Liebe Lehrkräfte,

Schulleistungsstudien, wie die internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) oder die PISA-Studie, erregen immer wieder große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und in der Politik. Ziel der Studienberichterstattung ist es unter anderem aufzuzeigen, welche Kinder einen besonders großen Förderbedarf haben.  Daher möchten wir, das Forschungsteam von IGLU-Transfer, dass die Ergebnisse von Lehrer:innen an allgemeinbildenden Schulen gut verstanden werden und die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Praxis verbessern.

Sie können uns dabei helfen, indem Sie uns 10-15 Minuten Ihrer Zeit schenken und an unserer Umfrage teilnehmen. Dabei geht es um Ihre Einschätzung zu verschiedenen Darstellungsformen von Studienergebnissen. Es werden keine persönlichen Daten gespeichert. Jede:r 20. Teilnehmende kann dabei einen Gutschein gewinnen.

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns bei unserem Vorhaben unterstützen können. Hier geht es zur Umfrage: https://umfragen.tu-dortmund.de/index.php/417536?lang=de

 

Mit freundlichen Grüßen

Das Team von IGLU-Transfer

Institut für Schulentwicklungsforschung, TU Dortmund

Weihnachtsgrüße

Für viele von uns war es wieder ein Jahr mit besonderen Anforderungen und Erschwernissen in der täglichen Arbeit.  Online- oder Präsenzunterricht, viele Vertretungen, Covid und der Krieg in der Ukraine mit seinen Folgen:  Flexibilität und grundlegender Optimismus waren angesagt. Wir alle  können auf unsere Leistungen stolz sein.

 

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte war auch in diesem Jahr fleißig und hat sich erfolgreich  an politische Institutionen und Medien gewandt und z. B. wesentlich dazu beigetragen, die Erhöhung auf 42,23 €  zu erreichen. Wir arbeiten weiterhin an der Faktorisierung des Unterrichts, damit die Verträge mit 40 UE pro Woche endlich der Geschichte angehören. Wir schaffen es aber nicht allein und erinnern  an unser Motto: "Nur gemeinsam sind wir stark und können etwas erreichen!" Unser Bündnis ist für alle offen und lebt von eurem Engagement.

 

Das SprecherInnenteam das Bündnisses wünscht euch allen ein frohes Weihnachtsfest bzw. schöne Feiertage und erholsame Ferien. 

Studentin sucht Interviewpartner für ihre Staatsarbeit

Für eine Staatsarbeit („Die Sicht von Lehrkräften auf mögliche  Herausforderungen von ukrainischen Schüler*innen beim Erwerb der  deutschen Sprache“) sucht eine Studentin Lehrkräfte an öffentlichen  Schulen  für Interviews.

 

Ziel der Staatsarbeit ist es, „mögliche Herausforderungen in der deutschen  Sprache, die häufig bei ukrainischen Deutschlerner*innen auftreten,  deutlich zu machen und Möglichkeiten aufzuzeigen diese bewusst im  Unterricht aufzugreifen...“

Die Interviewten  sollten übrigens keine ukrainischen Muttersprachler sein.

 

Das Bündnis legt den Blog-Abonnent*innen  und allen Leser*innen die Unterstützung des Nachwuchses ans Herz. Bitte meldet euch direkt bei der Studentin4puki@studserv.uni-leipzig.de

GEW-Demo zur Kampagne VHS Fair in Hamburg

Am 23.11. demonstrierten etwa 100 Kursleiter*innen der Hamburger Volkshochschule an der Sternschanze für bessere Arbeitsbedingungen Die Demo wurde von der Hamburger GEW-Fachgruppe Erwachsenenbildung zur Kampagne“ VHS Fair“ organisiert. Die Kampagne und Demo wurden durch Musik sowie Grußworte aus Berlin, Bremen und Baden-Württemberg unterstützt. Unser Dank gilt den Kolleg*innen aus Bremen, Baden-Württemberg und Berlin  sowie  Detlef Zunker und Dirk Mescher von der GEW-Hamburg für ihre großartige Unterstützung. 

Über die Demo haben der NDR (ab 16:45 Min.) und das Hamburger Abendblatt berichtet. Die GEW hat ein Video veröffentlicht.

 

Solidarisiert euch bitte mit den Kolleg*innen der VHS Hamburg! Unterschreibt bitte die Unterschriftenaktion VHS FAIR der Hamburger GEW! Organisiert Demos mit euren Fachgruppen vor Ort!

