Kursleiter*innenvertretungen: Orte der demokratischen Teilhabe?

Bild von vanleuven0 auf Pixabay
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In einem Gruppengespräch diskutierten am 19. Mai 2026 fünf Personen (darunter eine Sprecherin des Bündnisses) über ihre Erfahrungen von KursleiterInnen-Vertretungen in der Erwachsenenbildung und über die erfolgreichen bzw. erfolglosen Bemühungen solche Vertretungen zu etablieren. Initiiert und moderiert wurde das Gespräch von Prof. i. R. Dr. Dieter Nittel, Frankfurt.

 

Die ursprüngliche Annahme, dass das Thema der demokratischen  Partizipation in der Berufspraxis auf eine positive Resonanz stoßen  würde – bürgerschaftliches Engagement in einem demokratisch gewählten  Organ ist ja schließlich eine durch und durch ehrenwerte Sache –, hat  sich schnell als unrealistisch erwiesen. Mehr noch: Die Existenz von  Kurleiter*innen-Vertretungen in Einrichtungen der Erwachsenenbildung  scheint eher die Ausnahme als die Regel zu sein. (Manchmal werden sie  auch Dozenten*innen-Vertretungen, Kursräte usw. genannt.)

 

Fünf aktive Personen aus fünf unterschiedlichen Orten in Deutschland  berichten in diesem Video von ihren Erfahrungen. Institutionalisierte  Praktiken der wirkungsvollen demokratischen Mitsprache, der  Mitbestimmung und des Geschätztwerdens sind offenbar eher rar. Das  strukturell bedingte geringe Interesse der Organisationen an einem  potenziell unbequemen Organ einerseits und die durchschnittlich  geringe Motivation vieler Kursleiter*innen, sich (unbezahlt) für  andere einzusetzen, andererseits gehen eine unheilvolle, ja bittere  Melange ein. Obwohl das Fazit der fünf Berichte ernüchternd ist, gibt  es aus der Sicht der Akteure keinen Grund, ihr achtbares Engagement zu  reduzieren oder gar abzubrechen. Die Demokratie lebt im Kleinen und  nicht (nur) auf der großen Bühne!

 

Die in diesem Video zum Ausdruck kommende Sprengkraft und die Brisanz  der Erfahrungen von Kursleiter*innen-Vertretungen werden in der  öffentlichen Weiterbildungsdebatte kaum wahrgenommen.

(lg, dn)