 

Das Berliner Grußwort befindet sich unten, das Grußwort aus Bremen hier:

 

Liebe Hamburger Kolleginnen und Kollegen in der Weiter- und Erwachsenenbildung,


wir vom Bremer VHS-Kursleitendenrat und dem Bereich Erwachsenen - und Weiterbildung der Bremer GEW wünschen euch viel Erfolg bei der heutigen Demonstration und eurem weiteren Kampf für bessere Beschäftigungsbedingungen, höhere Honorare und notwendige soziale Absicherung. Wir Bremer beobachten die Entwicklung in Hamburg sehr aufmerksam. Aktivitäten und Erfolge sind auch wichtig für Bremen, Berlin und anderswo. Wo auch immer Verbesserungen erreicht werden, haben sie auch für die anderen eine Ideengeber-, Anregungs- und Initiativfunktion. Die überregionale Information, Unterstützung und Solidarität ist für uns alle bundesweit wichtig, um mehr für uns Kolleginnen und Kollegen in der Erwachsenen- und Weiterbildung zu erreichen.
In diesem Sinne wünschen wir euch eine kraftvolle, geschickte und erfolgreiche Auseinandersetzung.


Solidarische Grüße aus Bremen,
Hajo Kuckero (Für den Bremer VHS-Kursleitendenrat und den Bereich Erwachsenen- und Weiterbildung der GEW Bremen)

(clm)

mehr lesen

Maßgabebeschluss des Haushaltsausschusses zu I-Kursen

Aufgabe für Regierung – substanzielle Weiterentwicklung des Integrationskurssystems

Auf der  Bereinigungssitzung am 10.11.22 hat der Haushaltsauschuss  wie berichtet die Mittel für Integrationskurse erhöht und den untenstehenden  Maßgabeschluss für die Regierung verfasst.

Das Bündnis DaF/DaZ-Lehrkräfte hat in zahlreichen Gesprächen und Schreiben mit Politiker*innen die prekären Arbeitsbedingungen bei Honorarkräften wie angestellten Lehrkräften erläutert und dargestellt, dass nur durch eine substanzielle Verbesserung der Arbeitsbedingungen und der Vergütung dem Fachkräftemangel im Gesamtprogramm Sprache entgegengewirkt werden kann.

Deshalb freuen wir uns sehr, dass „Gute Arbeitsbedingungen, eine der Tätigkeit angemessene Vergütung der Lehrkräfte sowie eine kostendeckende Finanzierung der Kursträger“ (alles Forderungen, die auch im Hamburger Appell der GEW formuliert sind),  als „Voraussetzungen“ für ein erfolgreiches Integrationskurssystem „angesichts des Fachkräftemangels bei geplanter gesetzlicher Ausweitung des Berechtigtenkreises“ genannt werden.

Zum ersten Mal fordert der Haushaltsausschuss „die Bundesregierung auf,  bis zum 30. September 2023 einen umfassenden Bericht zur substanziellen und zukunftsfähigen Weiterentwicklung des Integrationskurssystems vorzulegen.“ Besonders wichtig ist dabei, auf die Vermeidung eines künftigen Fachkräftemangels zu achten, wobei „gute Arbeitsbedingungen (einschließlich Befristung, Unterrichtszeiten, Entbürokratisierung und Vergütung) für die Lehrkräfte“ explizit aufgeführt werden.

Einschätzung des Bündnis DaF/DaZ:

Das Bündnis DaF/DaZ begrüßt die Erhöhung der Mittel für die Integrationskurse beim BMI.

Wir bedauern jedoch, dass die Mittel für die Berufssprachkurse des BMAS nicht erhöht worden sind, obwohl nicht nur die Integrationskurse, sondern auch die BSK zum Gesamtprogramm Sprache gehören und die meisten Lehrkräfte sowohl in Integrationskursen als auch in Berufssprachkursen arbeiten, die gleichermaßen das Ziel haben, die Integration von Migrant*innen zu ermöglichen.

Mit Sorge sehen wir auch, dass das BMI erst Ende September 2023 seinen Bericht vorlegen soll.

Wir sind der Meinung, dass der in dem Maßgabebeschluss genannte Zeitraum für die Umsetzung substanzieller Verbesserungen in der Weiterbildung zu weit gefasst ist, um weiteren Fachkräftemangel zu verhindern.

Nur eine zügige Umsetzung der geplanten substanziellen Verbesserungen könnte verhindern, dass Kolleg*innen nicht weiter in Tätigkeiten abwandern, die ihnen jetzt schon bessere Arbeitsbedingungen und berufliche Perspektiven bieten und dafür sorgen, dass sich genügend junge Leute für ein Hochschulstudium entscheiden, um als DaZ-Lehrkraft im Gesamtprogramm Sprache zu arbeiten.

(clm)

mehr lesen

Doch mehr Geld für Integrationskurse

Am 11.11. erhielten wir die gute Nachricht, dass in der Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses die Mittel für  Integrationskurse um 153 321 000 Euro auf 757 798 000 Euro im Haushalt 2023 erhöht wurden. Durch einen Maßgabebeschluss soll die Verbesserung der Situation von Lehrenden und Trägern langfristig sichergestellt werden. 

Im Haushaltsentwurf war noch geplant worden, die Mittel für die BAMF-Kurse um ca. 16 % zu senken. Daraufhin wandten sich die größten Trägerverbände mit einem Brief an die Politik, in dem u.a. geschrieben steht: "Setzen Sie sich für eine deutliche Erhöhung des Haushaltsansatzes ein, ohne innerhalb dieses Bereiches Mittel umzuschichten. Die Mittel müssen bedarfsgerecht sein und deutlich über die Planzahlen des Vorjahres hinausgehen."

Auch das Sprecherteam des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte hat sich in seinen letzten politischen Gesprächen, z.B. mit den BerichterstatterInnen der Regierungsparteien im Haushaltsausschuss, für eine bessere Finanzierung der Kurse eingesetzt.

(clm/as)

Politischer Termin des Bündnisses

Am 8.11.2022 führten drei Vertreterinnen des Sprecherteams des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte eine Videokonferenz mit Gülistan Yüksel (MdB, SPD) und ihrem Team.  Frau Yüksel ist ordentliches Mitglied des Ausschusses für Inneres und Heimat und Sprecherin der SPD-Arbeitsgruppe Migration/ Integration.

 

Dabei stellten die Vertreterinnen des Bündnisses die nach wie vor prekären Beschäftigungsbedingungen von DaZ-Lehrkräften, die im staatlichen Auftrag hauptberuflich im Gesamtprogramm Sprache tätig sind, dar. Sie forderten auch in Hinblick auf den zunehmenden Lehrkräftemangel im Gesamtprogramm Sprache, der Folge der prekären Beschäftigungsbedingungen ist,  eine Arbeitszeitbegrenzung auf 25 UE und eine Bezahlung nach TVöD und nicht mehr – wie bisher -  nach dem Mindestlohn. Hierzu wäre eine deutlich höhere Finanzierung der Träger sowie die Einführung eines Bundes-Tariftreuegesetzes notwendig, wie im "Hamburger Appell" der GEW beschrieben.

Das Gespräch verlief in freundlicher Atmosphäre und Frau Yüksel sagte zu, sich im Interesse einer gelingenden Integration für die grundsätzliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen der DaZ-Lehrkräfte einzusetzen.

(clm)

Harte Zahlen zum Einkommen im DaFZ-Bereich

ÜBERSICHT: Nur ehrenamtlich bringt weniger!

 

Die GEW-Hamburg stellt euch für eurer politisches Engagement  für bessere Arbeitsbedingungen unter dem Titel "Honorar für Kursleitende im Gesamtprogramm Sprache von BAMF und BMAS - nur ehrenamtlich bringt weniger" eine übersichtlich und anschaulich  gestaltete Graphik (s.u.)  zur Verfügung.

mehr lesen

Sehenswert! DaFZ in einer NDR-Doku

Bild von Holger Langmaier auf Pixabay
Bild von Holger Langmaier auf Pixabay

NDR-Doku über prekäre Arbeitsbedingungen als DaZ-Lehrkraft in der Erwachsenenbildung!

 

Unter dem Titel: "Die Krise der Mittelschicht: Viel Arbeit, wenig Geld" läuft am Montag, 07. November 2022, 22:00 bis 22:45 Uhr  (s.u. Link)  ein Bericht über die prekären Arbeitsbedingungen von DaZ-Lehrkräften am Beispiel einer Hamburger Kollegin (ab 9. Minute). Der Film ist bereits online zu sehen.

 

Die Journalistin Julia Friedrichs  ist bekannt durch die Bücher "Wir Erben. Was Geld mit Menschen macht" und "Working Class". Für ihre Arbeit erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Dr. Georg Schreiber-Medienpreis sowie den Grimme-Preis. Caroline Rollinger ist Fernsehautorin für Dokumentationen und Reportagen u.a. für Das Erste und den NDR.

(clm)

Mitmachen bei der Unterschriftenaktion VHS FAIR!

Quelle: https://www.gew-hamburg.de/themen/aktionen-und-kampagnen/unterschriftenaktion-vhs-fair
Quelle: https://www.gew-hamburg.de/themen/aktionen-und-kampagnen/unterschriftenaktion-vhs-fair

Solidarisiert euch bitte mit den Kolleg*innen der VHS Hamburg! Unterschreibt bitte die Unterschriftenaktion VHS FAIR der Hamburger GEW!

 

Die GEW-Hamburg fordert für alle VHS-Kursleiter*innen:

  • Honorarsatz von 41 Euro pro UE von 45 Min, auch für die Kursleiter*innen des offenen Angebots. Ausgleich des Mehraufwandes für Hybrid- und andere besonders aufwändige Kurse
  • Honorar für Teilnahme an Konferenzen etc.

zusätzlich für arbeitnehmerähnliche Kursleiter*innen:

  • Zuschüsse entsprechend den gesetzlichen Arbeitgeberanteilen für Sozialversicherungen (Kranken-, Pflege-, Rentenversicherung), Mutterschutz und Unfallversicherung
  • Urlaubsentgelt für 25 statt wie bisher 20 Tage (entspricht 9,6 % statt bisher 7,7% % des Jahres-Bruttohonorars)
  • Anspruch auf Bildungsurlaub
  • Erstattung des Umsatzsteueranteils bei den Kursleiter*innen, die die Obergrenze  von 22.000 Euro Jahreseinkommen überschreiten
  • Ausfallhonorar bei Krankheit: 90% für bis zu 6 Wochen
  • Einbeziehung in das Hamburger Personalvertretungsgesetz

ZEITENWENDE IN DER WEITERBILDUNG? - BUNDES-TARIFTREUEGESETZ SOLL KOMMEN!

Bild von Peter H auf Pixabay
Bild von Peter H auf Pixabay

Staatssekretär Dr. Rolf Schmachtenberg hat am 11. Oktober auf einer Podiumsdiskussion der Gewerkschaft ver.di zu dem Thema ,„Qualität, Professionalisierung und Bezahlung. Das Verhältnis von guter Arbeit und Rahmenbedingungen", zu der auch der BBB eingeladen war, erklärt, dass das Bundes-Tariftreuegesetz kommen werde.

 

Der Bundesverband der Träger beruflicher Bildung BBB "begrüßt das Inkrafttreten des geplanten Bundes-Tariftreuegesetz". Bedeutet das (bezüglich des Prekariats in der Weiterbildung) das Licht am Ende des Tunnels?

(clm)

Erfolge der Berliner VHS-Dozent*innen

Quelle: Christian v. Polentz/transitfoto.de
Quelle: Christian v. Polentz/transitfoto.de

 

Die neuen Ausführungsvorschriften des Berliner Senats, AV VHS Honorare, sind am 1.8.22 in Kraft getreten. Sie sind das Ergebnis von großen Aktionen im Winter 20/21 mit ver.di und der Unterstützung aus dem Parlament, dem Berliner Abgeordnetenhaus, von den Regierungsfraktionen Rot-Rot-Grün. Im Juni 2021 haben daraufhin ver.di und eine Delegation der Berliner VHS-Dozent*innen-Vertretung mit dem Senat über mehr soziale Absicherung für VHS-Dozent*innen verhandelt und Verbesserungen erzielt.

Einige Verbesserungen gelten für alle Berliner VHS-Dozent*innen. Dazu gehört die Honorar-Erhöhung für Sprachunterricht: ab 1.8.22 - 39,14 € , ab 1.8.23 - 41 € pro Unterrichtseinheit (UE)

Alle Berliner VHS-Kursleitenden in anderen Programbereichen bekommen entsprechend prozentual auch mehr Honorar. Siehe Honorartabelle

Arbeitnehmerähnliche Dozent*innen erhalten auf dieses Honorar hälftige Zuschüsse (Arbeitgeberanteil) zu Kranken, Renten- und neu auch zur Pflegeversicherung.

Zudem werden die Prüfungshonorare für alle erhöht und die Prüfungen nach Zeit und nicht mehr nach Anzahl der Kandidat*innen vergütet.

Ein Honorar bei von der VHS veranlassten Konferenzen (pro Sitzung: ab 1.8.22 - 28 €, ab 1.8.23 - 30 €) wird für alle Kolleg:innen bezahlt. Für die gesetzlich gewählten Kursleitenden-Vertretungen wird ein Honorar von 31 € pro Sitzung für Gespräche mit der VHS-Leitung eingeführt.

Für die arbeitnehmerähnlichen Kolleg:innen, die circa 900 von den insgesamt circa 3200 Kursleitenden sind, gibt es jetzt eine bessere soziale Absicherung.

Im Krankheitsfall - und auch bei der Reha - wird 90 Prozent Ausfallhonorar gezahlt nach zwei unbezahlten Karenztagen (bisher 80 Prozent nach drei Karenztagen und nichts bei Reha). Neu sind Zuschüsse im Mutterschutz.

Der Urlaubsanspruch beträgt 23 Tage (statt bisher 20 Tage) und bei Kursausfall wird zehn Prozent des Kurshonorars bezahlt (statt bisher zwei UE).

Nach Krankheit, Mutterschutz, Elternzeit oder Pflege naher Angehöriger prüft die VHS eine Weiterbeschäftigung mit dem Ziel, eine Wiederbeauftragung zu vereinbaren.

Dies sind unsere wichtigsten Errungenschaften. Nachverhandlungen haben wir mit dem Berliner Senat 2023 verabredet u.a. über mehr Urlaubstage und eine höhere Ausfallzahlung bei Kursausfall.

Bezüglich der Personalvertretung gibt es bis jetzt eine „Bemühenszusage“ des Senats für die Einbeziehung der arbeitnehmerähnlichen freien Mitarbeitenden des Landes ins Berliner Personalvertretungsgesetz.

Wir bleiben dran - die Berliner VHS-Dozent*innen-Vertretung

 

*Anmerkung zur Honorartabelle: Sprachdozent*innen sind in der Honorargruppe 1.2.. Für viele Honorare gibt es eine Bandbreite von... bis..., aber in der Regel zahlt die VHS nur den niedrigsten Satz.

(Berliner Doz-V.)

Erwachsenenbildung: Abbruch oder Aufbruch?

Quelle: hlz GEW Hamburg
Quelle: hlz GEW Hamburg

Die desaströse Situation in der Erwachsenenbildung, wie sie sich heute nicht nur in Hamburg, sondern bundesweit darstellt, ist der Aufmacher und das Schwerpunktthema in der aktuellen hlz der GEW und wird in vielen interessanten Beiträgen erörtert. 

 

Wie ein „Märchen“ aus uralten Zeiten kommt es uns heute vor, wenn wir lesen, dass 25 Unterrichtseinheiten und eine tarifliche Eingruppierung nach BAT IIa wie bei angestellten Lehrkräften im öffentlichen Schuldienst üblich waren, bis die rot-grüne Bundesregierung 2003/04 beschloss, das „Günstigkeitsprinzip“ einzuführen, nachdem der billigste Anbieter den Zuschlag erhalten sollte. Die 2003/4 erzwungenen Preissenkungen gingen zu Lasten der Weiterbildner*innen, deren Tarifverträge gekündigt wurden. Unter dem damals entstandenen Prekariat leidet, wie  wir nur zu gut wissen, die Erwachsenenbildung bis heute.

 

Soll der Fachkräftemangel begrenzt werden und die Einwanderung nach Deutschland gelingen, müssen Vergütung und Arbeitszeit der DaZ-Lehrkräfte endlich wieder an die der Lehrkräfte im öffentlichen Schuldienst angeglichen werden!

 

Auf Seiten 53-55 befindet sich ein Interview mit einer der SprecherInnen des Bündnisses DaF/DaZ-Lehrkräfte. Das SprecherInnenteam bittet Euch darum, die Beiträge zu lesen und Leserbriefe an die  hlz-Redaktion zu schreiben: Einsendeschluss 3.11., damit öfter über unser Thema berichtet wird. Und fordert bitte die Redaktionen Eurer regionalen Gewerkschaftszeitungen auf, wie die hlz unsere Vergütung und unsere Beschäftigungsbedingungen als Aufmacher und Schwerpunktthema zu bearbeiten!

(clm)

Welttag der Lehrenden: „Wissensproduzenten, reflektierende Praktiker und politische Partner“

Quelle (auch für die Galerie): GEW Baden-Württemberg
Quelle (auch für die Galerie): GEW Baden-Württemberg

«Heute, am Weltlehrendentag, feiern wir die entscheidende Rolle von Lehrenden bei der Umwandlung des Potenzials von Lernenden, indem wir ihnen die Werkzeuge geben, die sie brauchen, um Verantwortung für sich selbst, für andere und für den Planeten zu übernehmen. Wir fordern die Länder auf, dafür zu sorgen, dass Lehrkräfte als Wissensproduzenten, reflektierende Praktiker und politische Partner anerkannt werden.»

So lautet die gemeinsame Botschaft von Audrey Azoulay, Generaldirektorin der UNESCO, Gilbert F. Houngbo, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation, Catherine Russell, Exekutivdirektorin von UNICEF, David Edwards, Generalsekretär der Internationalen Bildungsorganisation, zum Welttag der Lehrer, 5. Oktober 2022.

 

Schon 1966 sprachen die UNESCO und die IAO (Internationale Arbeitsorganisation) Empfehlungen zum Status der Lehrenden aus  und 1994 rief die UNESCO den 5.Oktober zum Weltlehrendentag aus, um den Blick auf die mit großer Verantwortung verbundene Aufgabe der Lehrenden zu lenken. 

 

Die GEW und der Verband Bildung und Erziehung (VBE) deuten in einer gemeinsamen Erklärung auf die zentrale Rolle der Lehrenden, die diese in unserer Gesellschaft spielen und fordern in Anbetracht des Lehrkräftemangels zu massiven Investitionen in den Bildungsbereich auf. 

 

Mit einem bundesweiten Aktionstag startete ver.di seine Weiterbildungskampagne „Nur mit uns geht Bildung weiter“ und setzt fest: Gute Weiterbildung braucht uns, die Fachleute. 

 

Und auch in Mannheim zeigte man am 5.Oktober, dass in der Erwachsenen- und Weiterbildung so einiges unter den Teppich gekehrt wird: fair bezahlte Arbeitszeit, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder bei Kursausfall, Festanstellung, Kündigungsschutz oder ganz einfach: Urlaub (sprich: bezahlten Erholungsurlaub).

 

Wie lautet doch gleich einer der Empfehlungen zum Status von Lehrkräften aus dem Jahr 1966? Die Bezahlung von Lehrenden sollte im Hinblick auf die wichtige soziale, politische und wirtschaftliche Arbeit, die sie leisten, angemessen sein. Verantwortung für das Wohl der Schüler*innen ist eins der wichtigsten Merkmale dieses Berufes und sollte dementsprechend entlohnt werden.

(chh)

mehr lesen

Studentin sucht Interviewpatner*innen für ihre Bachelorarbeit

Für eine Bachelorarbeit ("Interkulturelle Kompetenz zur Förderung geflüchteter Kinder im Kontext Schule") sucht eine Studierende eine Lehrkraft  für ein Interview. Thema ist die Arbeit mit geflüchteten Kindern und die interkulturelle Kompetenz.

 

Die Anfrage der Studierenden: „Das Ziel der Bachelorarbeit ist es durch qualitative Methoden, in Form von Interviews, Agierende aus der Arbeit mit geflüchteten Schulkindern bezüglich ihrer eigenen Handlungskonzepte, welche die Interkulturalität der Kinder berücksichtigt, zu befragen...“

 

Das Bündnis legt den Blog-Abonnent*innen  und allen Leser*innen die Unterstützung des Nachwuchses ans Herz. Bitte meldet euch direkt bei der Studentin: a.abeysekera@gmx.de

Politischer Termin des Bündnisses

Am 22. September 2022 führten drei VertreterInnen des Bündnisses eine Videokonferenz mit zwei Mitarbeiterinnen des Büros der Staatsministerin Reem Alabali-Radovan, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, um auf die schwierigen Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte in Integrations- und Berufssprachkurse hinzuweisen.

Dabei verdeutlichten die VertreterInnen des Bündnisses vor allem, dass die geplante Strategie der Bundesregierung gegen den Fachkräftemangel, nämlich Zuwanderung aus dem Ausland nach Deutschland, nur gelingen kann, wenn im Bereich der Sprachkurse endlich geregelte tarifliche Verträge eingeführt werden und auch die Anzahl der Unterrichtsstunden für festangestellte Lehrkräfte auf 25 UE reduziert wird. Es wurden auch andere Themen, z.B. Urlaubsentgelt, angesprochen.

Das Gespräch verlief in freundlicher und konstruktiver Atmosphäre und beide Seiten zeigten sich interessiert an weiteren Gesprächen.

(msr)